10. Oktober 2020, online: „Mind the Gap! – Finanzielle Gleichstellung selbstgemacht?“ Bundesfachseminar des Deutschen Frauenrings

(Erst) seit 1958 dürfen Frauen in der Bundesrepublik ihre Finanzen in der Ehe selbst verwalten. Daraufhin folgten zwar weitere Meilensteine wie die Möglichkeit zur eigenständigen Eröffnung eines Bankkontos und schließlich die volle Geschäftsfähigkeit für verheiratete Frauen im Jahr 1969. Im Jahr 2020 klafft dennoch weiterhin eine große finanzielle Lücke zwischen den Geschlechtern – trotz vermeintlicher Gleichberechtigung! So verfügen viele Frauen über keine eigenen Ersparnisse und das Thema eigener Geldanlagemöglichkeiten wird von Frauen häufig gemieden, sodass fehlendes Wissen und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten einer selbstbestimmten Finanzplanung im Wege stehen. Die Lücke geht also weit über den Gender Pay Gap hinaus und manifestiert sich im persönlichen Umgang mit den vorhandenen finanziellen Ressourcen. Gravierend verstärkt werden diese Unterschiede durch gesellschaftliche Faktoren wie die weiterhin bestehenden finanziellen Risiken für Frauen im geltenden Familien-, Steuer- und Sozialrecht. Diese Diskrepanz verhindert nicht nur eine tatsächliche (finanzielle) Gleichstellung aller Geschlechter, sondern ist vielmehr auch das Fundament für Abhängigkeit und spätere Altersarmut.

Ausgehend von den mahnenden Worten der polnischen Soziologin Beata Kowalska „Es wird keine Freiheit geben, solange die wirtschaftlichen Unterschiede zu groß sind!“, möchte sich der Deutsche Frauenring e. V. in seinem digitalen Bundesfachseminar am 10. Oktober 2020 dem Thema der finanziellen Gleichstellung aller Geschlechter widmen und dabei sowohl die gesellschaftliche als auch die individuelle Ebene in den Blick nehmen. So sollen zum einen Reflexionsmöglichkeiten durch fachliche Expertise um z.B. Grundrente und ähnliche Forderungen geschaffen und zum anderen konkrete individuelle Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt werden.

Nach einer Bestandsaufnahme der finanziellen Absicherung vieler Frauen zusammen mit Elke Ferner, werden zunächst die gesellschaftlichen Faktoren beleuchtet, die eine tatsächliche finanzielle Gleichstellung verhindern. Dafür wird die rechtliche Situation von Frauen und insbesondere die Aspekte, die nach wie vor dazu beitragen, dass Frauen finanziell benachteiligt sind, in den Blick genommen werden. Die Rechtsanwältin Lucy Chebout spricht dafür über das Familienrecht (mit seinen Bezügen zum Steuer- und Erbrecht). Ziel ist es auch, erste Hinweise für einen adäquaten individuellen Umgang mit diesen Benachteiligungen zu erarbeiten.

Im zweiten Teil vermittelt Margarethe Honisch Basiswissen rund um das Thema Investieren und bietet einen Einstieg in die vielfältigen Optionen der individuellen Altersvorsorge mit Schwerpunkt auf ETFs und Aktien, um den Weg für eine eigene selbstbestimmte Finanzplanung zu eröffnen.

Die Abschlussdiskussion führt die verschiedenen Impulse und Informationen zusammen und reflektiert sie mit Blick auf die gesellschaftliche Herausforderung und individuelle Handlungsfähigkeit auf dem Weg zur tatsächlichen Gleichstellung.

Mehr Informationen auf der Website des Deutschen Frauenrings

25. September 2020, online: „Eine Kindergrundsicherung für Alleinerziehende – die Schnittstelle zum Unterhaltsrecht ausgestalten“ Fachtagung des VAMV

Die Coronakrise mit ihren wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen bestätigt: Eine armutsfeste Kindergrundsicherung ist dringend gefragt. Die Idee ist ansteckend, inzwischen existieren in der politischen Diskussion eine Reihe von Modellen. Sie alle eint das Ziel, insbesondere Familien mit kleineren Einkommen und Alleinerziehende stärker zu unterstützen. Eine armutsfeste Kindergrundsicherung für Einelternfamilien steht und fällt an der Schnittstelle zum Unterhaltsrecht, hier sind jedoch nach wie vor viele Fragen offen: Wie können die Barunterhaltspflicht des anderen Elternteils und das häufige Problem nicht gezahlten Kindesunterhalts bei der Ermittlung der Leistungshöhe angemessen berücksichtigt werden? Auf Grundlage welcher Einkommen kann vor diesem Hintergrund bei getrennten Eltern die Höhe der Kindergrundsicherung ermittelt werden? Welche Rolle kann der Unterhaltsvorschuss im Gefüge von Kindergrundsicherung, Unterhaltszahlungen und Existenzsicherung spielen? Mit unserer digitalen Fachtagung möchten wir deshalb fachliche Anregungen für die Ausgestaltung einer Kindergrundsicherung im Zusammenspiel mit dem Unterhaltsrecht geben. Dafür wird Prof. Anne Lenze aus unterhaltsrechtlicher Sicht einen eigenen Lösungsvorschlag für die Ausgestaltung der Schnittstelle zwischen Kindergrundsicherung und Unterhaltsrecht vorstellen. Im Anschluss zeigt Prof. Holger Bonin, welche Auswirkungen unterschiedliche Ausgestaltungsoptionen einer Kindergrundsicherung an der Schnittstelle zum Unterhaltsrecht auf das verfügbare Einkommen in Einelternfamilien haben können.

