10. April 2015, Berlin: „Mehr Frauen in kommunalpolitische Führungspositionen“ Podiumsdiskussion des Deutschen Frauenrings

Podiumsdiskussion mit:
Dr. Martina von Bassewitz, BMFSFJ
Christine Rabe, Gleichstellungsbeauftragte a.D. Charlottenburg-Wilmersdorf, Berlin
Stefanie Lohaus, Missy Magazine (angefragt)
Dilek Kolat, Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen des Landes Berlin (angefragt)

Moderation: Dr. Elisabeth Botsch
Anschließend laden wir herzlich zum Empfang ein.

Veranstaltungsort
Europäische Akademie Berlin
Bismarckallee 46/48 | 14193 Berlin
Beginn: 17 Uhr

Wir bitten um Anmeldung bis zum 06. April 2015 an: mail@d-fr.de

Kontakt
Deutscher Frauenring
Brandenburgische Straße 22 | 10707 Berlin
http://www.frauenkommunalaktiv.de

21. März 2015, Berlin: „Geschlechterrolle vorwärts“ Workshop des Deutschen Frauenrings

Keine Lust mehr, den starken Mann markieren zu müssen und bei Liebesfilmen nicht weinen zu dürfen? Hast du es satt, immer unterschätzt zu werden und als schwach zu gelten, nur weil du eine Frau bist? Bist du es leid, dass du von deinen Kollegen komisch angeschaut wirst, weil du lieber Teilzeit arbeitest und mehr Zeit mit der Familie verbringen möchtest? Genervt vom ewigen Zwang, immer perfekt gestylt zu sein?

ROLLENSTEREOTYPE betreffen uns alle und nur gemeinsam können wir sie überwinden!!

Der Deutsche Frauenring e.V. lädt ein zu Geschlechterdialogen quer durch Deutschland!

Grundlage der Workshops bildet ein interaktiver Meinungs- und Ideenaustausch. Wir lassen den Kampf der Geschlechter hinter uns. Wir möchten keine Konfrontation, sondern Wertschätzung und Gemeinsamkeiten finden! Seid offen und neugierig, tretet in den Dialog und experimentiert mit uns!

Inhalte unserer Workshops sind…
…eigene Rollen und Muster
…neue geschlechtergerechte Familienbilder
…ein Perspektivenwechsel
…und zukunftsgerichtete Rollenbilder in allen Lebensbereichen

Die Workshopleitung setzt sich zusammen aus insgesamt vier MitarbeiterInnen der beiden kooperierenden Institutionen Deutscher Frauenring e.V. und Dissens – Institut für Bildung und Forschung e.V.

Workshop „Geschlechterrolle vorwärts“
21. März 2015, 09.30-16.30 Uhr

Kostenbeitrag incl. Verpflegung: 12 €

Veranstaltungsort:
UCW
Konferenzsaal (4. Stock)
Sigmaringer Straße 1
10713 Berlin

Anmeldung bis 12. März 2015:
Deutscher Frauenring e.V.
Bundesgeschäftsstelle
Tel : 030- 88718493
projekt.geschlechterrolle@d-fr.de

Mehr Informationen: http://www.geschlechterrollevorwaerts.de/

20.-22. März 2015, Köln: „PISA und kein Ende? Auswirkungen der Studien auf die Bildungslandschaft“ Bundeskongress der KED

Im Jahre 2000 hat die erste PISA-Studie – initiiert durch die OECD – in der deutschen Bildungslandschaft eingeschlagen wie eine Bombe. Dieser ersten Studie sind viele gefolgt. Die OECD gilt seit der ersten Veröffentlichung als „graue Eminenz“ der nationalen und internationalen Bildungspolitik. Man gewinnt nicht selten den Eindruck, dass sich die Bildungspolitiker durch die Ergebnisse der Studien völlig unkritisch treiben lassen und einen Wettbewerb veranstalten, in welchem Bundesland als erstes Konsequenzen aus den Studien in unseren Kindertagsstätten, Schulen und Universitäten gezogen werden. Doch mittlerweile regt sich Widerstand. Die wissenschaftlichen Grundlagen werden angezweifelt – und noch viel wichtiger: Die in den Studien geforderte Ausrichtung der Bildung auf die spätere „Verwertbarkeit“ der Kinder und Jugendlichen wird immer mehr in Zweifel gezogen. Darüber hinaus wird es immer kritischer gesehen, in welcher Zeitdichte an unseren Bildungseinrichtungen Reformen eingeführt werden. Sie lassen Lehrenden, Erziehenden und Schülern wie Eltern kaum Zeit, sich den Neuerungen zu stellen.

Die Katolische Elternschaft Deutschlands wird bei ihrem diesjährigen Bundeskongress darüber diskutieren, wie notwendig all diese Studien sind und welche Folgen sie für unsere Kinder haben. Befürworter und Kritiker von Bildungsstudien sind eingeladen worden, um zu diskutieren. Das könnte spannend werden!

Programm zum Download

Anmeldung
Tagungsgebühr inklusive Übernachtung und Verpflegung: 110 €, Delegierte 50 €, Tagesgäste: 20 € (incl. Mittagessen).
Anmeldung wird bis zum 19. Februar 2015 erbeten.

Tagungsort
Maternushaus
Kardinal-Frings-Straße 1-3
50668 Köln
Tel.: 0221-16310 | Fax: 0221-1631215
info@maternushaus.de

Veranstalter
Katholische Elternschaft Deutschlands | KED
Bundesgeschäftsstelle
Am Hofgarten 12
53113 Bonn
Tel.: 0228-650052 | Fax: 0228-696217
info@katholische-elternschaft.de

17. März 2015, Frankfurt/Main: „Fit für Vielfalt. Junge Menschen mit Migrationshintergrund und ihre Familien erreichen, beraten und begleiten“ Fachtagung der EKFuL

Deutschland ist ein Einwanderungsland. Im 9. Bericht der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration über die Lage der Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland heißt es: „Angesichts der wachsenden Zahl von Menschen mit Migrationshintergrund, insbesondere der jüngeren Generation, ist Integration eine Querschnittsaufgabe. (…) Eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg der Integration ist die Bereitschaft der Gesellschaft, Teilhabe am sozialen, kulturellen und ökonomischen Leben zu ermöglichen.“ (2012)

Der 14. Kinder- und Jugendbericht (BMFSFJ 2013) zeigt jedoch auf, dass gerade jungen Menschen mit Migrationshintergrund diese Teilhabe häufig nicht ermöglicht wird. Im Hinblick auf Bildung und Soziales sind sie noch immer benachteiligt und z.B. auch in den Hilfen zur Erziehung nicht entsprechend ihrem Anteil in der Bevölkerung vertreten. Die Berichtskommission sieht demzufolge eine flächendeckende interkulturelle Öffnung der Dienste und Einrichtungen als erforderlich an.

Wie können junge Menschen mit Migrationshintergrund und ihre Familien besser erreicht werden, damit sie ambulante bzw. stationäre Erziehungshilfen sowie psychologische Beratung stärker annehmen? Welche Strategien müssen entwickelt werden, um den Familien mit Migrationshintergrund besser gerecht zu werden? Wie gehen wir mit Vielfalt um?

