Spannende Inputs und Diskussionen beim Fachforum „Zugänge von geflüchteten Kindern und Jugendlichen zu Regelangeboten der Bildung“

Berlin, 06. Dezember 2016:
Wie wird der Zugang von geflüchteten Kindern und Jugendlichen zu Kindertagesbetreuung und Schule gewährleistet? Was sind die bestehenden Herausforderungen und welche Lösungsansätze gibt es? Um diese Fragen drehte sich das zweite Fachforum des Bundesforums Familie im Themenzyklus „Familie und Flucht“ am 6. Dezember 2016. Rund 40 Teilnehmer_innen aus den Mitgliedsorganisationen nahmen die Gelegenheit zum Informationsaustausch und zur Vernetzung wahr.

In einem ersten spannenden Impulsvortrag berichtete Rainer Ohliger (Netzwerk Migration in Europa) über die formalen und strukturellen Zugänge und Hürden, denen Geflüchtete im Bildungsbereich begegnen. Grundlage seiner Ausführungen bildete die Arbeit der Robert Bosch Expertenkommission zur Neuausrichtung der Flüchtlingspolitik. Dabei sei zu bedenken, dass noch nicht ausreichend quantitative Daten vorlägen, um belastbare Aussagen zu treffen. Ausgehend von den bisherigen Forschungsergebnissen könne man aber in etwa damit rechnen, dass die Zahl der Kinder in der Kindertagesbetreuung um 1,4 – 3,5 Prozent und die Zahl der zu beschulenden Kinder um 0,6 – 1,4 Prozent steige, wenn die seit 2015 nach Deutschland geflüchteten Kinder und Jugendliche in den Bildungsinstitutionen ankämen. Die Institution Schule sei, auch aufgrund der relativ geringen zusätzlichen Schüler_innen bei ansonsten sinkenden Schüler_innenzahlen, vergleichsweise gut in der Lage, die Herausforderungen zu bewältigen. Größere Probleme seien in der Kindertagesbetreuung zu sehen, denn es gebe generell hier zu wenig Plätze, zu wenig Personal und einen großen Bedarf an interkultureller Qualifikation der bereits hoch beanspruchten Fachkräfte.

Kompetenzen der pädagogischen Fachkräfte spielten auch im zweiten Impulsvortrag „Kinder geflüchteter Familien in der Kita“ von Petra Wagner (Fachstelle Kinderwelten, Institut für den Situationsansatz) eine Rolle. Sie erläuterte den Ansatz der vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung, der dazu befähigen soll, Diversität zu respektieren und Diskriminierungen zu widerstehen. Der Leitsatz „Alle Kinder sind gleich, jedes Kind ist besonders!“ verdeutliche die Spannung zwischen der Anerkennung gleicher Rechte und der Notwendigkeit, dabei die unterschiedlichen Lebensumstände von Kindern und Familien zu berücksichtigen. Anhand von praktischen Beispielen machte Wagner deutlich, wie Gemeinsamkeiten und Anknüpfungspunkte gefunden und thematisiert werden können. Kitas und Schulen könnten so zu Orten „kultureller Demokratie“ werden. Dies erfordere kontinuierliche Aushandlungsprozesse zwischen den Familienkulturen und den institutionellen Kulturen, mit einer Orientierung an der Leitlinie „Vielfalt respektieren, Ausgrenzung widerstehen!“. Konkret bestehe dies darin, Unterschiede weder zu ignorieren noch überzubetonen, sondern respektvoll zum Thema zu machen. Gleichzeitig gelte es, Ausgrenzung und Diskriminierung zu erkennen und zu bekämpfen – und nicht den geflüchteten Familien die Schuld für (bildungs-)politische Versäumnisse zu geben.

Die beiden Hauptvorträge wurden ergänzt durch Praxisbeispiele aus den Mitgliedsorganisationen des Bundesforums Familie. Dr. Apolonia Franco Elizondo berichtete von Sprachlernangeboten für geflüchtete Familien, die die IMPULS Deutschland Stiftung organisiert. Eine Mitarbeiterin des Zentralrats der Muslime in Deutschland stellte das Patenschaftsprojekt „Wir sind Paten“ vor. Die Vernetzung und fachliche Begleitung von Modellkitas in Berlin, die mit geflüchteten Kindern arbeiten, war Gegenstand des Inputs von Marlies Knoops von der Bundesvereinigung Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder. Dass geflüchtete Kinder aber auch in der Kindertagespflege unterkommen können und welche Schritte aktuell zur Vernetzung und Unterstützung der Tagespflegepersonen wie auch der geflüchteten Familien unternommen werden, verdeutlichte Ilka Ruhl vom Bundesverband für Kindertagespflege.

Nach der Mittagspause kamen die Teilnehmer_innen in zwei parallelen Foren mit Expert_innen zusammen. Forum 1 hatte die frühkindliche Bildung zum Thema, in Forum 2 wurde zum Themenbereich Schule diskutiert. In beiden Gruppen waren die leitenden Fragen: Was sind die Faktoren, die dazu beitragen, dass Zugänge zu Bildungsangeboten geschaffen und genutzt werden? Wo liegen die Herausforderungen? Was muss geschehen, dass bestehende Probleme bewältigt werden können?

Dr. Jürgen Wüst von der Karl-Kübel-Stiftung moderierte das Forum 1 zum Bereich frühkindliche Bildung. Zwei Expertinnen eröffneten hier die Diskussion. Helena Saba stellte die Aktivitäten von „Willkommen KONKRET“ vor, dem Berliner Bündnis für Kinder geflüchteter Familien, einer zivilgesellschaftlichen Initiative von Menschen aus der frühpädagogischen Praxis und Theorie, aus Verwaltung, Therapie sowie Fort- und Weiterbildung. Das Bündnis arbeite gemeinsam daran, allen in Berlin lebenden Kindern von Beginn an Zugang zu frühkindlicher Bildung, Erziehung und Betreuung zu verschaffen und ihnen die Rechte zu sichern, die ihnen laut Kinderrechtskonvention zustehen. Sie machte deutlich, welche Akteure an der Inklusion von Kindern in Einrichtungen frühkindlicher Bildung beteiligt sind und wie wichtig deren Vernetzung ist, nicht zuletzt auch um sich gegenseitig in den entsprechenden Praxisfeldern zu unterstützen und zu stärken. Maria Korte-Rüther vom Niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe) ergänzte dies mit Erfahrungen aus der Qualifizierung und Vernetzung von Fachkräften und Einrichtungen. Die Kita sei ein, wenn nicht sogar der Ort der Vielfalt von Anfang an. Hier kämen Familien und Kinder aus den unterschiedlichsten Ländern und Kulturen, mit unterschiedlichsten sozio-ökonomischen Hintergründen und unterschiedlichsten körperlichen und geistigen Fähigkeiten zusammen, um gemeinsam zu spielen und zu lernen, um Freundschaften zu knüpfen und Freude zu haben. Zurzeit würden in Niedersachsen beispielsweise etwa 200 Multiplikator_innen im Rahmen der Qualifizierungsinitiative des Kultusministeriums „Vielfalt fördert! Vielfalt fordert“ fortgebildet, um Fachkräfte beim Umgang mit Diversität in Kitas zu unterstützen. Dabei seien die Reflexion des professionellen Selbstverständnisses und der eigenen pädagogischen Orientierungen zentrale Bestandteile der folgenden Qualifizierungen in den Einrichtungen. Zudem gehe es zentral um die Frage, welchen Beitrag die Einrichtungen darüber hinaus leisten können, um sich in den Sozialraum zu öffnen.