Die Tagung richtet sich an Expert*innen aus Wissenschaft, Politik und Verbänden, Vertreter*innen des VAMV und Interessierte.

Programm auf der Webseite des VAMV

19. September 2020, Augsburg: „Verfassungskultur in einer vielfältigen Gesellschaft“ Fachtag des Bundeszuwanderungs- und Integrationsrats

Die Debatten über eine „deutsche Leitkultur“ sind fast zwei Jahrzehnte alt. Dennoch gibt es sie immer wieder. Dabei reicht nur ein Blick in die Gesellschaft, um zu merken, wie realitätsfern diese Vorstellung ist. Deutschland ist ein Einwanderungsland, unsere Gesellschaft ist vielfältig ─ und das nicht erst seit gestern.

Ja, es braucht einen gemeinsamen Nenner, der in unserer vielfältigen, modernen Gesellschaft Identität stiftet und Zusammenhalt stärkt. Was also ist dieser Nenner? So viel vorab: gewiss keine homogene deutsche Leitkultur. Wir brauchen einen gemeinsamen Wertekanon, auf dem unsere Vielfältigkeit wachsen und blühen kann. Was das friedliche Miteinander möglich macht und uns alle eint, ist ebenso simpel wie beeindruckend: die Verfassungskultur – Garant und Kompass für ein Miteinander in Vielfalt, Würde und Freiheit. Die Auslegung dieser Werte, ist unabhängig von Herkunft oder Kultur! Sie garantieren den Schutz und fördern die Gleichberechtigung aller Individuen. Sie bezeichnen gleichwohl einen politischen Rahmen für diskriminierungsfreie Aushandlungsprozesse von Kompromissen und gesellschaftlichen Spannungen. Sie sind weder von statischer Natur noch ein Selbstläufer. Wie die Demokratie, müssen diese Werte jeden Tag neu erkämpf und mit Leben gefüllt werden.

Der Bundeszuwanderungs- und Integrationsrat (BZI) widmet seine Fachtagung der 70 Jahre alten Errungenschaft, dem Grundgesetz und dem verfassungsmäßigen Leitbild. Dieses Leitbild setzt sich aus verschiedenen Grundwerten zu einem wertvollen Ganzen zusammen: Gelebte demokratische Streitkultur, Verantwortungs- und Teilhabekultur für unsere Gesellschaft und über ihre Grenzen hinweg. Basierend darauf gilt es, eine Kultur des Zusammenlebens zu erarbeiten und Missstände, wie bspw. institutionelle Diskriminierung(en), Rassismus und Ausgrenzung zu bekämpfen. Die Tagung soll dazu beitragen, diese abstrakte Idee einer verfassungsmäßigen kollektiven Identität mit konkreten Visionen auszustatten.

16.-17. September 2020, Bonn: „Ein Wunschkind – um welchen Preis? Ethische Fragen an die Reproduktionsmedizin“ Jahrestagung der evangelischen arbeitsgemeinschaft familie

Die allermeisten Paare wünschen sich mindestens ein Kind, besser zwei. Bleibt der Kinderwunsch unerfüllt, verspricht die Reproduktionsmedizin oft als letzter Ausweg Abhilfe. Deren Möglichkeiten, Angebote und Verfahren haben sich in den vergangenen Jahrzehnten erheblich erweitert. Zunehmend wird dabei auf dritte Personen und deren „Zellmaterial“ zurückgegriffen. Doch diese Entwicklungen werfen zunehmend ethische und rechtliche Fragen auf. Geschürt durch den technischen Fortschritt, die mediale Berichterstattung und sogenannte „Kinderwunschmessen“ wachsen die Nachfrage und der Druck, auch die in Deutschland zugelassenen reproduktionsmedizinischen Verfahren auszuweiten.

Machbarkeitsversprechen und die Möglichkeiten genetischer Selektion schüren gleichermaßen Hoffnungen und Ängste. Das Auseinanderfallen von genetischer und rechtlicher Elternschaft fordert die tradierten Normen von Familie und Elterndasein heraus. Zusätzlich befördern wachsende kommerzielle Interessen den Einzug von Herstellungs- und Produktlogiken in die Reproduktionsmedizin, mit Folgen für alle Beteiligten.