Um diese Fragen geht es bei der Fachtagung, die von den Fachverbänden EKFuL, EREV, DCV und BVkE initiiert und vorbereitet wurde. In Vorträgen und Arbeitsgruppen bietet die Fachtagung Gelegenheit zur Information über die Ausgangssituation von jungen Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland und zur Reflexion und Weiterentwicklung von professionellen Standards und Beratungskonzeptionen. Außerdem soll zum Austausch über kommunale Erfahrungen und Strategien, gerade auch im Hinblick auf den Ausbau und die Förderung kooperativer Strukturen für die in diesem Bereich tätigen sozialen Dienste, angeregt werden.

Zielgruppe: Die Fachtagung richtet sich an Fachkräfte und Verantwortliche der öffentlichen und freien Träger der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe sowie an die interessierte Fachöffentlichkeit.

Programm & Anmeldeformular zum Download

Tagungshaus:
Caritasverband Frankfurt e.V.
Alte Mainzer Gasse 10
60311 Frankfurt am Main

Anmeldung & Teilnahmekosten
Tagungsbeitrag: 90,- Euro (inkl. Verpflegung)
Bitte bis zum 03. März 2015 anmelden bei:
Ev. Konferenz für Familien- und Lebensberatung e.V. Fachverband für Psychologische Beratung und Supervision (EKFuL)
Lehrter Str. 68, 10557 Berlin
Tel.: (030) 52 13 559-39, Fax: -11
E-Mail: info@ekful.de

16.-17. März 2015, Berlin: „Stadt Land Bund – Finanzbasis stärken, Spielräume schaffen“ Kommunalkongress der Bertelsmann Stiftung

Eine solide Finanzausstattung ist Grundvoraussetzung für kommunale Handlungsfähigkeit. In vielen Kommunen fehlt es jedoch daran. Drückende Schuldenstände und ausufernde Soziallasten führen dazu, dass wichtige Zukunftsinvestitionen, zum Beispiel in Bildung und Infrastruktur, gar nicht mehr oder nicht in ausreichendem Maß getätigt werden.

Was aber können die betroffenen Kommunen selbst tun, um aus eigener Kraft ihre Haushaltssituation zu verbessern? Welche Chancen zur Stabilisierung der kommunalen Haushalte bietet die Neuordnung der föderalen Finanzbeziehungen im Rahmen der Föderalismuskommission III? Diese Fragen stehen im Fokus des Kommunalkongress 2015. Mit praxisorientierten Beispielen aus dem In- und Ausland wird aufgezeigt, welche erfolgversprechenden Lösungsansätze es gibt, die kommunale Finanzbasis zu stärken und Handlungsspielräume für notleidende Kommunen zu schaffen.

Mehr Informationen online

Programm als PDF

Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldung erforderlich über das Anmeldeformular. Registrierung erfolgt nach einer schriftlichen Bestätigung.

Tagungsort
andel’s Hotel Berlin
Landsberger Allee 106
10369 Berlin

Kontakt
Dr. Thorsten Hellmann | Programm und Inhalt
Thorsten.Hellmann@Bertelsmann-Stiftung.de
Alexandra Dordevic | Organisation
info@kommunalkongress.de

 

13.-15. März 2015, Berlin: „Kommunal aktiv mit Gleichgesinnten“ Workshop des Deutschen Frauenrings

Mehr Frauen in die Kommunalpolitik

Nach wie vor sind Frauen in politischen Führungspositionen unterrepräsentiert. Im Bundestag liegt der Frauenanteil zwar bei 36,5%, aber auf kommunaler Ebene liegt diese Quote durchschnittlich nur bei 25%. In kleineren Kommunen und in den kommunalen Führungspositionen sind Frauen auch heute noch selten vertreten.

In der Kommune erhält Politik Bedeutung für das tägliche Leben, wir gestalten unsere Kommune mit, in dem wir unsere Ideen einbringen – Missstände beheben helfen – Ziele mit anderen erarbeiten……… Unsere Demokratie lebt vom politischen Engagement der Bürgerinnen und Bürger und dies kann mit Politik in der eigenen Umgebung anfangen.

Mit unserem Projekt Kommunal aktiv – Frauen in die Politik möchten wir Frauen ansprechen, die sich für Engagement in ihrer Kommune interessieren, aber bislang nicht politisch aktiv waren. Vielleicht waren Sie bereits im Verein oder einer Bürgerinitiative aktiv. Vielleicht sind Sie bereits über die neuen Medien politisch engagiert. Vielleicht fühlen Sie sich von Ihren KommunalpolitikerInnen nicht gut vertreten. Dann ergreifen Sie jetzt die Initiative!

Mit unserer Workshop-Reihe wollen wir Wissen über politische Strukturen und Gestaltungsmöglichkeiten vermitteln und notwendige Kompetenzen erarbeiten und trainieren. Den teilnehmenden Frauen bietet sich die Möglichkeit des gegenseitigen Austausches und der Vernetzung untereinander.

Mehr Informationen finden Sie auf der Website des Projektes

13.-15. März 2015, Workshop 4: „Kommunal aktiv mit Gleichgesinnten“

Sie wollen Aufmerksamkeit für Ihr Thema erzielen oder suchen Gleichgesinnte für Ihr Anliegen, denn gemeinsam lassen sich politische Forderungen leichter durchsetzen? Wie Sie erfolgreich Interessentinnen ansprechen und für Ihr Thema gewinnen können, lernen Sie in diesem Workshop. Er vermittelt grundlegendes Wissen zu Öffentlichkeitsarbeit, Moderation von Gruppenprozessen und Vernetzung und Sie stärken Ihre Verhandlungskompetenz.

Programm des Workshops zum Download

Ort:  Europäische Akademie Berlin Bismarckallee 46-48, 14193 Berlin
Kosten: 120 € inkl. Unterbringung im Einzelzimmer und Verpflegung oder 50€ ohne Übernachtung/Frühstück
Kinderbetreuung kann bei Bedarf angeboten werden.
Anmeldeformular
Anmeldungen bis zum 06.03.2015

Veranstalter

Deutscher Frauenring e.V.
Bundesgeschäftsstelle
Brandenburgische Straße 22
10707 Berlin
Tel 030 – 88 71 84 93
Fax 030 – 88 71 84 94
mail (at) d-fr.de

11. März 2015, Stuttgart: „Partizipation und Social Web – Die Macht der Vielen?“ Stuttgarter Tage der Medienpädagogik

Das Internet zeigt sich heute mit zwei Gesichtern. Während sich auf der einen Seite digitale Wirtschaftsmacht ballt und wenige Unternehmen den digitalen Markt beherrschen, eröffnet das Netz auf der anderen Seite neuen Freiraum für gesellschaftliche Teilhabe und Gestaltung.

Die digitale Vernetzung erzeugt neue Öffentlichkeiten und gesellschaftliche Einflusskräfte. Sie gestattet lokale Beteiligungsformen, die kaum im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion stehen, aber direkten Einfluss auf die unmittelbare Lebenswelt des Einzelnen nehmen können. Initiativen können heute schnell politische Akteure sammeln, informieren und zu großen Bewegungen aufstellen. Medienkompetenz ist hierbei die Grundvoraussetzung für Teilhabe und Diskussion, wodurch ihr eine wichtige Funktion für politische Bildung und bürgerschaftliches Engagement zukommt. Denn die Medienpädagogik kann Wege weisen, das Netz als Instrument der sozialen und politischen Beteiligung zu nutzen und Herausforderungen, die diese Art der Teilhabe mit sich bringt, anzugehen.

