14.-15. Juni 2021, Magdeburg: „Familienbildung für alle?! Zwischen Anspruch und Wirklichkeit“ Fachtagung der evangelischen arbeitsgemeinschaft familie

»Evangelische Familienbildung wendet sich an alle Menschen, die Familie als Lebens- und Verantwortungsgemeinschaft in ihrer ganzen Vielfalt leben.« So oder so ähnlich lauten viele Formulierungen, die den Anspruch Evangelischer Familienbildung beschreiben. Wie sieht aber die Wirklichkeit in unseren Einrichtungen und unserer (Arbeits-)Umgebung aus? Wie vielfältig sind die Menschen, ihre Familienformen, unsere Angebote, unser Team? Und was heißt überhaupt „Vielfalt“?

Der eaf-Präsident PD Dr. Martin Bujard ist Forschungsdirektor am Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung und im Forschungsbereich Familie und Fertilität tätig. In seinem Eröffnungsvortrag wird er uns einen demografischen Überblick der Bevölkerungsstruktur sowie zu den Familienleitbildern und deren Bedeutung für das Familienleben geben.

Die Robert-Bosch-Stiftung hat 2019 das Vielfaltsbarometer „Zusammenhalt in Vielfalt“ herausgegeben und beschreibt Vielfalt als ein schwer zu fassendes Konstrukt. Was verstehen wir unter Vielfalt? Erleben wir sie als Bereicherung, Bedrohung oder Herausforderung? Die Arbeitswelt spricht von „Diversity Management“ und sieht in der Vielfalt den Schlüssel zum Erfolg. Dieser Diversity-Ansatz beinhaltet verschiedene Dimensionen des menschlichen Zusammenlebens, auch die soziale Kompetenz im Umgang mit Vielfalt. In diesen Themenkomplex, der einerseits die Konzepte und Zusammenhänge von Diversity – Diskriminierung – Inklusion beleuchtet und andererseits einen Blick auf mögliche Umsetzungsstrategien wirft, wird Ann-Sofie Susen einführen. Sie ist Projektleiterin des Mobilen Beratungsteams Berlin für Demokratieentwicklung im Geschäftsbereich Lebenslagen, Vielfalt & Stadtentwicklung der Stiftung SPI.

Sara Reiter von der Universität Münster wird die Ergebnisse ihrer Studie in NRW mit Blick auf die Familienbildung in den Mittelpunkt stellen und auf einige Herausforderungen hinsichtlich des Umgangs mit migrationsbedingter Diversität eingehen.

Mehr Informationen auf der Website der eaf

 

03. November 2020, online: „Vater werden ist nicht schwer“ Online Tagung von Männerarbeit in der Ev. Kirche & Gemeinschaft der katholischen Männer Deutschlands

Vaterschaft neu denken angesichts aktueller Diskussionen um Abstammungsrecht und Reproduktionstechnologie

Die heutigen Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin, neuere Familienmodelle, sich abzeichnende Änderungen im Abstammungsrecht, z.B. für schwule Vaterschaft, etc. verändern die Bilder und Konzepte von Vaterschaft. Die Tagung informiert über familiensoziologische, rechtliche und ethische Hintergründe. Praktische Fragen verschiedener Lebensfelder wie unerfüllter Kinderwunsch, Schwangerschaftsabbruch, Paarberatung, schwule Vaterschaft oder soziale Väter / Patchworkfamilien werden in Workshops diskutiert. Neben Information soll auf der Tagung auch Raum für einen Diskurs sein als Beitrag für einen konstruktiven Umgang mit dem Thema in Seelsorge und Beratung von Männern. Eingeladen sind MultiplikatorInnen, die mit dem Themenspektrum befasst sind, insbesondere AkteurInnen aus der Männer- und Väterarbeit und -seelsorge und alle Interessierten und Betroffenen.

Weitere Informationen, Programm & Anmeldung auf der Website der Tagung

Netzwerktreffen: Erscheinung Publikation „Partizipation ermöglichen, Demokratie gestalten, Familien stärken“ und thematischer Auftakt „Familie, Wohnen und kommunale Infrastruktur“ am 02. März 2020

Knapp 50 Teilnehmende aus den Mitgliedsorganisationen des Bundesforums Familie kamen am 02. März 2020 im Festsaal der Stadtmission am Hauptbahnhof zum ersten Netzwerktreffen des Jahres zusammen.

Übergabe der Publikation „Partizipation ermöglichen, Demokratie gestalten, Familien stärken“

Im ersten Teil des Tages wurde mit der Übergabe der Abschlusspublikation „Partizipation ermöglichen, Demokratie gestalten, Familien stärken“ die Themenperiode der Jahre 2018/19 auch formal abgeschlossen. Die Vorstellung und Diskussion der Ergebnisse der Themenperiode hatte bereits in der Netzwerkversammlung im Oktober 2019 stattgefunden. Die nun vorliegende Abschlusspublikation wurde zu Beginn des Tages an die Vorsitzende des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Sabine Zimmermann, MdB, übergeben. In ihrem Grußwort bedankte sich Frau Sabine Zimmermann bei den Mitgliedern des Bundesforums Familie für die intensive Arbeit der letzten zwei Jahre und hob die Bedeutung des Bundesforums Familie als Plattform für den offenen inhaltlichen Austausch mit fundierten Ergebnissen hervor. Vor allem unterstrich Zimmermann die Kernthesen der Broschüre, die auf den ersten Seiten der Publikation wichtige inhaltliche Ergebnisse der Themenperiode zusammenfassen und die Grundhaltung der Organisationen widerspiegeln.