Die Tagung will daher ergründen, wie ein verantwortungsvoller Umgang mit den Chancen und Risiken der Reproduktionsmedizin aussehen kann. Wo stößt die individuelle reproduktive Freiheit an ihre Grenzen? Wie lassen sich das Wohl und die Rechte von Kindern und beteiligten Dritten besser berücksichtigen? Was bedeuten die neuen reproduktiven Möglichkeiten für die Emanzipation? Gibt es ein Recht auf ein Kind? Und welche Reformen sind nötig? Wir freuen uns darauf, diese und weitere Fragen gemeinsam mit Ihnen zu diskutieren!

Mehr Informationen auf der Website der evangelischen arbeitsgemeinschaft familie

16. September 2020, online: „Jetzt reden wir!? Hoffnungsträger oder Risikogruppe?“ Fach-Online-Seminar der DEAE

Seit Beginn der Pandemie wird viel über die „Risikogruppe“ gesprochen, aber nicht mit der „Risikogruppe“.  Durch die Bezeichnung „Risikogruppe“ fühlen sich viele ältere Menschen degradiert: als alt, schwach und schutzbedürftig reduziert.

Welche Auswirkungen haben diese negativen Altersbilder auf die Älteren und unser Zusammenleben von Jung und Alt?  Welche Veränderungen nehmen wir seit Beginn der Pandemie bei uns und bei den uns anvertrauten älteren Menschen in unserer beruflichen Praxis wahr? Wie können wir als Multiplikator*innen in unserer Arbeit mit Älteren der Gefahr der zunehmenden Stigmatisierung von älteren Menschen als „Risikogruppe“ entgegenwirken?

Das  Fach-Online-Seminar der DEAE Fachgruppe Bildung im Alter greift diese und andere Fragen auf und lädt Multiplikator*innen in Bildung, Pflege, Geragogik und Interessierte zu einem Austausch ein.

Mehr Informationen

14. September 2020, Berlin: „Familien im Fokus kommunaler Infrastruktur: Beteiligung, Bedarfe und Angebote“ Fachforum des Bundesforums Familie

Das erste Fachforum der Themenperiode „Familie, Wohnen und kommunale Infrastruktur“ (2020-2021) trägt den Titel „Familien im Fokus kommunaler Infrastruktur: Beteiligung, Bedarfe und Angebote“ und findet am 14. September 2020 im Refugio in Berlin statt. Eine Ad-Hoc-AG, zusammengesetzt aus Mitgliedern des Bundesforums Familie, bereitet die Veranstaltung gemeinsam mit der Geschäftsstelle vor und nach.

Die Teilnahme am Fachforum ist den Mitgliedsorganisationen des Bundesforums Familie vorbehalten.

ANMELDUNG

11./12. September 2020, online: „Für eine feministische Zeitpolitik der GEW! Gewerkschaftliche Blicke auf Systemrelevanz und Sorgearbeit“ Fachkonferenz der GEW

Bei dieser Fachkonferenz kommt das Verhältnis zwischen Erwerbsarbeit und unbezahlter Sorgearbeit auf den Prüfstand. Diskutiert werden sollen gesellschaftliche Transformationsprozesse und die notwendige Aufwertung systemrelevanter Sorgeberufe in Bildung und Erziehung. In den sogenannten Frauenberufen vollzieht sich ein Wandel, auch weil die jüngere Generation neue Vorstellungen von Leben und Arbeiten, Geschlecht und Arbeit, geteilter Erziehungsarbeit sowie dem Verhältnis von Lohn- und Zeitpolitik hat. Die Fachkonferenz ist so gestaltet, dass sie neben Vorträgen viel Raum zum Austausch und zur fachlichen Vertiefung bietet.

Programm

Anmeldeformular

Mehr Informationen auf der Website der GEW

 

30. April 2020, Berlin: „20 Jahre Recht des Kindes auf gewaltfreie Erziehung“ Fachtagung des Deutschen Kinderschutzbundes

Am 6. Juli 2000 wurde das Gesetz zur Ächtung der Gewalt verabschiedet. In zwei Jahrzehnten ist viel geschehen, um Kindern und Jugendlichen ein gewaltfreies Aufwachsen zu ermöglichen. Die vielen Anstrengungen von Eltern, von Lehr- und Fachkräften, von der Wissenschaft und Verantwortlichen in Politik und Zivilgesellschaft sollen und müssen anerkannt werden.

Doch wir sehen, dass auch nach zwanzig Jahren Kinder und Jugendliche körperliche und seelische Gewalt erfahren und Gewalt in Erziehungsverhältnissen bagatellisiert wird, dass Kinder und Jugendliche sexuellen Missbrauch erleben, Mobbingerfahrungen machen, Rassismus und Diskriminierung ausgesetzt sind. Und nicht zuletzt die Möglichkeiten der neuen Medien, Gewalt anzubahnen und auszuüben, verweist auf einen hohen Diskussions-, Klärungs- und Handlungsbedarf.

Die historische Bedeutung des Gesetzes zur Ächtung der Gewalt gegen Kinder ist Ausgangspunkt der Fachtagung. Davon ausgehend sollen insbesondere die nach wie vor drängenden Herausforderungen bei der Umsetzung des Rechts thematisiert werden.