Die 38. Stuttgarter Tage informieren über Hintergründe dieser Entwicklungen und stellen beispielhafte Beteiligungsprojekte vor. Zu Beginn der Tagung wird hierfür zunächst in dem Vortrag „Partizipation 2.0 – Gesellschaft, Individuum und Bildung im Zeitalter der digitalen Vernetzungskultur“ die Kulturperspektive beleuchtet. Anschließend werden medienpädagogische Aspekte digitaler Partizipationsformen vorgestellt. Der Vormittag schließt mit der Vorstellung des Beteiligungsportals Baden-Württemberg. Am Nachmittag werden dann durch den Landesbeauftragten für den Datenschutz Baden-Württemberg Fragen der rechtlichen Hürden sozialer Netzwerke und sich ergebende Herausforderungen für den Datenschutz beleuchtet. Diesem Vortrag folgt das bewährte Round-Café bei dem fünf verschiedene Partizipations-Projekte vorgestellt werden. Die Teilnehmer haben hier die Möglichkeit, sich über insgesamt vier Projekte zu informieren.

Der Tagungsbeitrag beläuft sich auf 40 Euro (ermäßigt 18 Euro).

Programm

Tagungsort
Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
Tagungshaus Hohenheim
Paracelsusstraße 91
70599 Stuttgart
Tel.: 0711/451034-600 | Fax: 0711/451034-898 | hohenheim@akadmie-rs.de

Veranstalter
Veranstalter der Tagung sind die Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart, die Evangelische Medienhaus GmbH, die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (lpb), die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK, Landesgeschäftsstelle Baden-Württemberg), das Landesmedienzentrum Stuttgart (lmz), der Südwestrundfunk (SWR) sowie die Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK).

Mehr Informationen auf der Website der Stuttgarter Tage der Medienpädagogik

06. März 2015, Köln: „Mehrsprachigkeit als Brücke und Ressource zur Integration in Bildung und Beruf“ Kongress in Kooperation mit dem Bundesverband russischsprachiger Eltern

Mehrsprachigkeit wird in vielen Familien in Deutschland gelebt. So werden Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund oft ganz natürlich mehrsprachig erzogen. Ebenso lernen Schülerinnen und Schüler ganz selbstverständlich Fremdsprachen und ausländische Studierende und Fachkräfte bringen andere Sprachen mit. Deutschland als Migrationsgesellschaft wird kulturell und damit auch sprachlich immer vielfältiger. Ein bewusster Umgang mit Mehrsprachigkeit und eine gezielte Förderung spiegeln sich in erfolgreichen Bildungs- und Berufsbiografien wider.

Am 6. März findet der dritte und abschließende Kongress im Rahmen des Projektes „Mehrsprachigkeit als Brücke und Ressource zur Integration in Bildung und Beruf“ statt, veranstaltet von PHOENIX Köln e.V. in Kooperation mit dem Russisch-Deutschen Kulturzentrum e.V. in Nürnberg und dem Ausländerrat Dresden e.V.

Auf dem Kongress widmen sich Vorträge aus den Bereichen Wissenschaft und Politik sowie der praktischen Arbeit verschiedener Organisationen folgenden Themenschwerpunkten:

• Projektrückblick und Vorstellung der Ergebnisse.
• Was kommt nach Projektende? Den Blick in die Zukunft wagen.
• Ist Mehrsprachigkeit eine Brücke und Ressource zur Integration in Bildung und Beruf?
• Mehrsprachigkeit als allgemeines Bildungsziel und deren Bedeutung für die eigene Bildungsbiographie.
• Mehrsprachige Migrationsgesellschaft – in Deutschland Wirklichkeit?
• Mehrsprachigkeit – ein Thema in der Bundespolitik?

In der anschließenden Fishbowl-Diskussion können die TeilnehmerInnen unterschiedliche Sichtweisen auf das Thema „Mehrsprachigkeit“ kennenlernen und neue Ideen, Ziele und Strategien für sich und ihre Arbeit sammeln.

Datum: 06.03.2015
Zeit: 11:00 – 16:00 Uhr
Veranstaltungsort: Filmforum im Museum Ludwig, Bischofsgartenstraße 1, 50667 Köln

Anmeldeformular und Ankündigung als PDF
Mehr Informationen zum Projekt auf der Homepage von PHOENIX Köln

Ansprechpartnerin in Köln: Kira Titkova, k.titkova@phoenix-cologne.com, Tel.: 0221-30 19 59-52/-53
Ansprechpartnerin in Dresden: Olga Sperling, familien@auslaenderrat.de, Tel.: 0351-307 09 69

04. März 2015, Hannover: „Inklusion bedeutet Vielfalt! – Behindertenhilfe trifft Sport“ Fachtagung der Bundesvereinigung Lebenshilfe

Spätestens mit der Ratifizierung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen gilt: Alle gesellschaftlichen Teilbereiche – also auch der Sport – sollen barrierefrei in dem Sinne sein, dass Menschen mit Beeinträchtigungen an ihnen teilhaben können. Das stellt auch den organisierten Sport vor große Herausforderungen.

Denn: Echte Inklusion bedeutet mehr als das gemeinsame Sporttreiben von Menschen mit und ohne Behinderung. Es meint: Zugehörigkeit zum allgemeinen bundesdeutschen Sportsystem für Alle! Alle Menschen sollen barrierefreien und selbst bestimmten Zugang zum Sport haben, die aufgrund unterschiedlicher Persönlichkeitsmerkmale in Gefahr stehen, an den Rand der Gesellschaft gedrängt zu werden (Behinderung, Migration, Geschlecht, Alter, sexuelle Orientierung, soziale Schicht etc.).

Die Fachtagung widmet sich daher auch der Herausforderung einer allgemeinen Vielfalt im Sport – allerdings aus dem Blickwinkel „Behinderung“. Es werden die Anforderungen in den Blick genommen, die ausgesprochen vielfältige Gruppen von aktiven Sportlern an den organisierten Sport stellen. Auch werden Inhalte einer neuen, Heterogenität willkommen heißenden Didaktik des Sports diskutiert.

Neben einem Grußwort der Schirmherrin, Frau Verena Bentele, erwarten wir Fachbeiträge von Professorin Dr. Jeanne Nicklas-Faust – Geschäftsführerin der Bundesvereinigung Lebenshilfe, Professorin Dr. Gudrun Doll-Tepper – DOSB/Freie Universität Berlin und Professorin Dr. Heike Tiemann – Pädagogische Hochschule Ludwigsburg – aus verbandlicher, erziehungswissenschaftlicher und sportwissenschaftlicher Sicht, sowie ein moderiertes Gespräch „Inklusion bedeutet Vielfalt! – Herausforderung für den Alltag, Sport und das Zusammenleben“.

Frau Professorin Dr. Tiemann wird praktische Ansätze zum Umgang mit Vielfalt beschreiben, die anschließend in vier Arbeitsgruppen praxisorientiert ergänzend dargestellt werden (Familiensport, projektorientierte Bewegungsangebote, klassische Sportarten, Sportstrukturen). Zudem wird der DBS seinen neuen „Index für Inklusion im Sport“ vorstellen.