Bestandsaufnahme „Familie, Wohnen und kommunale Infrastruktur“

Herangehensweise der Themenbearbeitung

Die nun begonnene Themenperiode 2020/21 „Familie, Wohnen und kommunale Infrastruktur“ bildete den Schwerpunkt des weiteren Tages. Bereits im Vorfeld der Veranstaltung waren vom Beirat des Bundesforums Familie auf Grundlage der Themensammlung des Netzwerktreffens am 21. Oktober 2019 drei Grundthemen identifiziert worden. Sie sollen jeweils in thematischen Fachforen behandelt werden:

  1. Kommunale Infrastruktur für Familien: Wie sind die Bedarfe und die Angebote?
  2. Zukunftsvisionen & alternative Wohnformen für Familien
  3. Gutes Wohnen für Familien: Eine Aufgabe für Staat und Zivilgesellschaft

Für jedes Fachforum wird sich aus dem Kreis der Mitgliedsorganisationen eine Ad-Hoc-Arbeitsgruppe bilden, die die jeweilige Veranstaltung gemeinsam mit der Geschäftsstelle vorbereitet und im Anschluss an die Veranstaltung in einer intensiven Nachbereitung die Diskussion analysiert und die Ergebnisse herausarbeitet.

Einen ersten Einblick in das Thema „Familie, Wohnen und kommunale Infrastruktur“ gaben beim Netzwerktreffen Uwe Lübking (Deutscher Städte- und Gemeindebund) und Dr. Christina Boll (Deutsches Jugendinstitut).

Einführung in das Thema I: „Familien und kommunale Infrastruktur“ (Uwe Lübking)

Uwe Lübking, Beigeordneter des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, beschrieb in seinem Vortrag „Familien und kommunale Infrastruktur“ die aktuelle Lage der öffentlichen Daseinsvorsorge in den Kommunen. Er stellte fest, dass aus dem Sozialstaatsprinzip abgeleitet würde, dass alle Menschen ein Recht auf gleichwertige Lebensverhältnisse haben. Zugleich fragte er, was dies genau bedeute. Lübking beschrieb als Beispiel, dass Kinder je nach Region sehr unterschiedliche Schulwege hätten, die Schule wäre teilweise bis zu einer Stunde entfernt. Ähnlich gebe es große Entfernungen zu anderen Einrichtungen der Nahversorgung, wie zum Beispiel zu Kinderärzt*innen und Kindertageseinrichtungen – teilweise müssten Familien einen Weg von fast 20km in Kauf nehmen, um die nächstgelegene Kinderarztpraxis zu erreichen. Gegenüber der Stadt biete ein Leben in ländlichen Regionen jedoch andere Vorteile für Familien, Baugrund und Mieten beispielsweise seien deutlich günstiger als in Metropolregionen, sodass für Familien Wohnraum bezahlbarer sei.

Um die Probleme in der öffentlichen Daseinsvorsorge anzugehen, sprach sich Lübking dafür aus, von der bisherigen Fragmentierung der Fachämter weg zu kommen mit dem Ziel einer übergreifenden Zusammenarbeit. Ebenfalls forderte Lübking eine integrierte Quartiersplanung unter Beteiligung jeweils der Menschen, die vor Ort lebten. Dies sei zwar aufwendiger, jedoch deutlich nachhaltiger und bedarfsgerechter als eine Quartiersplanung ohne Partizipation. Lübking wies darauf hin, dass Prävention in den Jugendämtern zu stark vernachlässigt werde. Dies sei in den fehlenden Ressourcen begründet – eine Weiterentwicklung sei hier unabdingbar. Neben vielen Herausforderungen, die sich für die jeweiligen Städte, Kommunen und Regionen ergäben, verwies Lübking jedoch auch auf gut funktionierende Strukturen und Projekte. Vorzeigeprojekte gebe es vor allem in kleineren und mittelgroßen Städten, die in die Breite getragen werden müssten.

Einführung in das Thema II: „Familie und Wohnen: Rolle von Markt, Staat und Zivilgesellschaft“ (Dr. Christina Boll)

Dr. Christina Boll, Abteilungsleiterin im Deutschen Jugendinstitut, ging in ihrem Vortrag „Familie und Wohnen: Rolle von Markt, Staat und Zivilgesellschaft“ insbesondere auf den Wohnungsimmobilienmarkt und die entsprechenden Instrumente der Politik ein. Eine aktuelle Analyse des Wohnungsmarktes zeige, dass die Preise für das Wohnen stets anstiegen, was vor allem Geringverdiener*innen, Familien, Studierende und Rentner*innen stark belaste. Ebenso gebe es eine große Diskrepanz zwischen dem Nachfrageüberhang in Städten und zahlreichen Leerständen in ländlichen Räumen. Boll erläuterte die Funktionsweise des Immobilienmarktes sowie verschiedene staatliche Maßnahmen auf der Angebotsseite (sozialer Wohnungsbau) sowie der Nachfrageseite (Wohngeld, Baukindergeld, Mietkauf) und besprach hier die Vor- und Nachteile. Des Weiteren wurde auf die Mietpreisbremse eingegangen und der aktuelle Mietpreisdeckel vorgestellt, dessen Wirkung innerhalb der nächsten zwei Jahre (und somit noch im Themenbearbeitungszeitraum des Bundesforums Familie) voraussichtlich sichtbar werden wird. Boll resümierte, dass es wichtig sei, dass der Staat in seiner Rolle das Angebot ausweite (z.B. Bereitstellung von Bauland) sowie die sozialverträgliche Allokation sicherstelle und maßvoll in den Preismechanismus eingreife. Die Zivilgesellschaft hätte in seinen unterschiedlichen Rollen ebenfalls Möglichkeiten den Wohnungsmarkt zu beeinflussen, so zum Beispiel durch eine verstärkte Weiterentwicklung gemeinschaftlicher Wohnformen, die Betonung familienspezifischer Bedarfe im wohnungspolitischen Diskurs und Entscheidungen sowie die Diskussion über den Wohnflächenbedarf einzelner Bürger*innen, die auch im Sinne der Nachhaltigkeit zu führen sei.