In der Betrachtung der Langzeitstudie von Prof. Kai Bussmann aus dem Jahr 2010 und den darauffolgenden Untersuchungen des Kompetenzzentrums Kinderschutz Ulm durch Prof. Dr. J.M. Fegert (2016 und 2019) sind Rückschlüsse über die gesellschaftliche Akzeptanz der gewaltfreien Erziehung möglich.

Die Befragung von Kindern und Jugendlichen in der Studie von Sabine Andresen, „Children’s Worlds“, hat erstens gezeigt, wie hoch der Anteil an Kindern und Jugendlichen ist, die in der Schule Gewalt und Ausgrenzung erleben. Zweitens wie wichtig für Kinder und Jugendliche sichere Räume und vertrauensvolle Beziehungen zuhause und vor allem in Schule und anderen Einrichtungen sind. Diese Befunde geben aufschlussreiche Informationen, wie junge Menschen Erwachsene erleben. Die Fachtagung möchte daher den Raum öffnen für eine gesellschaftliche Diskussion über ein wirksames Zusammenspiel von Schutz und Recht, von Sorge und Beteiligung, von Sicherheit und Freiheit für Kinder und Jugendliche.

Dabei stellt sich vor allem die Frage nach dem gesellschaftlichen Klima, das durch extreme Polarisierung, durch Rechtspopulismus und einer Schmähung demokratischer Werte und Beteiligungsformen vor allem Kinder und Jugendliche in der Konsequenz in ihren Rechten beschnitten werden.

Die Fachtagung findet am Donnerstag, den 30. April 2020 von 09:30 bis 16:30 Uhr in der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund, Hiroshimastraße 12 – 16, 10785 Berlin statt.

Weitere Informationen online

Tagungsbeschreibung und Tagungsablauf

Anfahrtsskizze Landesvertretung Nordrhein-Westfalen

Ihre Anmeldung können Sie unter folgendem Link bis zum Dienstag, den 31.03.2020 vornehmen: https://anmeldungfachtagung2020.questionpro.eu

Die Teilnahme an der Fachtagung ist für Sie kostenfrei. Der Kinderschutzbund Bundesverband übernimmt keine Reise- und Übernachtungskosten.

10. September 2020, online: „Alltagsrassismus – Schubladen und Nadelstiche“ Online-Diskussion des Hessischen Sozialministeriums

„Auf Wohnungsannoncen antworte ich nur mit dem “deutschen” Namen meiner Frau, sonst haben wir keine Chance.” Wenn Ihnen diese Erfahrung fremd ist, dann sollten Sie sich unbedingt den 10. September 2020, 18.30 Uhr vormerken. Und wenn es Ihnen bekannt vorkommt, dann schalten Sie auch ein. Wir sprechen miteinander und mit spannenden Expertinnen und Experten über Alltagsrassismus in Deutschland. Moderiert wird die Diskussion von Anne Chebu.

Wie zeigt sich Rassismus im Alltag, was bedeutet das für ein vielfältiges Hessen und warum geht er alle etwas an? All das sollen Themen einer Online-Diskussion sein, die das Hessische Ministerium für Soziales und Integration gemeinsam mit seinen Integrationsvertragspartnern, dem Hessischen Jugendring, dem Verband binationaler Familien und Partnerschaften, der Bildungsstätte Anne Frank und dem Deutschen Roten Kreuz, ausrichtet.

Unter dem Link https://youtu.be/El_4Bh40z6A können Sie die Diskussion live verfolgen und über Chat mitdiskutieren. Wir werden uns darum bemühen, die Chat-Beiträge in die Diskussion auf dem Podium einzuführen.

Nähere Informationen zur Veranstaltung und unseren Podiumsteilnehmer*innen entnehmen Sie dem Einladungsflyer.

Mehr Informationen auf der Website des Hessischen Sozialministeriums

02. September 2020, online: „Ein guter Start ins Kita-Leben: Eingewöhnung in Kindertageseinrichtungen unter Bedingungen der Pandemie“ Online-Veranstaltung des Paritätischen

Zum Start des neuen Kita-Jahres steht für viele Kindertageseinrichtungen die Frage im Raum, wie die Eingewöhnung der Kinder unter den aktuellen Bedingungen gelingen kann. Welche Schutzmaßnahmen sind gegenüber den Kindern und Eltern notwendig? Wie kann trotz zahlreicher Vorschriften eine Willkommenskultur etabliert werden? Und wie wird gegebenenfalls der Ausfall von Personal kompensiert?

Diese und weitere Fragen wollen wir in der Veranstaltung unter Einbeziehung der Teilnehmenden erörtern.

Mit Katrin Macha, stellv. Direktorin des Instituts für den Situationsansatz (ISTA) und Reimund Schröter, Referent für Kindertageseinrichtungen im Paritätischen Landesverband Thüringen

Anmeldung
Wenn Sie an dieser Online-Veranstaltung (mit Zoom) teilnehmen möchten, bitten wir Sie um formlose Anmeldung bis zum Donnerstag, 27. August 2020 an: kifa(at)paritaet.org. Gerne können Sie dabei bereits Fragen stellen oder Themen benennen, die Ihnen besonders wichtig sind. Dies erleichtert uns die Vorbereitung der Veranstaltung.