Forum 2, welches parallel stattfand und von Dr. Mehmet Alpbek (FÖTED) moderiert wurde, hatte die Zugänge von geflüchteten Kindern und Jugendlichen zur Schule im Blick. Hier berichtete zunächst Lara Stothfang, Grundschullehrerin in Berlin, von ihren Erfahrungen mit geflüchteten Kindern in der Schule und der von ihr ins Leben gerufenen Initiative HUCKEPACK, die sehr erfolgreich Patenschaften an geflüchtete Kinder zwischen 6 und 18 Jahren in Berlin vermittelt. Die ehrenamtlichen Pat_innen würden sich etwa einmal wöchentlich mit ihren Patenkindern treffen und gemeinsam Freizeitaktivitäten unternehmen, sowie sie beim Deutschlernen und auch bei schulischen Belangen unterstützen. Die erklärten Ziele der Initiative seien es, Geflüchtete Willkommen zu heißen, ihnen das Ankommen zu erleichtern, Vorurteile abzubauen, Kinder zu stärken und einen gegenseitigen Austausch zu fördern, indem Barrieren abgebaut würden. Anschließend schilderte Tom Erdmann (GEW Berlin) die gewerkschaftliche Sichtweise auf die Zugänge von jungen Geflüchteten zur Schule im Land Berlin. Das System der sogenannten „Willkommensklassen“, in denen geflüchtete Kinder separat unterrichtet werden und dort vor allem die deutsche Sprache lernten, sei in den letzten zwei Jahren rasant ausgebaut worden: mittlerweile gebe es 1000 solcher Klassen mit insgesamt etwa 12000 geflüchteten Schüler_innen in Berlin. Allerdings fehlten vielerorts geeignete Lehrkräfte für diese Klassen, auch würde der Unterricht bei Erkrankung der Lehrkräfte oft nicht vertreten, sondern falle aus. Wichtig sei der GEW ein Ausbau von Erzieher_innenstellen im Ganztagsbereich, eine deutliche Stärkung der Schulpsychologie wie auch ein klarer Abschiebestopp für Kinder. Sybille Siegling, Referentin beim Sekretariat der Kultusministerkonferenz, legte abschließend die teils recht unterschiedlichen Bemühungen der Bundesländer im Bereich der schulischen Inklusion junger Geflüchteter dar. So greife die Schulpflicht beispielsweise in Hamburg „ab dem ersten Tag“, in vielen anderen Ländern erst nach Zuweisung der geflüchteten Kinder in die Kommunen, wenn diese „ihren gewöhnlichen Aufenthalt“ dort etabliert hätten. Flächendeckend gebe es in allen Ländern den Anspruch, so schnell wie möglich alle Kinder zu beschulen. Die angewandten Sprachförderkonzepte seien aufgrund der Gegebenheiten vor Ort vielfältig. Leider fehle bislang aber eine konsistente wissenschaftliche Evaluation der eingesetzten Methoden und Praktiken, um entsprechende Empfehlungen aussprechen zu können. Als vorteilhaft hob Siegling hervor, dass sich durch die notwendige Handhabe des Zuzugs geflüchteter Kinder vielerorts neue Kommunikations- und Kooperationsstrukturen auf kommunaler Ebene gebildet hätten, was auch für andere Bereiche durchaus positive Synergien freisetzen könne.

Die Leitfragen der Foren wurden in der abschließenden Fishbowl-Diskussion mit allen Teilnehmenden noch einmal aufgegriffen. Dabei wurde deutlich, dass der Bedarf in erster Linie auf personeller Seite gesehen wird. Zum einen sei es unbedingt notwendig, über ausreichend personelle Ressourcen verfügen zu können, um mit der Diversität in den Bildungsinstitutionen angemessen umzugehen. Zum anderen bedürfe es bei den Fachkräften einer bestimmten Haltung als Teil ihrer Professionalität, die es zu entwickeln gelte. Elemente einer solchen Haltung seien Offenheit und Augenhöhe. „Der eigentliche Gelingensfaktor ist, dass wir es wirklich wollen!“, formulierte es eine Teilnehmerin.

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18. Juli 2017, Berlin: „Du-Ich-Wir – gemeinsam gegen Homophobie. Politiken für Vielfalt und Respekt in Deutschland und Türkei“ Podiumsdiskussion des Lesben- und Schwulenverbands (LSVD)

Die politischen Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei sind angespannt. An der Türkei wird vor allem die zunehmende Einschränkung der Rechtsstaatlichkeit und der Menschenrechte kritisiert. Zugleich sind auch in Deutschland nationalistische und rechtspopulistische Politiken im Aufwind. Welche Konsequenzen haben diese Entwicklungen für Lesben und Schwule? Welche Gemeinsamkeiten, welche Unterschiede gibt es zwischen Türkei und Deutschland? Welche Rolle spielen Religion, Rassismus und Nationalismus in beiden Ländern? Wie wirkt sich die zunehmende politische Polarisierung auf die Migranten-Community und das Zusammenleben in Deutschland aus? Wie lässt sich auch dem politischen Narrativ der „neuen Rechten“ entgegenzutreten, das ausschließlich muslimischen Migrant*innen pauschal Homophobie unterstellt und auf dieser Grundlage Angst und Hass gegen Flüchtlinge schürt? Wie lässt sich also ein „Gemeinsam“ gegen Homophobie und für Demokratie bauen? Das wollen wir mit Expert*innen aus Zivilgesellschaft und Politik aus Deutschland und der Türkei diskutieren und freuen uns, Sie zu unserer Veranstaltung begrüßen zu dürfen.

Weitere Informationen online

Online-Anmeldung

Veranstaltungsort
Forum Factory
Besselstraße 13 | 10969 Berlin

Veranstalter
LSVD-Bundesverband
Almstadtstraße 7 | 10119 Berlin
in Kooperation mit der Friedrich-Naumann-Stiftung

11. Juli 2017, Berlin: „Welche Kompetenzen brauche ich, um mit einem Dolmetscher zu beraten?“ Seminar des Verbands binationaler Familien und Partnerschaften

Durch die Beratung mit Geflüchteten steht wie nie zuvor, die Beratung mit Dolmetschern auf der Agenda professioneller Beratungskompetenz. Wir freuen uns daher, ein Seminar anbieten zu können, in dem der Aufbau einer solchen Beratungskompetenz im Fokus steht. Der Workshop richtet sich an Berater und Beraterinnen, die in unterschiedlichen Kontexten vermittelt durch Dolmetscher Beratungen durchführen.

Beratungsgespräche unter Einbeziehung von Dolmetschern stellen im psychosozialen Arbeitsfeld oftmals ein schwer handhabbares Gesprächssetting dar. Da der Dolmetscher von den Klienten häufig als Ansprechperson oder Bündnispartner wahrgenommen wird, fällt es den Beratern in dieser Gesprächskonstellation schwer, ihrer professionellen Beraterrolle gerecht zu werden.