Parallele Diskussionsgruppen

Am Nachmittag wurden in drei parallel stattfindenden Diskussionsgruppen Fragen und Themen identifiziert, die in den jeweiligen Fachforen diskutiert werden sollen. Darüber hinaus erarbeiteten die Mitglieder des Bundesforums eine Zielstellung für die jeweiligen Fachforen sowie operative Umsetzungsmöglichkeiten, diese zu erreichen. Auch formierten sich aus den Diskussionsgruppen die Ad-Hoc-Arbeitsgruppens für die Vor- und Nachbereitung der Fachforen.

In allen Gruppen wurde dabei deutlich, dass das Thema im Austausch mit externen Expert*innen diskutiert werden soll um neue Perspektiven zu entwickeln sowie Wissen auszutauschen.

Fachforen im Herbst

Die ersten beiden Fachforen sind für Herbst 2020 in Berlin geplant: Am 14. September 2020 steht das Thema „Kommunale Infrastruktur für Familien“ auf dem Programm und am 17. November 2020 dreht sich alles um „Zukunftsvisionen & alternative Wohnformen für Familien“.

Bei Interesse, in einer der Ad-Hoc-Arbeitsgruppen mitzuarbeiten, können weitere Mitglieder sich gerne bei der Geschäftsstelle unter info@bundesforum-familie.de melden.

21. Oktober 2020, Nürnberg: „Kinder- und Jugendrechte ernst nehmen und stärken“ Fachtag der eaf Bayern

Die UN-Kinderrechtskonvention ist das wichtigste Menschenrechtsinstrumentarium für Kinder und gehört zu den neun internationalen Menschenrechtsverträgen. Mit dem Übereinkommen haben die Vereinten Nationen dem Schutz der Kinder den gebührenden wichtigen Rahmen gegeben. Das Abkommen wurde 1989 verabschiedet und ist am 2.9.1990 in Kraft getreten. Deutschland hat die Erklärung 1992 zunächst mit Einschränkungen, erst im Jahr 2010 uneingeschränkt unterzeichnet. Weltweit – auch in Deutschland – werden die Kinder- und Jugendrechte oft verletzt bzw. nicht ausreichend in den Blick genommen und umgesetzt. Wir möchten im Rahmen des Fachtages mit Ihnen als Akteur*innen für Familien und deren Kinder und Jugendliche auf der Basis der Erklärung einige wesentliche und besonders aktuelle Lebenslagen und Situationen im Leben von Kindern und Jugendlichen im Hinblick auf ihre Rechte vertiefen. Ebenso möchten wir gemeinsam überlegen, was sich dazu auch in Deutschland verändern muss, damit die Rechte aller Kinder und Jugendlichen tatsächlich ernst genommen und gestärkt werden.

Tagungsleitung: Renate Zeilinger, zeilinger@diakonie-bayern.de

Tagungsort
Jugendherberge Nürnberg
Burg 2 | 90403 Nürnberg

Anmeldung
Bitte melden Sie sich mit untenstehender Rückantwort bis spätestens zum 2. Oktober 2020 bei Frau Manuela Schmitz an.
per Fax: 0911 9354-299 | per E-Mail: schmitz@diakonie-bayern.de | per Post: Diakonisches Werk Bayern / eaf bayern, Pirckheimerstraße 6, 90408 Nürnberg

Einladungskarte

Anmeldung

20. Oktober 2020, online: „Zukunft der Erzieherinnenausbildung“ Online-Fachforum des DJI, der WiFF und der AGJ

Mit dem hohen Fachkräftebedarf im Arbeitsfeld der Kindertagesbetreuung ist erneut Bewegung in die Ausbildungslandschaft der Frühen Bildung gekommen. Neue Ausbildungsmodelle und -formate sprießen sowohl auf berufsfachschulischer als auch fachschulischer Ebene aus dem Boden. Um die hochschulische Ausbildung ist es dagegen vergleichsweise still geworden. Eines haben die neuen Formate gemeinsam: Über eine stärkere Praxisanbindung schon während der Ausbildung sowie eine Verkürzung der Ausbildungsdauer sollen schneller „arbeitsmarktfähige Fachkräfte“ ins Praxisfeld kommen, um so dem drängenden Fachkräftebedarf zu begegnen.

Damit einher gehen erwünschte und unerwünschte Nebenwirkungen, die zumindest teilweise De-Professionalisierungstendenzen befördern und damit die bisher erreichten Ausbildungs- und Qualitätsstandards in der Frühen Bildung zu überlagern drohen. Vor diesem Hintergrund führen das Deutsche Jugendinstitut (DJI), die Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) und die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ am 20. Oktober 2020 gemeinsam ein Online-Fachforum zur Zukunft der Erzieherinnenausbildung durch. Das Online-Fachforum ersetzt die ursprünglich für Mai geplante Präsenztagung in Hamburg.

Mit dieser Veranstaltung sollen aktuelle Entwicklungen in der Ausbildungslandschaft aufgegriffen und unter Beteiligung der vielfältigen Akteure im Arbeitsfeld der Kindertagesbetreuung diskutiert werden. Dabei stehen die Kontroversen über eine Diversifizierung der Ausbildungsformate sowie deren Chancen und Risiken ebenso im Mittelpunkt wie alternative Antworten eines zukünftigen Ausbildungssystems auf die zahlenmäßigen Herausforderungen.