Die Einwahldaten werden am 1. September 2020 an die Teilnehmer*innen versendet. Die Veranstaltung ist für die Teilnehmenden kostenlos.

Kontakt
Verantwortlich für inhaltliche Rückfragen: Niels Espenhorst, Referent für Kindertageseinrichtungen, Der Paritätische Gesamtverband, Tel.: 030 24636-445, E-Mail: kifa(at)paritaet.org

Verantwortlich für die Veranstaltungsorganisation: Mandy Gänsel, Der Paritätische Gesamtverband, Tel.: 030 24636-476, E-Mail: kifa(at)paritaet.org.

Mehr Informationen auf der Website des Paritätischen

29. Juni 2020, online: „Wissenschaft und Praxis im Austausch über die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Kinder- und Jugendhilfe und ihre Adressat*innen“ Transferdialog-Webinar der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe

Der Austausch zwischen Forschung und Praxis ist in diesen turbulenten Zeiten von höherer Bedeutung denn je. Eine Plattform dafür bietet die AGJ mit ihrem Transferdialog-Webinar am 29.06.2020 (10-16 Uhr). In den Themenblöcken „Perspektiven von Kindern, Jugendlichen, Familien“, „Kindertagesbetreuung“ und „Kinder- und Jugendhilfe im Wandel“ werden hochaktuelle Studien zu den Auswirkungen der Corona-Krise auf die Kinder- und Jugendhilfe sowie auf deren Adressat*innen der Fachöffentlichkeit vorgestellt und gemeinsam mit Vertreter*innen aus Praxis und Wissenschaft diskutiert. Das Webinar ist kostenfrei; die Anmeldung wird ab dem 17.06.2020 über www.agj.de möglich sein. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Universität Münster statt.

Mehr Informationen auf der Website der AGJ

24. Juni 2020, online: „Corona und KiTa: Wie können Kinderperspektiven in der jetzigen Zeit ausreichend bedacht werden?“ Webinar der Bertelsmann Stiftung

Am 24. Juni 2020 von 16:00-17:00 Uhr gibt es unter dem Titel „Corona und KiTa: Wie können Kinderperspektiven in der jetzigen Zeit ausreichend bedacht werden?“ eine Talkrunde mit

  • Dr. Iris Nentwig-Gesemann, Freie Universität Bozen
  • Anne Schultz-Brummer, Fachberaterin (SOAL e.V. Hamburg) und Mitglied im Fachkräfte Forum der Bertelsmann Stiftung
  • Iris von Scheve, KiTa-Leiterin (Berlin) und Fachkraft für Kinderperspektiven

Anmeldung hier

17. Juni 2020, online: „Fair Share – Gleichstellung in Zeiten von Corona“ Online-Expertinnengespräch des Deutschen Frauenrates

Am 1. Juli 2020 übernimmt Deutschland für 6 Monate die EU-Ratspräsidentschaft. Vor diesem Hintergrund laden der Deutsche Frauenrat in Kooperation mit der Vertretung der EU-Kommission in Deutschland zu einem Online-Expertinnengespräch am 17.6.20. Im Mittelpunkt steht die ambitionierte neue Gleichstellungsstrategie, die die EU-Kommission Anfang März vorlegte. Kurz danach ist Corona über uns hereingebrochen. Die Krise bürdet Frauen eine überproportionale Last auf; weltweit droht eine Retraditionalisierung der Geschlechterverhältnisse. Daher ist es umso wichtiger, an den Zielen und dem Zeitplan für Gleichstellungspolitik festzuhalten. Was heißt das in Zeiten von Corona, und welche Maßstäbe kann die deutsche Ratspräsidentschaft hier setzen?

Der Deutsche Frauenrat Sie herzlich zu einem Online-Expertinnen-Gespräch mit Möglichkeit zur aktiven Teilnahme ein am Mittwoch, 17. Juni 2020, 14:30 – 15:45 Uhr

Als Keynote Speaker sind eingeladen:

Helena Dalli, EU-Kommissarin für Gleichstellung
Juliane Seifert, Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Lisi Maier, stellv. Vorsitzende des Deutschen Frauenrats

Als Kommentatorinnen treten auf:

Maria Noichl, Europaabgeordnete und Mitglied des Ausschusses für die Rechte der Frau und Gleichstellung der Geschlechter (FEMM)
Carlien Scheele, Direktorin des Europäischen Instituts für Gleichstellung (EIGE)
Ana Sofia Fernandes, stellv. Vorsitzende der Europäischen Frauenlobby (EWL)

Moderatorin:
Dr. Claudia Neusüss, compassorange

Im Anschluss folgt eine Q&A-Runde. Es wird Englisch/Deutsch gedolmetscht.

Anmeldungen bitte bis Montag, 15.06.2020 hier.