Die Folge davon ist, dass Rollenkonfusionen und unklare Rollenabgrenzungen entstehen, die sich unweigerlich auf die Kommunikation mit den Klienten auswirken. Es entsteht eine Gesprächsdynamik, die in weiten Teilen für alle drei beteiligten Parteien (Klienten, Berater, Dolmetscher) unbefriedigend ist.

Eine klare und direkte Kommunikation unter Einbeziehung von Dolmetschern ist sehr wohl möglich. Voraussetzung dafür ist, dass sowohl Berater als auch Dolmetscher sich in dieser Gesprächskonstellation an einige grundlegende Regeln halten.

In dem Seminar werden die methodischen Grundlagen für die Arbeit mit Dolmetschern theoretisch und mit Rollenspielübungen vorgestellt. Anhand von Praxisbeispielen der Teilnehmenden werden Lösungen für eine gelingende Kommunikation erarbeitet.

Die Referentin
Savita Dhawan
Diplom-Psychologin; Psychologische Psychotherapeutin, Director of Psychodrama, TEP/ NBBE
Langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Psychotherapie, Fortbildung und Supervision zu den Themenkomplexen Trauma und Krisen sowie im Bereich Organisationsberatung, Projektentwicklung und Projektmanagement zu migrationsspezifischen Fragestellungen und Anforderungen in interkulturellen Arbeitszusammenhängen.

Veranstaltungsprogramm zum Download

Veranstaltungsort
Verband binationaler Familien und Partnerschaften | Regionalstelle Berlin
Oranienstraße 34 | Hinterhaus, 4. OG, Aufzug | 10999 Berlin

Verbindliche Anmeldung bis zum 03. Juli 2017 unter veranstaltungberlin@verband-binationaler.de
Wir erheben keinen Teilnahmebeitrag.

Veranstalter
Verband binationaler Familien und Partnerschaften
Oranienstraße 34 | 10999 Berlin

03. Mai 2017, Berlin: „Familienzusammenführung von Geflüchteten“ Fachforum des Bundesforums Familie

Manche Menschen flüchten im Familienverbund, aber oftmals flieht auch nur ein Familienmitglied. Die restliche Familie aus der Heimat oder aus einem Transitland in einem sicheren Prozess nach Deutschland nachzuholen, hat dann verständlicherweise meist oberste Priorität. Ankommen in Deutschland ist schwierig, wenn die Liebsten noch in Gefahr schweben oder einfach weit weg sind. Doch die praktischen Hürden für die Familienzusammenführung sind oft beträchtlich, im letzten Asylpaket wurden die Regeln für den Familiennachzug zu bestimmten Gruppen Geflüchteter abermals verschärft. Welche familienpolitischen Konsequenzen und Herausforderungen sind mit dem Thema Familiennachzug zu Geflüchteten verknüpft?

Das vierte und letzte interne Fachforum des Bundesforums Familie zum Thema „Familie und Flucht“ findet am 03. Mai 2017 in Berlin statt. Eine Teilnahme am Fachforum ist den Mitgliedsorganisationen des Bundesforums Familie vorbehalten. Eine entsprechende Einladung wird direkt an die Ansprechpersonen in den Mitgliedsorganisationen versandt.

20. März 2017, Berlin: „Junge Geflüchtete und ihre Familien in der Kinder- und Jugendhilfe“ Fachforum des Bundesforums Familie

Etwa ein Drittel der in 2015 nach Deutschland geflüchteten Menschen sind Kinder und Jugendliche, und sie haben, wie alle in Deutschland lebenden Kinder und Jugendlichen, einen Anspruch auf Zugang zur Jugendhilfe. In der Praxis leistet die Jugendhilfe vielerorts unabdingbare Arbeit um geflüchtete Familien, Kinder und Jugendliche zu fördern, gleichzeitig gibt es oft strukturelle und praktische Hürden, die einer Unterstützung im Wege stehen. Welche Rolle kann die Jugendhilfe für die Förderung Geflüchteter spielen und wie kann ihre Arbeit verbessert werden?

Das dritte interne Fachforum des Bundesforums Familie zum Thema „Familie und Flucht“ findet am 20. März 2017 in Berlin statt. Eine Teilnahme am Fachforum ist den Mitgliedsorganisationen des Bundesforums Familie vorbehalten. Eine entsprechende Einladung wird direkt an die Ansprechpersonen in den Mitgliedsorganisationen versandt.

30. Juni 2017, Reckahn: „Kinderrechte in der Kita – eine ethische Frage und eine Herausforderung für die Fachkräfte“ Dialogveranstaltung des Pestalozzi-Fröbel-Verbands

25 Jahre, nachdem die Bundesregierung die UN-Kinderrechtskonvention unterschrieben hat, wollen wir an historischem Ort gemeinsam mit Ihnen darüber diskutieren, welche Rolle die Einhaltung der Kinderrechte und wertschätzende pädagogische Beziehungen bei der gesunden Entwicklung von Kindern spielen. Wir alle kennen den „Wert“ von guten und fördernden Beziehungen oder auch die Folgen hemmender Beziehungen im pädagogischen Alltag. „Bei dieser/diesem Erzieher/in fühle ich mich sicher und traue mir was zu….“ Solche Erfahrungen gibt es zuhauf und sie geben Hinweise darauf, wie persönlichkeits- und lernförderlich gute Beziehungen sind. Jedoch erst die beständige Auseinandersetzung mit den in der Kinderrechtskonvention festgeschriebenen Rechten für Kinder und die Frage, wie diese in der täglichen pädagogischen Praxis umgesetzt und gestaltet werden können, sind Garanten für eine gesunde Entwicklung! Aber wir wissen auch, dass schwierige Rahmenbedingungen, Fachkräftemangel und Überlastung es den Fachkräften häufig schwer machen, ihren eigenen Ansprüchen und Überzeugungen im pädagogischen Alltag gerecht zu werden.
•     Wie können wir es schaffen, trotz hoher Belastungen zu jedem der uns anvertrauten Kinder eine gute Beziehung aufzubauen und auf seine individuellen Bedürfnisse einzugehen?
•     Wie können wir uns dabei gegenseitig unterstützen und entlasten?
•     Auf welche Erfahrungen, auf welches Fachwissen können wir zurückgreifen?
•     Welche Rahmenbedingungen brauchen wir, um gesundes Aufwachsen zu gewährleisten?

Es freut uns sehr, dass wir Frau Christin Tellisch für einen fachlichen Input gewinnen konnten. Sie wird zum Auftakt der Veranstaltung über die Bedeutung pädagogischer Beziehungen sprechen und uns die Reckahner Reflexion zur Ethik pädagogischer Beziehungen vorstellen. Danach wollen wir uns mit Ihnen gemeinsam über Erfahrungen und Erkenntnisse zum oben genannten Thema austauschen. Ihre Fragen und Erfahrungen sind uns wichtig und sollen in der Veranstaltung ausreichend Raum bekommen.