Mehr Informationen auf der Website der AGJ

17. November 2020, Berlin: „Gemeinschaftliches Wohnen für Familien – Zukunft des Zusammenlebens?“ Fachforum des Bundesforums Familie

Das zweite Fachforum der Themenperiode „Familie, Wohnen und kommunale Infrastruktur“ (2020-2021) bearbeitet den Themenkomplex „Gemeinschaftliches Wohnen für Familien – Zukunft des Zusammenlebens?“ und findet am 17. November 2020 in Berlin statt. Eine Ad-Hoc-AG, zusammengesetzt aus Mitgliedern des Bundesforums Familie, bereitet die Veranstaltung gemeinsam mit der Geschäftsstelle vor und nach.

Die Teilnahme am Fachforum ist den Mitgliedsorganisationen des Bundesforums Familie vorbehalten. Eine Einladung mit allen Details zur Veranstaltung wird rechtzeitig vor der Veranstaltung versandt.

10. Oktober 2020, online: „Mind the Gap! – Finanzielle Gleichstellung selbstgemacht?“ Bundesfachseminar des Deutschen Frauenrings

(Erst) seit 1958 dürfen Frauen in der Bundesrepublik ihre Finanzen in der Ehe selbst verwalten. Daraufhin folgten zwar weitere Meilensteine wie die Möglichkeit zur eigenständigen Eröffnung eines Bankkontos und schließlich die volle Geschäftsfähigkeit für verheiratete Frauen im Jahr 1969. Im Jahr 2020 klafft dennoch weiterhin eine große finanzielle Lücke zwischen den Geschlechtern – trotz vermeintlicher Gleichberechtigung! So verfügen viele Frauen über keine eigenen Ersparnisse und das Thema eigener Geldanlagemöglichkeiten wird von Frauen häufig gemieden, sodass fehlendes Wissen und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten einer selbstbestimmten Finanzplanung im Wege stehen. Die Lücke geht also weit über den Gender Pay Gap hinaus und manifestiert sich im persönlichen Umgang mit den vorhandenen finanziellen Ressourcen. Gravierend verstärkt werden diese Unterschiede durch gesellschaftliche Faktoren wie die weiterhin bestehenden finanziellen Risiken für Frauen im geltenden Familien-, Steuer- und Sozialrecht. Diese Diskrepanz verhindert nicht nur eine tatsächliche (finanzielle) Gleichstellung aller Geschlechter, sondern ist vielmehr auch das Fundament für Abhängigkeit und spätere Altersarmut.

Ausgehend von den mahnenden Worten der polnischen Soziologin Beata Kowalska „Es wird keine Freiheit geben, solange die wirtschaftlichen Unterschiede zu groß sind!“, möchte sich der Deutsche Frauenring e. V. in seinem digitalen Bundesfachseminar am 10. Oktober 2020 dem Thema der finanziellen Gleichstellung aller Geschlechter widmen und dabei sowohl die gesellschaftliche als auch die individuelle Ebene in den Blick nehmen. So sollen zum einen Reflexionsmöglichkeiten durch fachliche Expertise um z.B. Grundrente und ähnliche Forderungen geschaffen und zum anderen konkrete individuelle Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt werden.

Nach einer Bestandsaufnahme der finanziellen Absicherung vieler Frauen zusammen mit Elke Ferner, werden zunächst die gesellschaftlichen Faktoren beleuchtet, die eine tatsächliche finanzielle Gleichstellung verhindern. Dafür wird die rechtliche Situation von Frauen und insbesondere die Aspekte, die nach wie vor dazu beitragen, dass Frauen finanziell benachteiligt sind, in den Blick genommen werden. Die Rechtsanwältin Lucy Chebout spricht dafür über das Familienrecht (mit seinen Bezügen zum Steuer- und Erbrecht). Ziel ist es auch, erste Hinweise für einen adäquaten individuellen Umgang mit diesen Benachteiligungen zu erarbeiten.

Im zweiten Teil vermittelt Margarethe Honisch Basiswissen rund um das Thema Investieren und bietet einen Einstieg in die vielfältigen Optionen der individuellen Altersvorsorge mit Schwerpunkt auf ETFs und Aktien, um den Weg für eine eigene selbstbestimmte Finanzplanung zu eröffnen.

Die Abschlussdiskussion führt die verschiedenen Impulse und Informationen zusammen und reflektiert sie mit Blick auf die gesellschaftliche Herausforderung und individuelle Handlungsfähigkeit auf dem Weg zur tatsächlichen Gleichstellung.

Mehr Informationen auf der Website des Deutschen Frauenrings

25. September 2020, online: „Eine Kindergrundsicherung für Alleinerziehende – die Schnittstelle zum Unterhaltsrecht ausgestalten“ Fachtagung des VAMV

Die Coronakrise mit ihren wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen bestätigt: Eine armutsfeste Kindergrundsicherung ist dringend gefragt. Die Idee ist ansteckend, inzwischen existieren in der politischen Diskussion eine Reihe von Modellen. Sie alle eint das Ziel, insbesondere Familien mit kleineren Einkommen und Alleinerziehende stärker zu unterstützen. Eine armutsfeste Kindergrundsicherung für Einelternfamilien steht und fällt an der Schnittstelle zum Unterhaltsrecht, hier sind jedoch nach wie vor viele Fragen offen: Wie können die Barunterhaltspflicht des anderen Elternteils und das häufige Problem nicht gezahlten Kindesunterhalts bei der Ermittlung der Leistungshöhe angemessen berücksichtigt werden? Auf Grundlage welcher Einkommen kann vor diesem Hintergrund bei getrennten Eltern die Höhe der Kindergrundsicherung ermittelt werden? Welche Rolle kann der Unterhaltsvorschuss im Gefüge von Kindergrundsicherung, Unterhaltszahlungen und Existenzsicherung spielen? Mit unserer digitalen Fachtagung möchten wir deshalb fachliche Anregungen für die Ausgestaltung einer Kindergrundsicherung im Zusammenspiel mit dem Unterhaltsrecht geben. Dafür wird Prof. Anne Lenze aus unterhaltsrechtlicher Sicht einen eigenen Lösungsvorschlag für die Ausgestaltung der Schnittstelle zwischen Kindergrundsicherung und Unterhaltsrecht vorstellen. Im Anschluss zeigt Prof. Holger Bonin, welche Auswirkungen unterschiedliche Ausgestaltungsoptionen einer Kindergrundsicherung an der Schnittstelle zum Unterhaltsrecht auf das verfügbare Einkommen in Einelternfamilien haben können.