Veranstaltungsflyer als PDF

Mehr Informationen auf der Website des Deutschen Frauenrates

03. März 2020, Berlin: „Qualität in der Kindertagesbetreuung: Rahmenbedingungen für eine gute Kita“ Fachtag des Paritätischen Gesamtverbands

Die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage unter Paritätischen Trägern von Kindertageseinrichtungen, die wir auf dem Fachtag vorstellen, zeigen die Dringlichkeit des Themas: Eine Krise in der Kindertagesbetreuung ist vielerorts zu spüren. Es fehlen nicht nur Fachkräfte und Betreuungsplätze, es fehlt ebenso oft an auskömmlicher Finanzierung, angemessener Unterstützung und Begleitung von Trägern.

Die historisch gewachsenen Systeme werden den gegenwärtigen Anforderungen vielfach nicht mehr gerecht. Kindertagesbetreuung zu verbessern, kann nicht heißen, Details zu verbessern, sondern die Funktionsweise und Finanzierung des Gesamtsystems auf den Prüfstand zu stellen.

Auch das sogenannte Gute-Kita-Gesetz wird nicht zu guten Kitas führen. Entweder gab es sie schon vorher, oder es wird sie auch weiterhin nicht geben. Der Fachtag widmet sich der Frage, wie ein Umbau der Finanzierungs- und Steuerungssysteme gestalten werden muss, damit die Rahmenbedingungen für die Arbeit in der Kindertagesbetreuung nachhaltig verbessert werden. Wie sollte sich der Bund dazu verhalten?

Die Veranstaltung ist kostenlos. Reise- und / oder Übernachtungskosten werden nicht erstattet. Bitte melden Sie sich bis zum 14. Februar 2020 mit dem verlinkten Formular an. Sie erhalten nach Ihrer Anmeldung eine E-Mail, mit der Sie Ihre Anmeldung bestätigen müssen, und erst danach eine Anmeldebestätigung.

Mehr Informationen und Programm

Veranstaltungsort
Berliner Stadtmission
Zentrum am Hauptbahnhof
Lehrter Straße 68
10557 Berlin

Veranstalterin
Verantwortlich für inhaltliche Rückfragen: Niels Espenhorst, Referent für Kindertageseinrichtungen, Der Paritätische Gesamtverband, Tel.: 030 24636-445, E-Mail: kifa@paritaet.org

Verantwortlich für die Veranstaltungsorganisation: Mandy Gänsel, Der Paritätische Gesamtverband, Tel.: 030 24636-476, Telefax: 030 24636-140, E-Mail: kifa@paritaet.org

03. Juni 2020, online: „Die Bedarfe und Sorgen von Kindern und Jugendlichen in der Corona-Krise“ Webinar der Bertelsmann Stiftung

Die Corona-Krise zeigt besonders deutlich, vor welchen gesellschaftlichen Herausforderungen wir stehen, wenn es uns ernst damit ist, allen Kindern und Jugendlichen gutes Aufwachsen zu ermöglichen und ihr Recht auf Beteiligung, Bildung und Teilhabe einzulösen.

Am 3. Juni 2020 von 16:00-17:00 Uhr gibt es unter dem Titel „Die Bedarfe und Sorgen von Kindern und Jugendlichen in der Corona-Krise. Wer fragt danach? Wer nimmt sie ernst?“ eine Talkrunde mit

  • Prof. Dr. Sabine Andresen, Goethe Universität Frankfurt am Main
  • Prof. Dr. Tanja Betz, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
  • Lea Leidig, JugendExpert*innenTeam der Bertelsmann Stiftung
  • Emily Sawatzki, JugendExpert*innenTeam der Bertelsmann Stiftung

Anmeldung hier

02. März 2020, Berlin: Netzwerkversammlung des Bundesforums Familie

Die kommende Netzwerkversammlung des Bundesforums Familie findet am 02. März 2020, 10.30-16.30 Uhr, in Berlin statt.

Neben einer kurzen Vorstellung der Abschlusspublikation zum Thema „Familie, Partizipation und Demokratie“ wird vor allem mit Inputs und Diskussionsgruppen intensiv in die neue Themenperiode „Familie, Wohnen und kommunale Infrastruktur“ eingestiegen.

Anmeldung (nur für Mitglieder des Bundesforums Familie)

03. Dezember 2020, online: „Wohnungslosigkeit von Familien im europäischen Vergleich“ Online-Fachgespräch des Bundesforums Familie

Steigende Mieten und Lebenshaltungskosten, geringe Einkommen, gekürzte Sozialleistungen, Verknappung bedarfsgerechten Wohnraums – diese und viele weitere Gründe können dazu führen, dass Familien in der Wohnungslosigkeit landen. Die Anzahl wohnungsloser Familien in Deutschland hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen, fast die Hälfte der betroffenen Familien sind alleinerziehende Mütter mit Kindern. Ein Großteil der wohnungslosen Familien wohnt bei Familienangehörigen, Freunden oder Bekannten in oft prekären Mitbewohner*innenverhältnissen, aber auch die Zahl der Familien in Notunterkünften nimmt zu.