Veranstaltungseinladung als PDF zum Download

Anmeldeformular zum Download

Veranstaltungsort
Tagungszentrum des Rochow-Museums Schloß Reckahn
Reckahner Dorfstraße 27 | 14797 Kloster Lehnin OT Reckahn

Veranstalterin
pfv – Pestalozzi-Fröbel-Verband e. V.
Barbarossastraße 64 | 10781 Berlin
Tel. 030 / 2363 90-00 | Fax 030 / 2363 90-02 | Email: pfv@pfv.info

28. Juni 2017, Berlin: „biko – Beratung, Information und Kostenübernahme bei Verhütung“ Auftaktveranstaltung des pro familia Bundesverbands

Eine selbstbestimmte Familienplanung darf keine Frage des Geldes sein. Aktuelle Studien belegen aber, dass Frauen auf unsichere Verhütungsmethoden ausweichen oder gar nicht verhüten, wenn ihre finanziellen Mittel für Pille oder Spirale nicht ausreichen. Einzelne Kommunen haben das Problem erkannt und Projekte zur Kostenübernahme ins Leben gerufen. Eine bundesweit einheitliche Praxis gibt es aber nicht. Mit dem vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderten bundesweiten Modellprojekt biko erproben wir deshalb, wie eine Kostenübernahme von verschreibungspflichtigen Verhütungsmitteln für betroffene Frauen umgesetzt werden kann. Dazu wird unter anderem der Bedarf ermittelt. So werden Daten und Erfahrungen gebündelt, die zu einer einheitlichen gesetzlichen Lösung beitragen können. Seit Januar 2017 haben in diesem Rahmen sieben pro familia Beratungsstellen ihre Arbeit aufgenommen und bieten Kostenübernahme, Informationen und Beratung für Frauen an, die diese Kosten nicht selbst aufbringen können. Wir freuen uns über Ihr Interesse an dem Projekt und über eine anregende Diskussion auf der Fachtagung.

Veranstaltungsprogramm als PDF zum Download

Veranstaltungsort
Hotel Grenzfall
Ackerstraße 136 | 13355 Berlin

Anmeldung
Bitte melden Sie sich bis zum 01. Juni 2017 an. Schreiben Sie hierzu eine einfache formlose E-Mail an biko@mann-beisst-hund.de
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Julia Seimel / Luisa Tauschmann | Mann beißt Hund – Agentur für Kommunikation GmbH
Telefon: 040 ‒ 890 696 ‒14/‒22 | biko@mann-beisst-hund.de

Veranstalter
pro familia Bundesverband
Stresemannallee 3 | 60596 Frankfurt am Main
Telefon: 069 26957790 | Fax: 069 269577930 | info[at]profamilia.de

23. Juni 2017, Berlin: „Keine Alternative zur Demokratie. Strategien gegen Antifeminismus und Rechtspopulismus“ Fachveranstaltung des Deutschen Frauenrats

Die Zustimmung zu rechtspopulistischen Bewegungen hat zugenommen und das nicht nur am Rand. Mit den Programmatiken von RechtspopulistInnen sind immer auch frauenfeindliche und antifeministische Ideologien verknüpft. Zentrale Säulen sind die Nation und die (eheliche) Kleinfamilie als ihre Keimzelle. Plurale Lebensformen und Gleichstellungspolitiken werden als „Genderismus“ verpönt, skandalisiert und abgelehnt. Rückwärtsgewandte Familien- und Frauenbilder werden strategisch genutzt, um in der Mitte der Gesellschaft Fuß zu fassen. Mobilisiert wird dabei mit Feindbildern, Hassreden und Falschinformationen. Ein Tabubruch jagt den nächsten. Gewöhnung setzt ein, Diskurse verschieben sich. Der Deutsche Frauenrat stellt sich dagegen. Auf der Fachveranstaltung sollen zunächst die Ursachen des Rechtspopulismus thematisiert werden. In der Analyse ist zu fragen, inwiefern Rechtspopulismus hart erkämpfte demokratische Rechte besonders für Frauen gefährdet. Warum finden frauenfeindliche bzw. menschenfeindliche Positionen Zuspruch? In ihren Vorträgen werden drei Expertinnen ihre Analysen, Überlegungen und Fragen zu Rechtspopulismus und Antifeminismus vorstellen. Daran anschließend wollen wir auf dem Podium und im Plenum mit Politikerinnen, einem AfD-Experten und einer Aktivistin aus Polen diskutieren, welche Gegenstrategien für Politik und Zivilgesellschaft sinnvoll erscheinen. Welche emanzipatorischen Antworten brauchen wir? Wie können demokratische Parteien einer feministischen Gleichstellungs- und Antidiskriminierungspolitik wieder mehr Geltung verschaffen? Diskutieren Sie mit!

Veranstaltungsflyer als PDF zum Download

Wir bitten hier um Anmeldung bis zum 16.06.2017.
Der Einlass am Veranstaltungstag beginnt um 11.30 Uhr.
Kinderbetreuung ist grundsätzlich möglich. Wir bitten dafür um vorherige Anmeldung. Der Veranstaltungsort ist barrierefrei.

Veranstaltungsort
NH Collection Hotel Berlin
Friedrichstraße 96 | 10117 Berlin

Veranstalter
Deutscher Frauenrat
Axel-Springer-Straße 54a | 10117 Berlin
Fon: 030 204569-0 | Fax: -44 | kontakt(at)frauenrat.de

20. Juni 2017, Bielefeld: „Critical Mess?! Fakes, Beeinflussung und Meinungsbildung im Netz. Die Medienkritik von Kindern und Jugendlichen kreativ anregen“ Medienpädagogische Fachtagung der GMK

Kinder und Jugendliche sind stark in kritischem Denken: Besonders wenn es um bei ihnen beliebte Medienformate geht, etwa Spiele, Serien oder YouTube-Channel, zeigt sich oft ihre Kritikfähigkeit. Anders sieht es aus, wenn es um das Erkennen und Unterscheiden des Wahrheitsgehaltes von Beiträgen und Informationen im Netz geht. Auch die Wertorientierungen, die in Serien, Sendungen oder Computerspielen mitschwingen, sind für viele nicht gleich erkennbar.

Um die Medienkritikfähigkeit von Kindern und Jugendlichen zu fördern, geht die Fachtagung der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) folgenden Fragen nach:

  • Welchen mehr oder weniger offensichtlichen Einflussnahmen im Netz begegnen Kinder und Jugendliche heute?
  • Welche Werte und Weltsichten bieten beliebte Spiele, Serien oder Youtube-Kanäle?
  • Wie kann man in der Jugendmedienarbeit das Thema kreativ und aktiv bearbeiten?
  • Wie können Kinder und Jugendliche medienkritisch an der Netzkultur teilhaben?
  • Wie kann man Kindern und Jugendlichen auch in außerschulischen pädagogischen Szenarien Medienkritikfähigkeit, nicht nur zur Bewertung medialer Angebote, sondern auch zum eigenen Medienhandeln vermitteln?

Die Fachtagung für die Jugendmedienarbeit NRW gibt mit Impulsen aus der Wissenschaft, mit Praxisworkshops und Diskussionen Antworten und vermittelt Methoden. Dabei geht es auch darum, Jugendliche zum kritischen Reflektieren des eigenen intensiven Online-Verhaltens anzuregen, wie bspw. der Angst etwas zu verpassen, wenn man nicht ständig online ist (fear of missing out).