Die Tagung richtet sich an Expert*innen aus Wissenschaft, Politik und Verbänden, Vertreter*innen des VAMV und Interessierte.

Programm auf der Webseite des VAMV

19. September 2020, Augsburg: „Verfassungskultur in einer vielfältigen Gesellschaft“ Fachtag des Bundeszuwanderungs- und Integrationsrats

Die Debatten über eine „deutsche Leitkultur“ sind fast zwei Jahrzehnte alt. Dennoch gibt es sie immer wieder. Dabei reicht nur ein Blick in die Gesellschaft, um zu merken, wie realitätsfern diese Vorstellung ist. Deutschland ist ein Einwanderungsland, unsere Gesellschaft ist vielfältig ─ und das nicht erst seit gestern.

Ja, es braucht einen gemeinsamen Nenner, der in unserer vielfältigen, modernen Gesellschaft Identität stiftet und Zusammenhalt stärkt. Was also ist dieser Nenner? So viel vorab: gewiss keine homogene deutsche Leitkultur. Wir brauchen einen gemeinsamen Wertekanon, auf dem unsere Vielfältigkeit wachsen und blühen kann. Was das friedliche Miteinander möglich macht und uns alle eint, ist ebenso simpel wie beeindruckend: die Verfassungskultur – Garant und Kompass für ein Miteinander in Vielfalt, Würde und Freiheit. Die Auslegung dieser Werte, ist unabhängig von Herkunft oder Kultur! Sie garantieren den Schutz und fördern die Gleichberechtigung aller Individuen. Sie bezeichnen gleichwohl einen politischen Rahmen für diskriminierungsfreie Aushandlungsprozesse von Kompromissen und gesellschaftlichen Spannungen. Sie sind weder von statischer Natur noch ein Selbstläufer. Wie die Demokratie, müssen diese Werte jeden Tag neu erkämpf und mit Leben gefüllt werden.

Der Bundeszuwanderungs- und Integrationsrat (BZI) widmet seine Fachtagung der 70 Jahre alten Errungenschaft, dem Grundgesetz und dem verfassungsmäßigen Leitbild. Dieses Leitbild setzt sich aus verschiedenen Grundwerten zu einem wertvollen Ganzen zusammen: Gelebte demokratische Streitkultur, Verantwortungs- und Teilhabekultur für unsere Gesellschaft und über ihre Grenzen hinweg. Basierend darauf gilt es, eine Kultur des Zusammenlebens zu erarbeiten und Missstände, wie bspw. institutionelle Diskriminierung(en), Rassismus und Ausgrenzung zu bekämpfen. Die Tagung soll dazu beitragen, diese abstrakte Idee einer verfassungsmäßigen kollektiven Identität mit konkreten Visionen auszustatten.

16.-17. September 2020, Bonn: „Ein Wunschkind – um welchen Preis? Ethische Fragen an die Reproduktionsmedizin“ Jahrestagung der evangelischen arbeitsgemeinschaft familie

Die allermeisten Paare wünschen sich mindestens ein Kind, besser zwei. Bleibt der Kinderwunsch unerfüllt, verspricht die Reproduktionsmedizin oft als letzter Ausweg Abhilfe. Deren Möglichkeiten, Angebote und Verfahren haben sich in den vergangenen Jahrzehnten erheblich erweitert. Zunehmend wird dabei auf dritte Personen und deren „Zellmaterial“ zurückgegriffen. Doch diese Entwicklungen werfen zunehmend ethische und rechtliche Fragen auf. Geschürt durch den technischen Fortschritt, die mediale Berichterstattung und sogenannte „Kinderwunschmessen“ wachsen die Nachfrage und der Druck, auch die in Deutschland zugelassenen reproduktionsmedizinischen Verfahren auszuweiten.

Machbarkeitsversprechen und die Möglichkeiten genetischer Selektion schüren gleichermaßen Hoffnungen und Ängste. Das Auseinanderfallen von genetischer und rechtlicher Elternschaft fordert die tradierten Normen von Familie und Elterndasein heraus. Zusätzlich befördern wachsende kommerzielle Interessen den Einzug von Herstellungs- und Produktlogiken in die Reproduktionsmedizin, mit Folgen für alle Beteiligten.

Die Tagung will daher ergründen, wie ein verantwortungsvoller Umgang mit den Chancen und Risiken der Reproduktionsmedizin aussehen kann. Wo stößt die individuelle reproduktive Freiheit an ihre Grenzen? Wie lassen sich das Wohl und die Rechte von Kindern und beteiligten Dritten besser berücksichtigen? Was bedeuten die neuen reproduktiven Möglichkeiten für die Emanzipation? Gibt es ein Recht auf ein Kind? Und welche Reformen sind nötig? Wir freuen uns darauf, diese und weitere Fragen gemeinsam mit Ihnen zu diskutieren!