Zielgruppen
Die Fachtagung richtet sich an sportinteressierte Menschen mit und ohne Behinderung, Sport- und Erziehungswissenschaftler(innen), Verbandsvertreter(innen) und Interessierte, Praktiker(innen) aus dem Sport, der Behindertenhilfe und der Sozialen Arbeit.

 

Fachtagung Inklusion bedeutet Vielfalt! – Behindertenhilfe trifft Sport
Mittwoch, 04. März 2015, 11.00 bis 17.30 Uhr

Wo?
Akademie des Sports im LandesSportBund Niedersachsen
Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg 10
30169 Hannover

Kosten: 50,00 Euro inklusive Tagesverpflegung

Leitung:
Ulrich Niehoff – Referent für Wohnen und Leben in der Gemeinde, Bundesvereinigung Lebenshilfe
Dr. Volker Anneken – Geschäftsführer des Forschungsinstituts für Inklusion durch Bewegung und Sport (FIBS)

Anmeldelink
Veranstaltungsflyer zum Download

Mehr Informationen auf der Website der Lebenshilfe

Kontakt
Bei inhaltlichen Fragen wenden Sie sich bitte an
Ulrich Niehoff, Tel. 030 206411-124
E-Mail: Ulrich.Niehoff@lebenshilfe.de

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an
Ingrid Boßhammer, Tel. 06421 491-140
E-Mail: Ingrid.Bosshammer@lebenshilfe.de

Bildungsinstitut inForm der Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V.
Raiffeisenstraße 18
35043 Marburg
Telefon 06421 491-140, Telefax 06421 491-640

 

25. Februar 2015, Freising: „Gut versorgt in meiner Stadt – Mehr Lebensqualität durch qualifizierte Nahversorgung“ Tagung des DStGB

Am 25. Februar 2015 veranstalten der Bayerische Gemeindetag, die Stadt Freising und der Deutsche Städte- und Gemeindebund in Freising eine Tagung zum Thema qualifizierte Nahversorgung. Kommunale Fachleute diskutieren dabei verschiedene Aspekte der Nahversorgung im ländlichen Raum und welche Handlungsoptionen existieren.

Arbeitsplätze, Verkehrsinfrastruktur, Bildungs- und Betreuungseinrichtungen, medizinische Versorgung und Freizeitangebote gehören zu den wesentlichen Faktoren, die eine hohe Lebensqualität in Städten und Gemeinden ausmachen – und das alles im besten Fall in unmittelbarer Nähe. Dies gilt ebenso für wohnortnahe Einkaufsmöglichkeiten.

Eine hinreichende Infrastruktur im Bereich des Lebensmitteleinzelhandels ist bis heute ausschlaggebend für die Standortattraktivität einer Kommune. Der demografische Wandel und die fortschreitende Urbanisierung verstärken den Handlungsdruck vor Ort.

Was sind für Städte und Gemeinden dabei die Herausforderungen bis zur Errichtung eines erfolgreichen Nahversorgungskonzeptes? Wie können soziale, städtebauliche und ökonomische Determinanten in Einklang gebracht werden? Wie lassen sich Entscheidungs- und Planungsprozesse möglichst effizient gestalten? Diese und weitere Fragen greift die kostenlose Veranstaltung „Gut versorgt in meiner Stadt“ des Bayerischen Gemeindetages und des Deutschen Städte- und Gemeindebundes auf. Sie richtet sich an Oberbürgermeister, Bürgermeister und Entscheidungsträger aus Städten, Gemeinden und Landkreisen sowie die gesamte Fachöffentlichkeit.

Als Referenten sind neben Prof. Dr. Kurt Klein vom Institut für Immobilienwirtschaft (IRE|BS) an der Universität Regensburg und Cornelia Hesse, Direktorin für Straßenrecht, Umweltrecht und Landesplanung des Bayerischen Gemeindetages, Wolfgang Borst, Erster Bürgermeister der Stadt Hofheim i. UFr., Michael Losert und Alfred Peter, beide Geschäftsbereichsleiter Expansion der EDEKA Südbayern, eingeladen.

 

Mittwoch, 25. Februar 2015, 16:00 – 19:30 Uhr

Veranstaltungsort:
Großer Sitzungssaal der Stadt Freising
Marienplatz 1
85354 Freising

Programm zum Download und Anmeldelink

Weitere Informationen:
Erik Sieb, Deutscher Städte- und Gemeindebund
Telefon: 0228 95962-18, E-Mail: erik.sieb@dstgb.de

13.-15. Februar 2015, Berlin: „Kommunal aktiv – wie geht das?“ Workshop des Deutschen Frauenrings

Mehr Frauen in die Kommunalpolitik

Nach wie vor sind Frauen in politischen Führungspositionen unterrepräsentiert. Im Bundestag liegt der Frauenanteil zwar bei 36,5 Prozent, aber auf kommunaler Ebene liegt diese Quote durchschnittlich nur bei 25%. In kleineren Kommunen und in den kommunalen Führungspositionen sind Frauen auch heute noch selten vertreten.

In der Kommune erhält Politik Bedeutung für das tägliche Leben, wir gestalten unsere Kommune mit, in dem wir unsere Ideen einbringen – Missstände beheben helfen – Ziele mit anderen erarbeiten……… Unsere Demokratie lebt vom politischen Engagement der Bürgerinnen und Bürger und dies kann mit Politik in der eigenen Umgebung anfangen.

Mit unserem Projekt Kommunal aktiv – Frauen in die Politik möchten wir Frauen ansprechen, die sich für Engagement in ihrer Kommune interessieren, aber bislang nicht politisch aktiv waren. Vielleicht waren Sie bereits im Verein oder einer Bürgerinitiative aktiv. Vielleicht sind Sie bereits über die neuen Medien politisch engagiert. Vielleicht fühlen Sie sich von Ihren KommunalpolitikerInnen nicht gut vertreten. Dann ergreifen Sie jetzt die Initiative!

Mit unserer Workshop-Reihe wollen wir Wissen über politische Strukturen und Gestaltungsmöglichkeiten vermitteln und notwendige Kompetenzen erarbeiten und trainieren. Den teilnehmenden Frauen bietet sich die Möglichkeit des gegenseitigen Austausches und der Vernetzung untereinander.

Mehr Informationen finden Sie auf der Website des Projektes

13.-15. Februar 2015, Workshop 3: „Kommunal aktiv – wie geht das?“

Im Alltag läuft in Ihrer Kommune nicht alles rund. Sie haben Ideen, wie man es besser machen könnte, doch wissen nicht, wen Sie ansprechen sollen? In diesem Workshop wird an Beispielen gezeigt, wie Frauen Strategien zur Mitwirkung in Kommunen entwickeln und konkrete Schritte zur Umsetzung ihrer politischen Ziele unternehmen können. Sie trainieren die Fähigkeit, ihre Projekte überzeugend zu präsentieren.