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Online-Anmeldung

Weitere Informationen zur Fachtagung online

Veranstaltungsort
Stadtbibliothek Bielefeld
Veranstaltungssaal 2. OG | Kavalleriestraße 17
33602 Bielefeld

Veranstalterin
Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur | GMK
Obernstraße 24a | 33602 Bielefeld
Tel.: 0521/677-88 | E-Mail: gmk(at)medienpaed.de

19.-21. Juni 2017, Bad Herrenalb: „Fremdsein und Fremdheitserfahrungen in der psychologischen Beratung“ Zentrale Jahrestagung der EKFuL

Jede/r von uns kennt die Erfahrung, sich fremd zu fühlen: in seiner Umgebung, in seinen Beziehungen und in sich selbst. Auch Ratsuchende kommen mit vielfältigen Fremdheits- und Entfremdungserfahrungen in die Beratung. Dort begegnen ihnen Beraterinnen und Berater, die eine eigene Geschichte mit Fremdheit und Befremdung mitbringen. Was geschieht, wenn diese unterschiedlichen oder auch ähnlichen Erfahrungen mit Fremdheit aufeinandertreffen? Die Tagung wird sich in Vorträgen und Arbeitsgruppen mit den unterschiedlichen Aspekten dieser Fragestellung auseinandersetzen. In einer Lesung aus einem Kolportageroman und weiteren, vielleicht befremdlichen kulturellen Überraschungsmomenten können neue Zugänge zum Thema Fremdheitserfahrungen eröffnet werden. Wir freuen uns auf eine anregende und spannende Tagung und laden Sie herzlich ein!

Programm zum Download

Online-Anmeldung

Veranstaltungsort
Haus der Kirche | Evangelische Akademie Baden
Dobler Straße 51 | 76332 Bad Herrenalb

Veranstalterin
EKFuL-Bundesgeschäftsstelle
Lehrter Straße 68 | 10557 Berlin
Tel.: (030) 52 13 559-39 | Fax: -11 | E-Mail: info@ekful.de

07.-08. Juni 2017, Rendsburg: „Kultursensible Beratung“ Fachtagung der Evangelischen Konferenz für Familien- und Lebensberatung (EKFuL)

Die Bundesrepublik Deutschland ist eine Einwanderungsgesellschaft. Daher gehören interkulturelle Begegnungen zum Alltag in psychologischen Beratungsstellen. Seien es Ratsuchende mit Migrationshintergrund, die schon seit Generationen hier leben, oder auch die verstärkt seit den letzten Jahren aus ihren Heimatländern nach Deutschland geflohenen Menschen.

Dennoch fordern die Unterschiede in den Erfahrungen, im Erleben und im Miteinander sowohl die Ratsuchenden als auch die Beratenden heraus. Oftmals fühlen sich Beraterinnen und Berater unsicher, wie sie in bestimmten Situationen agieren sollen.

Die Fachtagung will daher der Frage nachgehen, wie die beschriebenen Unterschiede besser verstanden werden können:
– Welche Auswirkungen haben sie auf die Beratungsbeziehung?
– Wie können sie in der Beratung „nutzbar“ gemacht werden?
Dazu sollen praxisnahe Konzepte einer migrationsund kultursensiblen Beratung vorgestellt werden.

Die verschiedenen Arbeitsgruppen bieten die Gelegenheit, eigene Haltungen und (Vor-)Urteile zu hinterfragen und interkulturelle Kompetenzen für die Beratung zu stärken. Denn Interkulturalität fordert nicht nur die Akzeptanz von „anderen Sichtweisen“, sondern auch das selbstkritische Infragestellen eigener Einstellungen und Praktiken. Im Rahmen der Fachtagung werden sich daher die Teilnehmenden mit den eigenen kulturellen Prägungen, dem eigenen Umgang mit Fremdheit und den eigenen interkulturellen Kompetenzen auseinandersetzen und über Handlungsansätze in der Beratungssituation reflektieren. Die Fachtagung richtet sich an Beraterinnen und Berater aus Psychologischen Beratungsstellen sowie an die interessierte Fachöffentlichkeit.

Veranstaltungsprogramm zum Download

Online-Anmeldung

Veranstaltungsort
Martinshaus
Kanalufer 48 | 24768 Rendsburg

Veranstalterin
EKFuL-Bundesgeschäftsstelle
Lehrter Straße 68 | 10557 Berlin
Tel.: (030) 52 13 559-39 | Fax: -11 | E-Mail: info@ekful.de

07. Juni 2017, München: „Interkulturelle Kompetenz – Islamfeindlichkeit – Geschlechterbilder“ Weiterbildung des Verbands binationaler Familien und Partnerschaften

Die alltägliche Praxis in den Arbeitsfeldern Bildung, Beratung und Betreuung wird aktuell stark von dem großen Unbehagen gegenüber „dem“ Islam und „den“ Muslim*innen überlagert. Fachkräfte in diesen Bereichen stehen vor der täglichen Herausforderung, alle Menschen gleichermaßen gut zu begleiten und zu unterstützen, unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft und religiösen Alltagspraxis. Doch wenn es um muslimische Männer und Väter geht, ist die Skepsis und Besorgnis im alltäglichen Umgang besonders groß.

Das Ziel dieser Weiterbildung für Fachkräfte aus dem sozialen und dem Bildungssektor und dem familienpolitischen Bereich ist die Stärkung der Analyse- und Reflexionskompetenzen bezogen auf die Arbeit mit muslimischen Männern und Vätern sowie die Erarbeitung konkreter Handlungsansätzen für den beruflichen Alltag. Diese Weiterbildung wird durchgeführt in Kooperation mit dem Bundesmodellprojekt „Vaterzeit im Ramadan?!“ der Regionalstelle Leipzig unseres Verbands.

Bitte senden Sie Ihre Anmeldung bis zum 23. Mai 2017 an muenchen@verband-binationaler.de

Programm als PDF zum Download

Alle Informationen auf der Website des Verbands binationaler Familien und Partnerschaften München

Veranstaltungsort
Internationales Beratungszentrum (IBZ)
Saal 006 | 1. Stock
Goethestraße 53 | 80336 München

Veranstalter
Verband binationaler Familien und Partnerschaften | Geschäfts- und Beratungsstelle München
Goethestraße 53 | 80336 München
Tel. 089 / 24 88 137-70 | muenchen@verband-binationaler.de

Material- und Linksammlung „Familie und Flucht“: Bildung – Außerschulische Bildung

•     Blog und Handlungsempfehlungen zum Thema „Medienpraxis mit Geflüchteten“ (Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur | GMK)
Die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) ist der Überzeugung, dass Medienpädagogik Ziele wie Partizipation, Spracharbeit, Alltagsorientierung und kreativen Ausdruck ermöglichen und die Medienkompetenz eine geeignete Voraussetzung und Möglichkeit zum Erschließen von Teilhabe, Ausdruck als Menschenrecht, Vermittlung und Verständigung darstellt. Deshalb veranstaltete die GMK im Oktober 2016 gemeinsam mit dem BMFSFJ einen Expert*innenworkshop zum Thema „Medienbildung Geflüchteter“. Dieser diente der Identifizierung und Bündelung von bestehenden medienpädagogischen Projekten, die in diesem Themenfeld bereits erfolgreich tätig sind sowie der Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für medienpädagogische Projekte, die Öffentlichkeit sowie potenzielle Förderer*innen. Der Blog stellt zum einen die erarbeiteten Handlungsempfehlungen und zum anderen die beteiligten medienpädagogische Projekte mit Geflüchteten mit ihren jeweiligen Schwerpunkten, Zielgruppen und Methoden vor.