Mehr Informationen auf der Website der evangelischen arbeitsgemeinschaft familie

16. September 2020, online: „Jetzt reden wir!? Hoffnungsträger oder Risikogruppe?“ Fach-Online-Seminar der DEAE

Seit Beginn der Pandemie wird viel über die „Risikogruppe“ gesprochen, aber nicht mit der „Risikogruppe“.  Durch die Bezeichnung „Risikogruppe“ fühlen sich viele ältere Menschen degradiert: als alt, schwach und schutzbedürftig reduziert.

Welche Auswirkungen haben diese negativen Altersbilder auf die Älteren und unser Zusammenleben von Jung und Alt?  Welche Veränderungen nehmen wir seit Beginn der Pandemie bei uns und bei den uns anvertrauten älteren Menschen in unserer beruflichen Praxis wahr? Wie können wir als Multiplikator*innen in unserer Arbeit mit Älteren der Gefahr der zunehmenden Stigmatisierung von älteren Menschen als „Risikogruppe“ entgegenwirken?

Das  Fach-Online-Seminar der DEAE Fachgruppe Bildung im Alter greift diese und andere Fragen auf und lädt Multiplikator*innen in Bildung, Pflege, Geragogik und Interessierte zu einem Austausch ein.

Mehr Informationen

14. September 2020, Berlin: „Familien im Fokus kommunaler Infrastruktur: Beteiligung, Bedarfe und Angebote“ Fachforum des Bundesforums Familie

Das erste Fachforum der Themenperiode „Familie, Wohnen und kommunale Infrastruktur“ (2020-2021) trägt den Titel „Familien im Fokus kommunaler Infrastruktur: Beteiligung, Bedarfe und Angebote“ und findet am 14. September 2020 im Refugio in Berlin statt. Eine Ad-Hoc-AG, zusammengesetzt aus Mitgliedern des Bundesforums Familie, bereitet die Veranstaltung gemeinsam mit der Geschäftsstelle vor und nach.

Die Teilnahme am Fachforum ist den Mitgliedsorganisationen des Bundesforums Familie vorbehalten.

ANMELDUNG

11./12. September 2020, online: „Für eine feministische Zeitpolitik der GEW! Gewerkschaftliche Blicke auf Systemrelevanz und Sorgearbeit“ Fachkonferenz der GEW

Bei dieser Fachkonferenz kommt das Verhältnis zwischen Erwerbsarbeit und unbezahlter Sorgearbeit auf den Prüfstand. Diskutiert werden sollen gesellschaftliche Transformationsprozesse und die notwendige Aufwertung systemrelevanter Sorgeberufe in Bildung und Erziehung. In den sogenannten Frauenberufen vollzieht sich ein Wandel, auch weil die jüngere Generation neue Vorstellungen von Leben und Arbeiten, Geschlecht und Arbeit, geteilter Erziehungsarbeit sowie dem Verhältnis von Lohn- und Zeitpolitik hat. Die Fachkonferenz ist so gestaltet, dass sie neben Vorträgen viel Raum zum Austausch und zur fachlichen Vertiefung bietet.

Programm

Anmeldeformular

Mehr Informationen auf der Website der GEW

 

30. April 2020, Berlin: „20 Jahre Recht des Kindes auf gewaltfreie Erziehung“ Fachtagung des Deutschen Kinderschutzbundes

Am 6. Juli 2000 wurde das Gesetz zur Ächtung der Gewalt verabschiedet. In zwei Jahrzehnten ist viel geschehen, um Kindern und Jugendlichen ein gewaltfreies Aufwachsen zu ermöglichen. Die vielen Anstrengungen von Eltern, von Lehr- und Fachkräften, von der Wissenschaft und Verantwortlichen in Politik und Zivilgesellschaft sollen und müssen anerkannt werden.

Doch wir sehen, dass auch nach zwanzig Jahren Kinder und Jugendliche körperliche und seelische Gewalt erfahren und Gewalt in Erziehungsverhältnissen bagatellisiert wird, dass Kinder und Jugendliche sexuellen Missbrauch erleben, Mobbingerfahrungen machen, Rassismus und Diskriminierung ausgesetzt sind. Und nicht zuletzt die Möglichkeiten der neuen Medien, Gewalt anzubahnen und auszuüben, verweist auf einen hohen Diskussions-, Klärungs- und Handlungsbedarf.

Die historische Bedeutung des Gesetzes zur Ächtung der Gewalt gegen Kinder ist Ausgangspunkt der Fachtagung. Davon ausgehend sollen insbesondere die nach wie vor drängenden Herausforderungen bei der Umsetzung des Rechts thematisiert werden.

In der Betrachtung der Langzeitstudie von Prof. Kai Bussmann aus dem Jahr 2010 und den darauffolgenden Untersuchungen des Kompetenzzentrums Kinderschutz Ulm durch Prof. Dr. J.M. Fegert (2016 und 2019) sind Rückschlüsse über die gesellschaftliche Akzeptanz der gewaltfreien Erziehung möglich.

Die Befragung von Kindern und Jugendlichen in der Studie von Sabine Andresen, „Children’s Worlds“, hat erstens gezeigt, wie hoch der Anteil an Kindern und Jugendlichen ist, die in der Schule Gewalt und Ausgrenzung erleben. Zweitens wie wichtig für Kinder und Jugendliche sichere Räume und vertrauensvolle Beziehungen zuhause und vor allem in Schule und anderen Einrichtungen sind. Diese Befunde geben aufschlussreiche Informationen, wie junge Menschen Erwachsene erleben. Die Fachtagung möchte daher den Raum öffnen für eine gesellschaftliche Diskussion über ein wirksames Zusammenspiel von Schutz und Recht, von Sorge und Beteiligung, von Sicherheit und Freiheit für Kinder und Jugendliche.