Nicht nur in Deutschland, sondern auch europaweit steigen die Zahlen wohnungsloser Familien. Vor diesem Hintergrund beleuchtet das digitale Fachgespräch das Phänomen der Wohnungslosigkeit von Familien aus europäischer Perspektive. Prof. Dr. Volker Busch-Geertsema wird das Fachgespräch mit einer Problembeschreibung und -analyse der Lage in Europa eröffnen. Leena Lehtonen, Petra Gergov-Keskelo und Wayne Stanley beschreiben die Wohnungslosenhilfe und -politik in Bezug auf Familien in Irland und Finnland sowie Maßnahmen zur Bekämpfung von Wohnungslosigkeit von Familien ebendort.

Mit:
• Prof. Dr. Volker Busch-Geertsema, Gesellschaft für innovative Sozialforschung und Sozialplanung
• Leena Lehtonen, Y-Säätiö, und Petra Gergov-Koskelo, The Federation of Mother and Child Homes and Shelters (Finnland)
• Wayne Stanley, Simon Communities (Irland)

Das Gespräch findet auf Deutsch und Englisch mit Simultanübersetzung statt.

Die Teilnahme ist den Mitgliedsorganisationen des Bundesforums Familie vorbehalten.

29. Januar 2020, Berlin: „Kinder und ihre Rechte: Wie erhalten Kinder Zugang zum Recht?“ Fachgespräch des Paritätischen Gesamtverbands

2019 feierte die UN-Kinderrechtskonvention ihr 30-jähriges Jubiläum. In Deutschland trat sie 1992 in Kraft. Fast genauso lange setzt sich das „Aktionsbündnis Kinderrechte“ vom Deut-schen Kinderhilfswerk, Kinderschutzbund, UNICEF Deutschland und der Deutschen Liga für das Kind für die vollständige Umsetzung der Kinderrechte und deren Festschreibung im Grundgesetz ein. Zahlreiche Paritätische Organisationen unterstützen diese Initiative.

Durch das klare Bekenntnis der Bundesregierung und das Jubiläumsjahr der Kinderrechtskonvention stand die Forderung dieses Jahr verstärkt im Fokus. In der zweiten Jahreshälfte 2019 nimmt der politische Prozess nun deutlich Fahrt auf: Die eingesetzte Bund-Länder-Arbeitsgruppe hat ihre Arbeit abgeschlossen und das Bundesjustizministerium einen Referentenentwurf vorgelegt. Damit soll das Versprechen des Koalitionsvertrags eingelöst werden, Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern.

Doch ist der Vorschlag so gestaltet, dass Kinder und Jugendliche tatsächlich ihre Rechte durchsetzen können? Was ist hierfür erforderlich? Und wie muss es nach der grundgesetzlichen Verankerung weitergehen? Diese und weitere Fragen gilt es bei diesem Fachgespräch mit Paritätischen Organisationen, weiteren Vertreter*innen der Zivilgesellschaft und der Politik zu diskutieren.

Mehr Informationen

Programm

Veranstaltungsort
Jugendherberge Ostkreuz
Marktstraße 9-12 | 10317 Berlin

Veranstalterin
Der Paritätische Gesamtverband
Katrin Frank, Referentin für Familienhilfe/-politik, Frauen und Frühe Hilfen, Der Paritätische Gesamtverband, Tel.: 030 – 24636-465, E-Mail: faf@paritaet.org (inhaltliche Rückfragen)
Stefanie Sachse, Der Paritätische Gesamtverband, Tel.: 030 – 24636-323, Telefax: 030 – 24636-140, E-Mail: faf@paritaet.org (Veranstaltungsorganisation)

Netzwerktreffen: Abschluss der Themenperiode „Familie, Partizipation und Demokratie“ und Wahl Schwerpunktthema 2020/2021 am 21. Oktober 2019

Berlin, 21. Oktober 2019:

Etwa 50 Teilnehmende kamen aus den Mitgliedsorganisation des Bundesforums Familie zum diesjährigen Netzwerktreffen im Centre Monbijou in Berlin zusamenmen.

Abschluss der Themenperiode „Familie, Partizipation und Demokratie“

Am Vormittag stellten Magda Göller (Pestalozzi-Fröbel-Verband), Birgit Merkel (Zukunftsforum Familie), Katharina Queisser (bevki), Laura Castiglioni (Deutsches Jugendinstitut) und Stephan Wassmuth (Bundeselternrat) stellvertretend für die drei Arbeitsgruppen sowie Dörte Bieler aus der Geschäftsstelle die Ergebnisse der Themenperiode „Familie, Partizipation und Demokratie“ der letzen zwei Jahre vor. Im Anschluss daran wurden die zentralen Thesen, die sich aus den Diskussionen ableiten lassen, im Plenum erörtert. In den Debatten wurde maßgeblich hervorgehoben, dass Familien der erste und ein lebenslanger Bildungsort und das Fundament für die Vermittlung von Demokratieverständnis sowie für die Bildung zu mündigen Bürger*innen sind. Betont wurde, dass Kinder und Jugendliche u.a. durch die Familie, Schule und Kita darin unterstützt werden, sich zu selbstständigen und selbstbewussten Persönlichkeiten zu entwickeln, die Informationen kritisch reflektieren und Argumente gegeneinander abwägen können, sich eine eigene Meinung bilden, gegenteilige Meinungen akzeptieren sowie auf dieser Basis gemeinsame Entscheidungen aushandeln.