31. Mai – 01. Juni 2017, Berlin: „Keimzelle der Nation?! Familie(-npolitik) und rechte Werte“ Fachtagung des Zukunftsforums Familie

In Deutschland ist derzeit ein Erstarken rechter Einstellungen zu beobachten, die sich zunehmend in Wahlerfolgen rechtspopulistischer Parteien widerspiegeln. Vor diesem Hintergrund wollen das Forum Politik und Gesellschaft der Friedrich-Ebert-Stiftung und das Zukunftsforum Familie e. V. gemeinsam einen Blick auf das Verhältnis von rechtspopulistischer Politik und Familie werfen. Familie spielt im Zusammenhang mit rechtspopulistischer Politik in doppelter Hinsicht eine zentrale Rolle. Zum einen ist Familienpolitik und der Schutz der traditionellen Kleinfamilie von hoher symbolischer Bedeutung. Zum anderen ist die Familie ein zentraler Ort für die Auseinandersetzung mit rechten Werten und Einstellungen. Im Rahmen einer Abendveranstaltung und einer Fachtagung wollen wir die Beziehung von rechter Politik und Familie in den Blick nehmen und gemeinsam diskutieren, wie wir den Entwicklungen auf unterschiedlichen Ebenen begegnen können. Dabei gilt es insbesondere die Rolle der Familienpolitik in den Blick zu nehmen und der Frage nachzugehen, welche Angebote eine solidarische und auf Vielfalt ausgerichtete Politik geben kann. Am ersten Tag werden wir im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung familienpolitische Positionen von rechtspopulistischen Akteuren in den Blick nehmen und gemeinsam mit unseren Gästen darüber diskutieren, wie man diesen begegnen kann. Auf einer Fachtagung wollen wir am zweiten Tag diskutieren, welche Strategien und Ansätze in der Bildungsarbeit im Kampf gegen rechtspopulistische Positionen und rechtspopulistische Familienbilder erfolgreich sind. Dabei wollen wir ein besonderes Augenmerk darauf richten, wie in Familien Werte und Einstellungen reproduziert werden.

Anmeldung per Email unter forumpug@fes.de

Veranstaltungsflyer zum Download

Veranstaltungsort
Friedrich-Ebert-Stiftung | Haus 1
Hiroshimastraße 17 | 10785 Berlin

Veranstalterin
Zukunftsforum Familie
Markgrafenstraße 11 | 10969 Berlin
Tel.: 030 2592728-20 | Fax: -60 | E-Mail: info@zukunftsforum-familie.de

31. Mai 2017, Berlin: „Kinder zwischen Chancen und Barrieren: Was passiert im Zusammenspiel von Familie und Bildungsinstitution?“ Expertenforum der Bertelsmann Stiftung

Die Chancen von Kindern und Jugendlichen auf Bildung und Teilhabe sind in Deutschland ungleich verteilt. Das zeigt sich seit Jahren in allen Bildungsberichten. Offensichtlich gelingt es bisher noch nicht, die Mechanismen zu durchbrechen, die zur Entstehung und Verfestigung von Bildungsbarrieren für Kinder und Jugendliche beitragen.

Gerade die Schnittstelle von Familien und Bildungsinstitutionen, an der Eltern, Kinder und Fach- und Lehrkräfte aus Kitas und Grundschulen miteinander in Kontakt treten, wird in der Diskussion um mehr Chancengerechtigkeit im Bildungssystem wenig in den Blick genommen. Unter dem Stichwort der „Bildungs- und Erziehungspartnerschaft“ gibt es zwar eine lebhafte Debatte darüber, dass eine bessere und intensivere Zusammenarbeit zwischen Eltern und Fach- und Lehrkräften dazu beitragen soll, die Bildungschancen von Kindern zu verbessern. Dabei wird gefordert, dass sich beide Seiten als „Partner auf Augenhöhe“ begegnen. Allerdings handelt es sich bei dieser Idee der „Partnerschaft“ um ein sehr positiv besetztes Idealbild, das besonders in Deutschland wissenschaftlich noch wenig bearbeitet wird.

Hier setzt das Kooperationsprojekt der Goethe-Universität Frankfurt am Main und der Bertelsmann Stiftung an. Die Kindheitsforscherin und Erziehungswissenschaftlerin Prof. Dr. Tanja Betz untersucht mit ihrem Team, was im Zusammenspiel von Familie und Kindertageseinrichtungen sowie Grundschulen passiert:
• Mit welchen Vorstellungen und Haltungen begegnen sich die Akteure?
• Wie wird das Thema rechtlich, bildungs- und sozialpolitisch sowie in den Fachdiskursen gerahmt?
• Welche Position nehmen dabei eigentlich die Kinder ein?

Erste Ergebnisse der Forschung werden Tanja Betz und ihre Mitarbeiterinnen auf dem Expertenforum vorstellen. Im Vorfeld schicken wir Ihnen dazu die neue Publikation „Partner auf Augenhöhe? Forschungsbefunde zur Zusammenarbeit von Familien, Kitas und Schulen mit Blick auf Bildungschancen“ zu.

Wir freuen uns, gemeinsam mit Ihnen zu diskutieren. Ziel ist es, bildungs- und sozialpolitische Handlungsimpulse für eine Zusammenarbeit von Fach- und Lehrkräften, Eltern sowie Kindern zu entwickeln, damit Bildungschancen verbessert werden können.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Forums sind Akteure aus den Bereichen frühe Bildung, Familienbildung sowie der Grundschule. Neben Vertreterinnen und Vertretern aus den zuständigen Fachministerien, Weiterbildungsinstituten und Verbänden sprechen wir auch politische Akteure, Wissenschaft, Eltern und Schülervertreter/innen an.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Informationen
Bertelsmann Stiftung
Mirjam Stierle
Carl-Bertelsmann-Straße 256 | 33311 Gütersloh
Tel: 05241 / 8181505 | mirjam.stierle@bertelsmann-stiftung.de

Erfolgreiches erstes Fachforum „Werte lernen in der Migrationsgesellschaft“

Berlin, 07. Oktober 2016:
Mit dem ersten Fachforum „Werte lernen in der Migrationsgesellschaft“ mit knapp 50 Teilnehmenden ist das Bundesforum Familie voll in die inhaltliche Arbeit zum Thema „Familie und Flucht“ eingestiegen. Eine 7-köpfige Ad-Hoc-Arbeitsgruppe aus dem Kreis der Mitgliedsorganisationen hatte das Fachforum vorbereitet, das von einem spannenden Impulsvortrag von Prof. Dr. Friedrich Heckmann (europäisches forum für migrationsstudien an der Universität Bamberg) zum Thema Werte in der Migrationsgesellschaft eingeleitet wurde.