Dabei stellt sich vor allem die Frage nach dem gesellschaftlichen Klima, das durch extreme Polarisierung, durch Rechtspopulismus und einer Schmähung demokratischer Werte und Beteiligungsformen vor allem Kinder und Jugendliche in der Konsequenz in ihren Rechten beschnitten werden.

Die Fachtagung findet am Donnerstag, den 30. April 2020 von 09:30 bis 16:30 Uhr in der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund, Hiroshimastraße 12 – 16, 10785 Berlin statt.

Weitere Informationen online

Tagungsbeschreibung und Tagungsablauf

Anfahrtsskizze Landesvertretung Nordrhein-Westfalen

Ihre Anmeldung können Sie unter folgendem Link bis zum Dienstag, den 31.03.2020 vornehmen: https://anmeldungfachtagung2020.questionpro.eu

Die Teilnahme an der Fachtagung ist für Sie kostenfrei. Der Kinderschutzbund Bundesverband übernimmt keine Reise- und Übernachtungskosten.

10. September 2020, online: „Alltagsrassismus – Schubladen und Nadelstiche“ Online-Diskussion des Hessischen Sozialministeriums

“Auf Wohnungsannoncen antworte ich nur mit dem “deutschen” Namen meiner Frau, sonst haben wir keine Chance.” Wenn Ihnen diese Erfahrung fremd ist, dann sollten Sie sich unbedingt den 10. September 2020, 18.30 Uhr vormerken. Und wenn es Ihnen bekannt vorkommt, dann schalten Sie auch ein. Wir sprechen miteinander und mit spannenden Expertinnen und Experten über Alltagsrassismus in Deutschland. Moderiert wird die Diskussion von Anne Chebu.

Wie zeigt sich Rassismus im Alltag, was bedeutet das für ein vielfältiges Hessen und warum geht er alle etwas an? All das sollen Themen einer Online-Diskussion sein, die das Hessische Ministerium für Soziales und Integration gemeinsam mit seinen Integrationsvertragspartnern, dem Hessischen Jugendring, dem Verband binationaler Familien und Partnerschaften, der Bildungsstätte Anne Frank und dem Deutschen Roten Kreuz, ausrichtet.

Unter dem Link https://youtu.be/El_4Bh40z6A können Sie die Diskussion live verfolgen und über Chat mitdiskutieren. Wir werden uns darum bemühen, die Chat-Beiträge in die Diskussion auf dem Podium einzuführen.

Nähere Informationen zur Veranstaltung und unseren Podiumsteilnehmer*innen entnehmen Sie dem Einladungsflyer.

Mehr Informationen auf der Website des Hessischen Sozialministeriums

02. September 2020, online: „Ein guter Start ins Kita-Leben: Eingewöhnung in Kindertageseinrichtungen unter Bedingungen der Pandemie“ Online-Veranstaltung des Paritätischen

Zum Start des neuen Kita-Jahres steht für viele Kindertageseinrichtungen die Frage im Raum, wie die Eingewöhnung der Kinder unter den aktuellen Bedingungen gelingen kann. Welche Schutzmaßnahmen sind gegenüber den Kindern und Eltern notwendig? Wie kann trotz zahlreicher Vorschriften eine Willkommenskultur etabliert werden? Und wie wird gegebenenfalls der Ausfall von Personal kompensiert?

Diese und weitere Fragen wollen wir in der Veranstaltung unter Einbeziehung der Teilnehmenden erörtern.

Mit Katrin Macha, stellv. Direktorin des Instituts für den Situationsansatz (ISTA) und Reimund Schröter, Referent für Kindertageseinrichtungen im Paritätischen Landesverband Thüringen

Anmeldung
Wenn Sie an dieser Online-Veranstaltung (mit Zoom) teilnehmen möchten, bitten wir Sie um formlose Anmeldung bis zum Donnerstag, 27. August 2020 an: kifa(at)paritaet.org. Gerne können Sie dabei bereits Fragen stellen oder Themen benennen, die Ihnen besonders wichtig sind. Dies erleichtert uns die Vorbereitung der Veranstaltung.

Die Einwahldaten werden am 1. September 2020 an die Teilnehmer*innen versendet. Die Veranstaltung ist für die Teilnehmenden kostenlos.

Kontakt
Verantwortlich für inhaltliche Rückfragen: Niels Espenhorst, Referent für Kindertageseinrichtungen, Der Paritätische Gesamtverband, Tel.: 030 24636-445, E-Mail: kifa(at)paritaet.org

Verantwortlich für die Veranstaltungsorganisation: Mandy Gänsel, Der Paritätische Gesamtverband, Tel.: 030 24636-476, E-Mail: kifa(at)paritaet.org.

Mehr Informationen auf der Website des Paritätischen

29. Juni 2020, online: „Wissenschaft und Praxis im Austausch über die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Kinder- und Jugendhilfe und ihre Adressat*innen“ Transferdialog-Webinar der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe

Der Austausch zwischen Forschung und Praxis ist in diesen turbulenten Zeiten von höherer Bedeutung denn je. Eine Plattform dafür bietet die AGJ mit ihrem Transferdialog-Webinar am 29.06.2020 (10-16 Uhr). In den Themenblöcken „Perspektiven von Kindern, Jugendlichen, Familien“, „Kindertagesbetreuung“ und „Kinder- und Jugendhilfe im Wandel“ werden hochaktuelle Studien zu den Auswirkungen der Corona-Krise auf die Kinder- und Jugendhilfe sowie auf deren Adressat*innen der Fachöffentlichkeit vorgestellt und gemeinsam mit Vertreter*innen aus Praxis und Wissenschaft diskutiert. Das Webinar ist kostenfrei; die Anmeldung wird ab dem 17.06.2020 über www.agj.de möglich sein. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Universität Münster statt.