Zudem wurde betont, dass die Rahmenbedingungen für alle Familien, unabhängig von Herkunft, Bildung oder sozialem Status gesichert sein müssen, um gleichberechtigte Teilhabe zu ermöglichen. So müssten Familien bessere Möglichkeiten haben, in allen sie betreffenden Entscheidungen zu partizipieren. Dies gelte sowohl für die Kindertagesbetreuung und Schule als auch für das soziale Umfeld bis hin zur Kinder- & Jugendhilfe. Hierfür müssen Fachkräfte inhaltlich gestärkt und vor allem auch personell entlastet werden.

Festgehalten wurde, dass Partizipation ein Grundrecht jedes Gesellschaftsmitglieds ist. Daher sollten alle Familien gleichermaßen Zugang zu demokratischen Prozessen wie z.B. Wahlen, Bürger*innenbeteiligung oder Bürgerschaftliches Engagement haben. Gleichzeitig ist die Nutzung dieser Zugänge Zeichen einer aktiven Bürgergesellschaft und wichtig für eine gelebte Demokratie. Daher sollten auf der einen Seite die Beteiligung an Wahlen und weiteren Partizipationsformen verstärkt eröffnet und auf der anderen Seite durch jede/n Einzelne/n intensiv wahrgenommen werden. In diesem Sinne sind Politik, Verbände, Institutionen und auch die Zivilgesellschaft dazu aufgerufen, sich im sozialen und beruflichen Umfeld für demokratische Werte einzusetzen und diese zu stärken. Insofern betonten die Teilnehmenden, dass die Diskussionen der letzten zwei Jahre die Bedeutung der parlamentarischen Demokratie und ihrer Werte bekräftigt hätten. Eine lebendige Demokratie lebe von Menschen, die für sie einstehen und sie weiterentwickeln.

Neues Thema für 2020/2021

Am Nachmittag wurde der Blick auf die Themenperiode für die nächsten zwei Jahre gelenkt, in dem gemeinsam beraten wurde, welches Thema behandelt werden soll. Im Vorfeld hatte der Beirat aus den ca. 40 von den Mitgliedsorganisationen eingebrachten Vorschlägen folgende Themen kondensiert: 1. „Chancen und Risiken der Digitalisierung“, 2. „Soziale und biologische Elternschaften/ Erweiterte Familie“, 3. „Familie, Wohnen und kommunale Infrastruktur“ sowie 4. „Klimawandel, Nachhaltigkeit und Familie“. Diese Themen wurden an Thementischen diskutiert. Die Themen wurden in vier Runden à 15 Minuten besprochen, sodass sich allen Teilnehmenden die Gelegenheit bot, sich zu jedem Thema eine Meinung zu bilden und erste Anregungen für eine potentielle Bearbeitung zu geben.

Nach der Ergebnispräsentation der spannenden Gespräche wählten die Anwesenden mit großer Mehrheit „Familie, Wohnen und kommunale Infrastruktur“ zum Thema für den Zeitraum 2020/2021. Ein zentraler Diskussionsgegenstand war die Frage nach Freiraum und Verdrängung sowie zusammenhängend hiermit die Frage nach Wohnraum und sozialer Gerechtigkeit bzw. Ausgrenzung. Desweiteren wurde angeregt, sich  über zukunftsweisende Wohnmodelle für Familien in urbanen und ländlichen Räumen auszutauschen.

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05. & 06. Dezember 2019, Frankfurt am Main: „Abu, Baba, Tata, Papa – Potentiale migrationssensibler Väterarbeit“ Fachtagung des Verbands binationaler Familien und Partnerschaften

Männer mit Migrationsgeschichte werden selten als engagierte Väter wahrgenommen, obwohl sie in Kita, Schule oder Vereinen als solche präsent sind. Oft wird ihnen ein traditionalistisches Rollenverständnis unterstellt, ihre wahren Potentiale kaum berücksichtigt.

Es besteht Bedarf an migrationssensibler, diversitätsbewusster Väterarbeit. Passgenaue Angebote, Handlungsempfehlungen und Fortbildungen gibt es jedoch nur vereinzelt.
Die zweitägige Tagung macht auf die differenzierten Bedarfslagen und Lebenswirklichkeiten von Vätern mit Migrationsgeschichte aufmerksam und eröffnet Räume für die Reflexion eigener Perspektiven und Haltungen.

Programm und Anmeldung

Veranstaltungsort
Amt für multikulturelle Angelegenheiten (AmkA) der Stadt Frankfurt
Mainzer Landstraße 293 | 60326 Frankfurt am Main

Veranstalter
Verband binationaler Familien und Partnerschaften, iaf e. V.
Bundesgeschäftsstelle
Ludolfusstraße 2 – 4 | 60487 Frankfurt/M.