Ort:  Europäische Akademie Berlin Bismarckallee 46-48, 14193 Berlin
Kosten: 120 € inkl. Unterbringung im Einzelzimmer und Verpflegung oder 50€ ohne Übernachtung/Frühstück
Kinderbetreuung kann bei Bedarf angeboten werden.
Anmeldeformular
Anmeldungen bis zum 09.02.2015

Veranstalter

Deutscher Frauenring e.V.
Bundesgeschäftsstelle
Brandenburgische Straße 22
10707 Berlin
Tel 030 – 88 71 84 93
Fax 030 – 88 71 84 94
mail (at) d-fr.de

04. Februar 2015, Berlin: „Wer Frauen stärkt, stärkt die Welt“ Informationsveranstaltung des UN Women Deutsches Komitee Deutschland und des Deutschen Frauenrats

Die Erklärung, die 1995 auf der vierten Weltfrauenkonferenz in Peking verabschiedet wurde, steht in diesem Jahr auf der Agenda der UN-Frauenrechtskommission (FRK) in New York. Vom 9. bis 20. März werden dort Regierungen der UN-Mitgliedsstaaten und zahlreiche NGOs über den Umsetzungsstand der Pekinger Aktionsplattform, zwanzig Jahre nach deren Vereinbarung, debattieren. Auch aus Deutschland werden VertreterInnen nach New York reisen. In Vorbereitung auf die FRK laden UN Women Deutsches Komitee Deutschland und der Deutsche Frauenrat zu einer Informationsveranstaltung am 4. Februar ein.Bunte Tauben in einem Kreis, der eingerahmt wird von dem Spruch: Empowering women, empowering humanity. Picture it!

Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 4. Februar 2015, im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Glinkastraße 24, 10117 Berlin, statt.
Informationsveranstaltung: 15:30 bis 16:30 Uhr
Dialogforum: 17:00 bis 19:00 Uhr

Das Dialogforum möchte VertreterInnen der Zivilgesellschaft, der Bundesregierung und des Parlaments sowie allen anderen Interessierten einen Überblick über die diesjährige Sitzung der Frauenrechtskommission geben, über Inhalte informieren und zum Austausch anregen. Vor dem Dialogforum bietet eine Informationsveranstaltung die Gelegenheit, sich über grundsätzliche Fragen zur Funktion der Frauenrechtskommission und ihrer Abläufe zu verständigen.

Als besonderes Angebot wird in diesem Jahr erstmals eine spezielle Informations-veranstaltung dem Dialogforum vorgelagert sein, die in die Funktion der Frauenrechts-kommission und ihre Abläufe einführt. Diese Einführung soll dazu dienen, die Prozesse dieser Fachkommission der Vereinten Nationen vorzustellen und über ihre Prozessabläufe zu informieren. Interessierte sind eingeladen von 15.30 – 16.30 Uhr teilzunehmen.

Bitte melden Sie sich für die Einführung und/oder das Dialogforum an: info@unwomen.de

Einladung und Programm zum Download
Mehr Informationen auf der Website des Deutschen Frauenrats

Veranstalter und Kontakt:
UN Women Nationales Komitee Deutschland e.V.
Wittelsbacherring 9
53115 Bonn
Tel. 0228 454934-0; Fax 0228 454934-29

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projektes „Vernetzung der nationalen Arbeit zu Gleichstellung und Chancengleichheit der Geschlechter mit der internationalen Arbeit von „UN WOMEN” zu Geschlechtergerechtigkeit und Frauenförderung“ statt und wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

02. Februar 2015, Köln: „Zur gesellschaftlichen Herstellung des biologischen Geschlechts“ Vortrag und Diskussion des Forums Inklusive Bildung

Was ist Sex? Ein Mann, eine Frau, danach Kinder? Und Geschlecht? Männer sind diejenigen mit Penis, Frauen die mit Vagina? Und sonst? Warum das alles doch nicht so einfach ist, und was Sex mit Geschlecht zu tun hat, erklärt der Biologe Heinz-Jürgen Voß in seinem Vortrag. Seit Mai 2014 leitet er in seiner Forschungsprofessur „Sexualwissenschaft und sexuelle Bildung“ am Institut für Angewandte Sexualwissenschaft an der Hochschule Merseburg das Forschungsprojekt „Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Traumatisierung“.

Bei der Beschäftigung mit dem Geschlecht waren ihm einige Erklärungen aus der Biologie zu einfach. Dabei stellte er die grundlegende Auffassung in Frage, dass es zwei biologische Geschlechter gebe. Außerdem glaubt er nicht, dass es biologische Gründe dafür gibt, mit welchen Menschen man Sex haben will. Voß stellt damit in Frage, was für die meisten als selbstverständlich gilt.

Das Kölner Beratungszentrum RUBICON unterstützt lesbische, schwule, bisexuelle, trans*idente sowie queer orientierte Menschen und ihre Familien selbstbewusst und selbstbestimmt zu leben und zu lieben! Die eigene Identität, Begehren, Geschlecht und sein Ausdruck sind wesentliche Aspekte in der Beratungstätigkeit der Sozialpädagogin* und Familientherapeutin* Şefik_a Mai.

„Zur gesellschaftlichen Herstellung des biologischen Geschlechts“
Termin: Montag: 2. Februar 2015, 17:30-19.30 Uhr
Ort: Fachhochschule Köln, Raum 113, Ubierring 40, 50678 Köln

Unsere Gesprächspartner_innen*: Heinz-Jürgen Voß und Şefik_a Mai

Wir freuen uns, nach den anregenden Diskussionen über die Konstruktionen von (geistiger) Behinderung und die Homogenisierung von Migrant_innen und Muslim_innen diesmal die Konstruktion von Geschlecht zu hinterfragen.

Der Vortrag ist Teil der Veranstaltungsreihe  „Die Erfindung der Anderen: Diskurse im Kontext von Inklusion“, Forum Inklusive Bildung im Wintersemester 2014/15.
Flyer „Erfindung der Anderen“

Kinderbetreuung
Ihre Kinder sind herzlich mit eingeladen. Bitte geben Sie uns eine Woche vorher Bescheid, damit wir die Veranstaltung dann kinderfreundlich planen können. Anmeldung bitte unter andrea.platte@fh-koeln.de

Inklusion
… verfolgt die Vision von sozialer Gerechtigkeit und zielt auf die Überwindung von Hürden, die Benachteiligung, Ausgrenzung und Diskriminierung verursachen.

Um die Gestaltung inklusiver Kulturen, Strukturen und Praktiken für Bildungseinrichtungen zu diskutieren, laden die Integrationsagentur der Arbeiterwohlfahrt Bezirksverband Mittelrhein e.V., die Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften der Fachhochschule Köln und die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft zu einer offenen Veranstaltungsreihe ein.

30. Januar-01. Februar 2015, Berlin: „Kommunal aktiv – Frauen in die Politik: Wer entscheidet? Die Interessen von Wirtschaft und Politik“ Workshop des Deutschen Frauenrings

Mehr Frauen in die Kommunalpolitik

Nach wie vor sind Frauen in politischen Führungspositionen unterrepräsentiert. Im Bundestag liegt der Frauenanteil zwar bei 36,5 Prozent, aber auf kommunaler Ebene liegt diese Quote durchschnittlich nur bei 25%. In kleineren Kommunen und in den kommunalen Führungspositionen sind Frauen auch heute noch selten vertreten.