Mehr Informationen auf der Website der AGJ

24. Juni 2020, online: „Corona und KiTa: Wie können Kinderperspektiven in der jetzigen Zeit ausreichend bedacht werden?“ Webinar der Bertelsmann Stiftung

Am 24. Juni 2020 von 16:00-17:00 Uhr gibt es unter dem Titel Corona und KiTa: Wie können Kinderperspektiven in der jetzigen Zeit ausreichend bedacht werden?“ eine Talkrunde mit

  • Dr. Iris Nentwig-Gesemann, Freie Universität Bozen
  • Anne Schultz-Brummer, Fachberaterin (SOAL e.V. Hamburg) und Mitglied im Fachkräfte Forum der Bertelsmann Stiftung
  • Iris von Scheve, KiTa-Leiterin (Berlin) und Fachkraft für Kinderperspektiven

Anmeldung hier

17. Juni 2020, online: „Fair Share – Gleichstellung in Zeiten von Corona“ Online-Expertinnengespräch des Deutschen Frauenrates

Am 1. Juli 2020 übernimmt Deutschland für 6 Monate die EU-Ratspräsidentschaft. Vor diesem Hintergrund laden der Deutsche Frauenrat in Kooperation mit der Vertretung der EU-Kommission in Deutschland zu einem Online-Expertinnengespräch am 17.6.20. Im Mittelpunkt steht die ambitionierte neue Gleichstellungsstrategie, die die EU-Kommission Anfang März vorlegte. Kurz danach ist Corona über uns hereingebrochen. Die Krise bürdet Frauen eine überproportionale Last auf; weltweit droht eine Retraditionalisierung der Geschlechterverhältnisse. Daher ist es umso wichtiger, an den Zielen und dem Zeitplan für Gleichstellungspolitik festzuhalten. Was heißt das in Zeiten von Corona, und welche Maßstäbe kann die deutsche Ratspräsidentschaft hier setzen?

Der Deutsche Frauenrat Sie herzlich zu einem Online-Expertinnen-Gespräch mit Möglichkeit zur aktiven Teilnahme ein am Mittwoch, 17. Juni 2020, 14:30 – 15:45 Uhr

Als Keynote Speaker sind eingeladen:

Helena Dalli, EU-Kommissarin für Gleichstellung
Juliane Seifert, Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Lisi Maier, stellv. Vorsitzende des Deutschen Frauenrats

Als Kommentatorinnen treten auf:

Maria Noichl, Europaabgeordnete und Mitglied des Ausschusses für die Rechte der Frau und Gleichstellung der Geschlechter (FEMM)
Carlien Scheele, Direktorin des Europäischen Instituts für Gleichstellung (EIGE)
Ana Sofia Fernandes, stellv. Vorsitzende der Europäischen Frauenlobby (EWL)

Moderatorin:
Dr. Claudia Neusüss, compassorange

Im Anschluss folgt eine Q&A-Runde. Es wird Englisch/Deutsch gedolmetscht.

Anmeldungen bitte bis Montag, 15.06.2020 hier.

Veranstaltungsflyer als PDF

Mehr Informationen auf der Website des Deutschen Frauenrates

03. März 2020, Berlin: „Qualität in der Kindertagesbetreuung: Rahmenbedingungen für eine gute Kita“ Fachtag des Paritätischen Gesamtverbands

Die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage unter Paritätischen Trägern von Kindertageseinrichtungen, die wir auf dem Fachtag vorstellen, zeigen die Dringlichkeit des Themas: Eine Krise in der Kindertagesbetreuung ist vielerorts zu spüren. Es fehlen nicht nur Fachkräfte und Betreuungsplätze, es fehlt ebenso oft an auskömmlicher Finanzierung, angemessener Unterstützung und Begleitung von Trägern.

Die historisch gewachsenen Systeme werden den gegenwärtigen Anforderungen vielfach nicht mehr gerecht. Kindertagesbetreuung zu verbessern, kann nicht heißen, Details zu verbessern, sondern die Funktionsweise und Finanzierung des Gesamtsystems auf den Prüfstand zu stellen.

Auch das sogenannte Gute-Kita-Gesetz wird nicht zu guten Kitas führen. Entweder gab es sie schon vorher, oder es wird sie auch weiterhin nicht geben. Der Fachtag widmet sich der Frage, wie ein Umbau der Finanzierungs- und Steuerungssysteme gestalten werden muss, damit die Rahmenbedingungen für die Arbeit in der Kindertagesbetreuung nachhaltig verbessert werden. Wie sollte sich der Bund dazu verhalten?

Die Veranstaltung ist kostenlos. Reise- und / oder Übernachtungskosten werden nicht erstattet. Bitte melden Sie sich bis zum 14. Februar 2020 mit dem verlinkten Formular an. Sie erhalten nach Ihrer Anmeldung eine E-Mail, mit der Sie Ihre Anmeldung bestätigen müssen, und erst danach eine Anmeldebestätigung.

Mehr Informationen und Programm

Veranstaltungsort
Berliner Stadtmission
Zentrum am Hauptbahnhof
Lehrter Straße 68
10557 Berlin

Veranstalterin
Verantwortlich für inhaltliche Rückfragen: Niels Espenhorst, Referent für Kindertageseinrichtungen, Der Paritätische Gesamtverband, Tel.: 030 24636-445, E-Mail: kifa@paritaet.org

Verantwortlich für die Veranstaltungsorganisation: Mandy Gänsel, Der Paritätische Gesamtverband, Tel.: 030 24636-476, Telefax: 030 24636-140, E-Mail: kifa@paritaet.org