Prof. Dr. Heckmann erläuterte in seinem Vortrag zunächst einige sozialisationstheoretische Grundlagen. Werte seien als grundlegende Maßstäbe des individuellen Handelns sowie des gesellschaftlichen Zusammenlebens zu verstehen. Für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Stabilität von Institutionen sei eine gewisse Wertegemeinsamkeit eine zentrale Bedingung. Um sich in eine Gesellschaft integrieren zu können, müssen Werte also gelernt werden. Integration ist für Heckmann ein Sozialisationsprozess und besteht – dem Soziologen Hartmut Esser folgend – aus vier Dimensionen: der strukturellen Integration (in Schule, Arbeits- und Wohnungsmarkt etc.), der sozialen Integration (Freundschaften, Vereine etc.) und der identifikativen Dimension (z.B. als syrischer Deutscher); besondere Bedeutung sei dem Spracherwerb als Teil der vierten Dimension, der kulturellen Integration, beizumessen. Alle vier Dimensionen stünden in wechselseitigen Kausalbeziehungen. Sie setzten außerdem die Offenheit der Aufnahmegesellschaft für die Partizipation und Identifizierung der Migranten voraus. Zu dieser Offenheit gehöre auch, so Heckmann, sich die Frage zu stellen: Müssen wir uns – schon im Interesse des Friedens – nicht darauf einstellen, mehr zu teilen und nicht nur unseren Wohlstand zu mehren? Wir scheinen an einer Zeitenwende zu stehen, die die Chance berge, neue Formen internationaler und europäischer Zusammenarbeit zu entwickeln und das europäische Projekt voranzubringen; größer sei leider momentan jedoch die Gefahr, dass durch nationale Beschränktheiten das zerstört werde, was in vielen Jahren an europäischen Errungenschaften für Frieden und Wohlstand erreicht worden sei.

Im Anschluss an den Vortrag von Prof. Dr. Heckmann erinnerte Magda Göller, Mitglied im Beirat des Bundesforums, daran, dass das Thema des Fachforums große Schnittmengen mit früheren Rahmenthemen des Bundesforums aufweise. An die Erkenntnisse aus den Bereichen „Migrationsfamilien“ (2003 – 2004), „Kinder brauchen Werte“ (2007 – 2009) sowie „Familie und Inklusion“ (2013 – 2015) könne man deshalb gut anknüpfen. In all diesen Zusammenhängen zeige sich immer wieder, wie wichtig es ist, die zwei menschlichen Grundbedürfnisse nach Autonomie und Zugehörigkeit auszutarieren. Häufig werde vernachlässigt, wie hilfreich dabei die Selbstreflektion sein kann, also sich zu fragen: „Was ist mir wichtig? Warum? Wofür stehe ich?“

Intensive Diskussionen im Plenum schlossen sich an. Dabei wurde die Frage aufgeworfen, ob denn „unsere“ Werte von den Zugewanderten tatsächlich im größeren Stil in Frage gestellt würden. Und wer das eigentlich sei: „Wir“? Schließlich sei unsere Gesellschaft keineswegs homogen, auch nicht in den Wertvorstellungen. Zudem hätte die Geschichte und hätten insbesondere die letzten Jahrzehnte gezeigt, dass Wertvorstellungen einem teilweise starken Wandel unterlägen. Als Beispiel wurden unter anderem der Umgang mit den Themen geschlechtliche Identität und sexuelle Orientierung oder Gewalt in der Erziehung genannt.

Nach der Mittagspause reflektierten die Teilnehmenden in drei parallelen Workshops die eigenen Erfahrungen mit dem Thema Werte in der Arbeit mit Geflüchteten und suchten gemeinsam nach Bausteinen für einen konstruktiven Wertedialog.

In allen drei Gruppen wurde dabei deutlich, wie wichtig der persönliche Kontakt zwischen den Menschen ist, um Vorurteile abzubauen. Wenn man sich mit Offenheit und Respekt begegne, zeige sich meist, dass man viele Wertvorstellungen teile. Da aus den geteilten Werten aber unterschiedliche, auch kulturell unterschiedlich geprägte Verhaltensweisen abgeleitet werden können, komme es häufig zu Missverständnissen.

Unterstrichen wurde mehrfach die Gefahr, innerhalb eines vermeintlich gut gemeinten Prozesses der Wertevermittlung durch Stereotype und „Labelling“ Geflüchtete oder auch andere nicht-weiße Menschen zu diskriminieren und Rassismen auszusetzen. Ebenfalls betont wurde die Notwendigkeit, für Neuankommende Rechte zu stärken und Zugänge zu Bildung, Arbeit etc. zu schaffen, damit überhaupt ein Dialog auf Augenhöhe möglich sei.

Sorgen äußerten viele Teilnehmende auch in Hinblick auf den jüngsten Aufschwung von rechtspopulistischen Bewegungen und Parteien, die massiv Stimmung gegen Geflüchtete, Muslim_innen sowie generell Andersdenkende machten. Das von Heckmann in seinem Vortrag erwähnte Konzept der „Leitkultur“ wurde in allen Workshops kritisch hinterfragt bzw. geradeheraus abgelehnt.

Als wichtiges Elemente eines konstruktiven Wertedialogs wurde immer wieder genannt, vorurteilsbewusst zu agieren, sich der eigenen (Macht-)position bewusst zu sein, anderen auf Augenhöhe zu begegnen, Raum für Begegnungen, Austausch und Dialog zu schaffen sowie letztlich geduldig zu sein und dem Prozess des Zusammenwachsens auch einfach Zeit zu geben.

Im Nachgang der Veranstaltung kam in Hannover abermals die Ad-Hoc-Arbeitsgruppe zusammen, um die Ergebnisse zusammenzutragen und nachzubereiten.

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18.-19. Mai 2017, Hannover: „Für Bildung ist es nie zu früh. Nachhaltig von Anfang an!“ Fachtagung der IMPULS Deutschland Stiftung

Unsere Gesellschaft verändert sich ständig und entwickelt sich weiter. Alle diese Änderungen bringen auch neue Erkenntnisse und neue Herausforderungen für die Arbeit in der Familie mit sich.

Ziel der Fachtagung ist es, im gemeinsamen Austausch aktuelle Themen der Frühkindlichen Bildung zu erörtern. Praxisnahe Fachvorträge und Kurzreferate geben dafür die nötigen Impulse. Zusammen wird u. a. der Frage nachgegangen, in welche Richtung sich die Frühkindliche Bildung in Deutschland in den vergangen Jahren entwickelt hat.