In der Kommune erhält Politik Bedeutung für das tägliche Leben, wir gestalten unsere Kommune mit, in dem wir unsere Ideen einbringen – Missstände beheben helfen – Ziele mit anderen erarbeiten……… Unsere Demokratie lebt vom politischen Engagement der Bürgerinnen und Bürger und dies kann mit Politik in der eigenen Umgebung anfangen.

Mit unserem Projekt Kommunal aktiv – Frauen in die Politik möchten wir Frauen ansprechen, die sich für Engagement in ihrer Kommune interessieren, aber bislang nicht politisch aktiv waren. Vielleicht waren Sie bereits im Verein oder einer Bürgerinitiative aktiv. Vielleicht sind Sie bereits über die neuen Medien politisch engagiert. Vielleicht fühlen Sie sich von Ihren KommunalpolitikerInnen nicht gut vertreten. Dann ergreifen Sie jetzt die Initiative!

Mit unserer Workshop-Reihe wollen wir Wissen über politische Strukturen und Gestaltungsmöglichkeiten vermitteln und notwendige Kompetenzen erarbeiten und trainieren. Den teilnehmenden Frauen bietet sich die Möglichkeit des gegenseitigen Austausches und der Vernetzung untereinander.

Mehr Informationen finden Sie auf der Website des Projektes.

30. Januar – 01. Februar 2015, Workshop 2: Wer entscheidet? Die Interessen von Wirtschaft und Politik

In diesem Workshop werden wirtschaftliche Zusammenhänge vermittelt und dem Einfluss der Wirtschaft auf die Politik nachgegangen. Welche Rolle spielt Lobbyarbeit, wie transparent ist sie und welche Strategien sind in der Lobbyarbeit für Ziele der Zivilgesellschaft erfolgreich? Die Teilnehmerinnen lernen, wie sie mit eigener Lobbyarbeit auf ihre Ziele hinarbeiten können.

Ort:  Europäische Akademie Berlin, Bismarckallee 46-48, 14193 Berlin
Kosten: 120 € incl. Unterbringung im Einzelzimmer und Verpflegung oder 50€ ohne Übernachtung/Frühstück
Kinderbetreuung kann bei Bedarf angeboten werden.
Anmeldeformular
Anmeldungen bis zum 23.01.2015

Veranstalter

Deutscher Frauenring e.V.
Bundesgeschäftsstelle
Brandenburgische Straße 22
10707 Berlin
Tel 030 – 88 71 84 93
Fax 030 – 88 71 84 94
mail (at) d-fr.de

15. Dezember 2014, Berlin: „’Aufregend bunt, vielfältig normal!‘ Zur Bedeutung von Managing Diversity in Betrieb und Verwaltung“ 15. Gender-Fachdialog der ver.di Bundesverwaltung

Diversity ist aufregend bunt! Diversity ist vielfältig normal! Dies ist das Ziel von Managing Diversity in Betrieb und Verwaltung – besonders dort, wo es heute noch keine Selbstverständlichkeit ist.

Unter der Überschrift „Transfer in die Arbeit der Interessenvertretung?!“ werden in diesem 15. Fachdialog Gender entsprechend folgende Fragen im Mittelpunkt stehen:

  • Welche Diversity-Kategorien – möglicherweise auch in Kombination im Sinne der Intersektionalität – sollen aufgrund ihrer Relevanz für Interessenvertretungen in Betrieben und Verwaltungen vertiefend bearbeitet werden?
  • Welche Chancen und nächsten Schritte der Umsetzung existieren?
  • Welche Institutionen und Akteur_innen können dazu beitragen? Welche Bedeutung kommt dabei den Gewerkschaften und Möglichkeiten der Vernetzung zu?

Programm und Anmeldung

Wann und wo?
15. Dezember 2014
11.00-16.30 Uhr
ver.di Bundesverwaltung
Paula-Thiede-Ufer 10

Abschließende Diskussion im Plenum

Das Plenum des Bundesforums Familie während der Netzwerkversammlung 2014

Das Plenum des Bundesforums Familie während der Netzwerkversammlung 2014

Die abschließende Diskussion drehte sich um drei zentrale Aspekte. Zum einen diskutierte das Plenum die Bedeutung von Partizipation für Inklusion mit den drei Referent/innen. Hierzu wurde festgestellt, dass Partizipation deutlich mehr sei als nur Teilhabe: es gehe vielmehr um Mitentscheidung beziehungsweise Mitbestimmung. Auch in der BRK spiele Partizipation eine bedeutende Rolle, so definiere die BRK in ihrer Präambel Behinderung Resultat der Interaktion zwischen Menschen mit Einschränkungen und einstellungs- und umweltbedingten Barrieren, die die volle und effektive Partizipation an der Gesellschaft auf gleicher Basis mit anderen behindere. Dr. Wrase verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass es Ziel von Inklusion sei, die größtmögliche Partizipation zu ermöglichen. Die Partizipation selbst sei also das Ziel, währenddessen Inklusion die Ausgestaltung der Systeme beträfe, um eben jenes Ziel zu erreichen. Im Umkehrschluss sei Inklusion nur dann erreichbar, wenn – am Beispiel der inklusiven Schule – Eltern und Kinder an dem Prozess der Ausgestaltung eines inklusiven Bildungssystems partizipieren könnten, im Sinne von mitentscheiden.

Ein zweiter Diskussionsstrang befasste sich mit der Frage, wie es zu dem aktuell bestehenden Bildungssystem Deutschlands gekommen sei, schließlich sei die deutsche Sonder- oder Förderschule weltweit einmalig. Dr. Arnade beleuchtete den Sachverhalt historisch und hielt fest, dass auch mit Ende des nationalsozialistischen Deutschlands 1945 leider nicht automatisch das damals vorherrschende Gedankengut „Behindertes Leben ist minderwertig“ in der Gesellschaft ausgelöscht gewesen sei. So hätten die Sonderschulen zu Beginn auch eine ganz klare Schutzfunktion gehabt. Die Entwicklung in Deutschland sei an dieser Stelle einfach stehen geblieben. Prof. Dr. Eckert gab vor diesem Hintergrund auch zu bedenken, dass das deutsche Schulsystem Inklusion in sich nicht vorgesehen habe, schließlich beruhe es mit seinen Gymnasien, Haupt- und Realschulen grundsätzlich auf dem Prinzip von homogenen Lerngruppen. Das angelsächsische Schulsystem beispielsweise sei mit seinen comprehensive schools und dem Prinzip der möglichst langen gemeinsamen Beschulung für Inklusion deutlich besser geeignet, bestätigte auch Dr. Wrase. Hierüber entspann sich zudem die Frage inwieweit die in Deutschland stark ideologisch aufgeladene Debatte über die inklusive Schule ihre Berechtigung in der BRK habe, ob also ein Elternwahlrecht in der Konvention vorgesehen sei. Dr. Arnade führte hierzu aus, dass mit der Ratifizierung der BRK sich die Staaten ganz klar zu einem inklusiven Bildungssystem verpflichteten, ein Elternwahlrecht sehe die BRK nicht vor. Wie in der öffentlichen Debatte gab es auch im Plenum zu diesem Punkt unterschiedliche Meinungen, aber unabhängig von der Frage ob zwei parallel bestehende Schulsysteme als wünschenswert betrachtet wurden, waren sich alle Beteiligten darin einig, dass die Elternperspektive von zentraler Bedeutung für die Ausgestaltung von Inklusion ist.

Auf dem Podium: Prof. Dr. Andreas Eckert, Dr. Michael Wrase, Dr. Sigrid Arnade (v.l.n.r.)

Auf dem Podium: Prof. Dr. Andreas Eckert, Dr. Michael Wrase, Dr. Sigrid Arnade (v.l.n.r.)

Mit der ganz praktischen Umsetzung der BRK in der Realität beschäftigte sich ein dritter Aspekt der Diskussion und zwar mit der Frage nach der Deutung der Formulierung „im Rahmen des Möglichen und Zumutbaren“. So sei eben jene Formulierung häufig ein Hinderungsgrund in der Umsetzung inklusiver Maßnahmen vor Ort, da sie interpretierbar wäre. Dr. Wrase räumte ein, dass diese konkrete Passage bewusst so gehalten wäre um der Individualität der Kinder gerecht werden zu können. Allerdings gäbe es durchaus Konkretisierungen. So müssten die Vorkehrungen zu den individuellen Beeinträchtigungen passen. Im Sinne des Zumutbaren müsse sich das Niveau aktuell dem der Förderschulen entsprechen. Dr. Arnade fügte hinzu, dass die BRK sehr wohl darauf einginge, dies jedoch nicht ins deutsche Recht übertragen sei. So sollte der Aspekt der Vorkehrungen in das Behindertengesetz und der der Vorhaltung dieser in das AGG aufgenommen werden, um eine Ahndung zu ermöglichen.

Die Diskussion schloss damit, dass viele bisher unbefriedigende Punkte bei der Umsetzung von Inklusion durch die Einführung der „großen Lösung“ und eine Lockerung im Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern erreicht werden könnte.

Seite 1: Netzwerkversammlung 2014
Seite 2: Dr. Michael Wrase: Inklusion als (Menschen-)Recht?!
Seite 3: Dr. Sigrid Arnade: Die UN-BRK aus der Perspektive der Zivilgesellschaft
Seite 4: Prof. Dr. Andreas Eckert: Lebenslagen von Familien mit einem Kind mit einer BehinderungSeite 5: Abschließende Diskussion im Plenum

Andreas Eckert: Lebenslagen von Familien mit einem Kind mit einer Behinderung

Den dritten und letzen Input an diesem Tag hielt Prof. Dr. Andreas Eckert von der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik in Zürich. Als Pädagoge beleuchtete er die Lebenslagen von Familien mit einem Kind mit Behinderung vor dem Hintergrund der UN-BRK. Zunächst ordnete er hierzu die Begriffe „Familie“ und „Behinderung“ im Zusammenhang mit der BRK ein. So hielt er fest, dass Behinderung ein sehr relativer Begriff sei, bei dem es um die Wechselwirkung zwischen Bedingungen, Hilfsangeboten und subjektiver Wahrnehmung ginge. Befasse man sich mit Familien mit Behinderung müsse die Ressourcenperspektive im Vordergrund stehen und nicht die Belastung, so würden sich die betroffenen Familien selbst zwar in einem „ständigen Spannungsfeld von besonderen Herausforderung und einem hohen Zufriedenheitserleben“ aber eben doch als „ganz normale Familie“ sehen. Dabei müsse des Weiteren beachtet werden, dass auch Familien mit Behinderung eine heterogene Gruppe seien – ebenso wie andere Familien auch – die sich nur in einem Kriterium, dem der Behinderung, glichen. Seine Einleitung rundete er schließlich mit der Erwähnung der Denkschrift der Bundesregierung zur BRK ab. Dort, so Prof. Dr. Eckert, würde explizit auf Familien eingegangen. Im Mittelpunkt stünde hier der Kooperationsgedanke zwischen Eltern und Fachkräften. Augenscheinlich wird dies beispielsweise an den Artikeln 7 und 23:

„Auch die Eltern sollen intensiv in Planung und Gestaltung der Hilfen einbezogen werden. Dabei soll den besonderen Bedürfnissen der Eltern und Kinder Rechnung getragen.“

sowie Artikel 25:

„Die individuell erforderlichen Leistungen werden in Zusammenarbeit mit den Eltern in einem interdisziplinär entwickelten Förder- und Behandlungsplan zusammengestellt.“

Prof. Dr. Andreas Eckert, Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik Zürich

Prof. Dr. Andreas Eckert, Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik Zürich

Im zweiten Teil seines Vortrages stellte Prof. Dr. Eckert die Besonderheiten von Familien mit einem Kind mit Behinderung mit den Ressourcen der Familien und ihren Bedürfnissen gegenüber. So entstünden Besonderheiten insbesondere in der Alltagsgestaltung je nach individueller Behinderung des Kindes sowie der Lebenssituation der Familie als Ganzes. Oft würden sich Eltern zudem mit unterschiedlichen Wertvorstellungen auseinandersetzen müssen. Denn häufig seien die in der Gesellschaft vorherrschenden Wertvorstellungen mit einem Kind mit Behinderung nicht erfüllbar und würden beispielsweise kollidieren mit denen auf Geschwisterkindern ohne Behinderung angewendeten Werten. Nach seiner Erfahrung führt diese Auseinandersetzung oft zu einer Weiterentwicklung der Eltern. Eine weitere Besonderheit sei die Veränderung sozialer Beziehungen. Dabei sei zu bedenken, dass auch hier die Heterogenität der Familien zum Tragen käme und nicht alle Eltern gleich handeln würden. Vielfach jedoch würden sich die sozialen Beziehungen dahingehend verändern, dass Eltern den Kontakt zu anderen Familien in ähnlichen Situationen suchen würden, da man in diesem Umfeld weniger erklären müsse. Anhand dieser Auflistung der Besonderheiten werde eines deutlich, so Prof. Dr. Eckert: Es gebe bei Familien mit Behinderung nicht per se mehr Belastungen wohl aber ein erhöhtes Potential möglicher Belastungen. Für die Familienförderung und die Unterstützung von Familien mit Kindern mit Behinderung sei nun eine Analyse der vorhandenen Ressourcen besonders wichtig. Hier stellte er eine Auflistung von Ressourcen in der Bewältigung möglicher Belastungen von Retzlaff (2010) vor, anhand derer deutlich wurde, dass die Familien selbst eine zentrale Rolle hierbei spielen, beispielsweise seien der familiäre Zusammenhalt, die Zufriedenheit mit der Partnerschaft und die ausgeglichene Balance familiärer Bedürfnisse wichtige Ressourcen. Daneben käme es insbesondere auch auf die sozialen Unterstützungssysteme an. Letzter Punkt in diesem Dreiklang sind die Bedürfnisse von Eltern mit behindertem Kind, die es zu beachten gebe. Derer gibt es nach Prof. Dr. Eckert vier und zwar: Informationsgewinnung (zum besseren Verständnis, wenn zum Beispiel die intuitiven Erziehungskompetenzen nicht mehr greifen), Beratung (zentrale Ansprechpartner/innen), Entlastung (durch professionelle Angebote) sowie Kommunikation und Kontaktgestaltung im Zusammenspiel von Eltern und Fachkräften.