Zentrale Inhalte werden der aktuelle Stand der Forschung, sowie Herausforderungen und Tendenzen der Frühkindlichen Bildung auf unterschiedlichen Ebenen sein. Zu dieser Diskussion gehören mehrere Aspekte:

  1. Die kulturelle Dimension der Frühkindlichen Bildung
  2. Institutionelle Ebene von Bildung
  3. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse
  4. Gesellschaftliche Auswirkungen
  5. Präventive Funktionen der Frühkindlichen Bildung

Mehr Informationen zur Fachtagung

Agenda der Fachtagung

Online-Anmeldeformular

Veranstaltungsort
DORMERO Hotel Hannover
Hildesheimer Straße 34-38 | 30169 Hannover

Veranstalter
IMPULS Deutschland Stiftung | Frühe Bildung in der Familie
Konsul-Smidt-Straße 8g | 28217 Bremen
Tel.: 0421 696786-0 | Fax: -86 | E-Mail: info@impuls-familienbildung.de

09. Mai 2017, Berlin: „Regenbogenfamilien bewegen! Beratung zukunftsträchtig gestalten“ Fachtagung des Lesben- und Schwulenverbands (LSVD)

Eltern stehen nicht selten vor Herausforderungen, die ohne eine kompetente und unterstützende Beratung schwer zu meistern sind. Das trifft auf Regenbogenfamilien ebenso zu wie auf alle anderen Familienformen. Doch bisher meiden viele lesbische Mütter, schwule Väter oder Trans*-Eltern lokale Familien- und Erziehungsberatungsstellen, weil sie befürchten, auf Unwissen und Vorurteile zu stoßen.

Mit dem Modellprojekt „Beratungskompetenz für Regenbogenfamilien“ will der LSVD gemeinsam mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) eine Lücke schließen, damit die Mitglieder von Regenbogenfamilien wohnortnah fachkundigen Rat und Hilfe erhalten und sich willkommen fühlen können. Mittels bundesweiter Fortbildungen, die seit Sommer 2016 durchgeführt werden, geben wir Fachkräften in Beratungseinrichtungen Gelegenheit, sich mit den Herausforderungen und Potenzialen von Regenbogenfamilien vertraut zu machen.

Auf der Fachtagung wollen wir diejenigen Themen intensiver beleuchten, die sich im Rahmen der Fortbildungen als zentral herausgestellt haben für eine fachkompetente und annehmende Beratung von Mütter-, Väter- und Transfamilien:

•     Rechtliche Situation von Regenbogenfamilien
•     Coming-out mit und ohne Kinder
•     Trans*eltern und Trans*kinder
•     Herausforderungen und Chancen von multiplen Elternschaften
•     Familienbilder und sexuelle Identität im aktuellen gesellschaftlichen Diskurs
•     Gleichgeschlechtliche Paare und Reproduktionsmedizin – Familiengründung zwischen Tabu und Hoffnung
•     Aufwachsen in einer Regenbogenfamilie: Jugendliche aus Regenbogenfamilien berichten

Fachkräfte aus der Familien-, Erziehungs-, Schwangerschafts- und Paarberatung sind herzlich eingeladen, sich in Vorträgen, Foren und Podien zu informieren, auszutauschen und eigene Positionen zu klären und zu schärfen.

Die Teilnahme an der Fachtagung ist kostenfrei. Die Fachtagung wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Wir freuen uns darauf, Sie in Berlin willkommen zu heißen!

Genauere Angaben zu Programm und Anmeldung finden Sie hier.

Veranstaltungsort
Neue Mälzerei
Friedenstraße 91 | 10249 Berlin

Veranstalterin
Lesben- und Schwulenverband (LSVD)
Projekt Beratungskompetenz zu Regenbogenfamilien
Dr. Elke Jansen | Projektleiterin
Hülchrather Straße 4 | 50670 Köln
Tel 0221 / 92 59 61-16 | Fax -11 | E-Mail: elke.jansen@lsvd.de

21. April 2017, Frankfurt am Main: „Vielfalt unter Druck? Binationale Familien in der Einwanderungsgesellschaft“ Fachtagung des Verbands binationaler Familien und Partnerschaften

Aktuell wird auch in Deutschland das Selbstverständnis zu Differenz und Vielfalt neu verhandelt und dabei der gesellschaftliche Zusammenhalt oftmals in Frage gestellt. Es scheint einiges durcheinander zu geraten, an Migrant*innen werden lautstark Forderungen der Anpassung gerichtet. Gleichzeitig stellt sich die Frage nach der inneren Sicherheit in unserem Land. Dies alles führt zu Verunsicherungen und Ängsten – nicht nur in unseren Familien, die ja gerade für Uneindeutigkeit stehen. Wir sehen die Herausforderungen als Einwanderungsgesellschaft, sich stückweit mit sich selbst beschäftigen zu müssen, sich in Frage zu stellen, um gesellschaftliches Zusammenleben in Vielfalt zu gestalten. Wir möchten ein Mehr an Orientierung, ein Mehr an Handlungsmöglichkeiten und auch ein Mehr an Zuversicht bieten für die Arbeit vor Ort und im sozialen Umfeld. Wir fragen nach realistischen Lösungsansätzen, um komplexe Themen der Migration und Integration verständlicher zu machen und darin Entwicklungschancen zu sehen.

Programm zum Download
Online-Anmeldung

Veranstaltungsort
hoffmanns höfe
Heinrich-Hoffmann-Straße 3 | 60528 Frankfurt am Main

Veranstalterin
Verband binationaler Familien und Partnerschaften, iaf e.V.
Ludolfusstraße 2-4 | 60487 Frankfurt am Main
info@verband-binationaler.de

07.-08. April 2017, Berlin: Jugendhilfekongress der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft | GEW

„Es gibt keine andere als politische Pädagogik“ (Paulo Freire, 1921–1997)

Die Kinder- und Jugendhilfe hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert.

Rechtsansprüche auf Kitaplätze führen zu einer enormen Expansion, ein neues Verständnis von Bildung profiliert die Kindheitspädagogik, der Anspruch auf umfassende Teilhabe braucht inklusive Lösungen, die Stärkung der Kinderrechte verändert den Blick, nach Deutschland geflüchtete Kinder und Jugendliche brauchen Unterstützung, Jugendhilfe und Schule rücken zusammen.

Die Finanzierung gerät an ihre Grenzen, Wirtschaftlichkeit und Effizienz werden hinterfragt, der Bedarf an Fachkräften ist kaum zu decken, die Arbeitsbedingungen halten mit den Qualitäts­anforderungen nicht Schritt.

In den letzten Jahren wurde eine große Zahl von Programmen und Modellprojekten aufgelegt und realisiert. Damit wurde auf eine breite Palette von fachlichen Herausforderungen reagiert. Aller­dings ist der Zusammenhang einer konsistenten Kinder- und Jugendpolitik verloren gegangen. Wäh­rend der 11. Kinder- und Jugendhilfebericht 2002 noch das „Aufwachsen in öffentlicher Verantwor­tung“ ­thematisierte, scheint es heute immer mehr darum zu gehen, schnell und effizient auf aktuelle Herausforderungen zu reagieren. Der Zusammenhang von pädagogischem Handeln und politischer Verantwortung, von pragmatischem Tun und gesellschaftlicher Wirkung geht zunehmend verloren.

Mehr Informationen und Anmeldemöglichkeit

 
Veranstaltungsort
Werkstatt der Kulturen
Wissmannstraße 32 | 12049 Berlin-Neukölln

Informationen
Antje Lindner | Sekretärin im OB Jugendhilfe und Sozialarbeit
Wallstraße 65 | 10179 Berlin
Telefon: 030/235014-11 | E-Mail: antje.lindner(at)gew(dot)de