Familienorientierung in der Kooperation

Legt man dies nun einer familienorientierten Kooperation zwischen Eltern und Fachleuten zugrunde, ergeben sich nach Sarimski und anderen (2013) eine Vielzahl möglicher positiver Beiträge, zum Beispiel eine durch Vertrauen, Respekt, Ehrlichkeit und offene Kommunikation charakterisierte Beziehungsgestaltung, die bedürfnisorientierte Mobilisierung von Ressourcen in interdisziplinären Kooperationen oder auch die Unterstützung der Familien bei der selbstständigen Lösung ihrer Probleme. Herunter gebrochen auf die UN-BRK wiederum wären entsprechend die nachfolgenden Ableitungen denkbar:

  • Bereitstellung (früher) Beratungs- und Informationsangebote für Eltern mit einem Kind mit einer Behinderung,
  • Einbeziehung von Elternpositionen in eine „wertschätzende“ Inklusionsdebatte – Auseinandersetzung mit divergenten Vorstellungen,
  • Elternwahlrecht bei der Entscheidung zwischen inklusiven und speziellen institutionellen Settings,
  • sowie Kooperation und Vernetzung als Leitidee.

Der Input von Prof. Dr. Andreas Eckert zum Download.

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Sigrid Arnade: Die UN-BRK aus der Perspektive der Zivilgesellschaft

Dr. Sigrid Arnade, Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben Deutschland (ISL) e.V.

Dr. Sigrid Arnade, Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben Deutschland (ISL) e.V.

Dr. Sigrid Arnade, Geschäftsführerin der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland, knüpfte ihren Vortrag nahtlos an den Dr. Wrases an. So griff sie die Anmerkungen Dr. Wrase zur fehlerhaften Übersetzung der BRK auf und wusste zu berichten, dass die vorliegende amtliche Übersetzung nicht aus Unkenntnis entstanden sei, sondern durchaus in vollem Bewusstsein der Kultusminister/innen vorgenommen worden wäre. So sei unter anderem auf eine korrekte Übersetzung des Begriffs „assistance“ mit „Assistenz“ verzichtet worden. Stattdessen finde sich in der amtlichen Übersetzung „Hilfe“, was einen deutlich geringeren Grad der Selbstbestimmung impliziert. Es existiere jedoch eine sogennante Schattenübersetzung des NETZWERKS ARTIKEL 3. Daran anschließend brachte Dr. Arnade den Teilnehmenden den Inklusionsbegriff aus Sicht der Zivilgesellschaft näher und zog dabei das Modell von Katarina Tomasevski (2002) heran, welche vier Entwicklungsstadien des Rechtes auf Bildung unterscheide. Beginnend mit der Exklusion über die Separation, also einem allgemeinen Recht auf Bildung für alle in unterschiedlichen Systemen, gehe das Modell über das dritte Stadium, das mit „Assimilation durch Integration“ gleichgesetzt werden könne, bis hin zur wirklichen Gleichberechtigung, die schließlich durch ein inklusives Schulsystem erreicht wird. Gleichberechtigung wird in diesem vierten Stadium dadurch erreicht, dass sich die Gesellschaft ändert und nicht die Individuen an die Gesellschaft angepasst werden. Dabei stellte Dr. Arnade deutlich heraus, dass Inklusion mehr ist als das Recht von Kindern auf Bildung. So betreffe Inklusion neben der Bildung und Ausbildung auch Bereiche wie Gesundheit, Erwerbstätigkeit, Familienleben, Mobilität, Kommunikation, Rechtsstellung und gelte für alle Menschen, unabhängig von Behinderungen, Geschlecht, sozialer und kultureller Hintergründe sowie Lebensphasen.

Die BRK und der Parallelbericht der BRK-Allianz

In einem nächsten Schritt ging sie auf die BRK und die Verweise innerhalb der Konvention zu „Familie“ ein. Hier benannte sie die Artikel 22, 23 und 28 als zentral. In diesen wird auf die Aspekte der Privatsphäre, der Wohnung und der Familie sowie des angemessenen Lebensstandards und sozialer Schutz eingegangen. Von hier aus führte Dr. Arnade die Teilnehmenden weiter zu den Vorstellungen der Zivilgesellschaft hinsichtlich der Umsetzung der BRK in Deutschland. So habe sich die sogenannte BRK-Allianz bestehend aus rund 80 Verbänden, von ABiD/ISL über Gewerkschaften bis hin zur Wohlfahrts- und Elternverbänden, gegründet, aus deren Feder auch der Parallelbericht „Für Selbstbestimmung, gleiche Rechte, Barrierefreiheit, Inklusion!“ stammt und deren Sprecherin sie ist. So müssten die ratifizierenden Staaten innerhalb von zwei Jahren einen ersten Bericht zur Umsetzung der BRK bei der UN vorlegen und neben dem Bericht seitens der Regierung gebe es auch immer einen Bericht der Zivilgesellschaft. Auf Basis dieser beiden Berichte stehe im April 2015 ein konstruktiver Dialog zwischen UN, Bundesregierung und der Zivilgesellschaft an. In diesem Zusammenhang ging Dr. Arnade auf die Forderungen der BRK-Allianz in Bezug auf Familien ein, dazu gehören: die Regelung der Frühförderung als Komplexleistung, die Realisierung der „großen Lösung“, die Verankerung von Elternassistenz und begleiteter Elternschaft, die Aufnahme des Menschenrechts auf Familienplanung und Elternschaft in entsprechende Aus- und Fortbildungen sowie die einkommens- und vermögensunabhängige Gewährung von Teilhabeleistungen.

In ihren letzen beiden Punkten ging sie auf die Bereiche Frühförderung sowie Elternassistenz und begleitete Elternschaft näher ein. Größtes Problem seien bei der Frühförderung die Schnittstellen zwischen Leistungsträgern, die den Zugang zu den seit 2001 als Komplexleistung im SGB IX verankerten Angeboten erschwerten. Lediglich in „Sonderwelten“, also im Bereich der Förderschule, funktioniere das System, die Inklusion aber werde massiv erschwert. Dr. Arnade sieht hier akuten gesetzgeberischen Handlungsbedarf. Hinsichtlich Elternassistenz und begleiteter Elternschaft würde die BRK zur Bereitstellung dieser Leistungen verpflichten, jedoch gebe es in deutschen Gesetzen keine eindeutigen Regelungen. Entsprechend müssten Eltern immer wieder aufs Neue mit Behörden um Assistenzleistungen kämpfen und auch vor Gericht erstreiten. Dr. Arnade schloss ihren Vortrag mit der Hoffnung auf Besserung durch das Bundesteilhabegesetz, an dem aktuell gearbeitet werde und mit dem unter anderem auch die „große Lösung“ forciert werden solle.

Der Input von Dr. Sigrid Arnade zum Download. Mehr Informationen zur BRK-Allianz und dem Parallelbericht unter www.brk-allianz.de. Der Parallelbericht kann auch als gedruckte Version bei der Aktion Mensch bestellt werden. Die Schattenübersetzung der Konvention vom NETZWERK ARTIKEL 3 steht als PDF zur Verfügung oder beim Netzwerk bestellt werden.

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