15. Dezember 2021, online: „Egalität egal? Was Frauen (und Männer) auf ihrem Weg zur Gleichheit ausbremst“ Netzwerk-Veranstaltung des Deutschen Jugendinstituts

Wie ist es um die gelebte Geschlechtergerechtigkeit zwischen Mann und Frau nach fast vier Jahrzehnten Gleichheitsdebatte heute bestellt? Was ist an den oft zitierten „neuen Vätern“ neu?

Fakt ist, dass Frauen auch 2021 das Gros unbezahlter Sorgearbeit in Familien leisten, dass sie ein deutlich geringeres Erwerbseinkommen erzielen als Männer und dass dieser sogenannte „Gender-Pay-Gap“ über den „Gender-Lifetime-Gap“ im Alter zum Gender-Pension-Gap wird.

Welche Faktoren spielen bei der Kluft, die weiterhin zwischen formulierten Ansprüchen und der alltäglichen Praxis in Familien und Erwerbsarbeit besteht, eine Rolle? Ist alles nur eine Aushandlungssache zwischen Mann und Frau? Welche Wirkmacht haben hierbei (noch immer) tradierte Geschlechterrollen? Und welche Strukturen, z.B. auf dem Arbeitsmarkt und in der Sozial- und Familienpolitik, wirken ungleichheitsfördernd und bremsen Veränderungsprozesse aus?

Umgekehrt lässt sich fragen: Was sind Treiber für Veränderungsprozesse hin zu mehr Geschlechtergerechtigkeit? Braucht es andere gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen?

Und ganz konkret: Welche Auswirkungen hatte die SARS-CoV-2-Pandemie bislang auf die Rollenverteilungen zwischen den Geschlechtern? Ist die befürchtete Retraditionalisierung, der Rückfall in überkommene Arbeitsteilungen, eingetreten? Oder wem ist Egalität vielleicht sogar egal?

Diese und weitere Fragen diskutiert Dr. Karin Jurczyk, Familiensoziologin, im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Zeitpolitik, Mitinitiatorin von Care.Macht.Mehr und bis 2019 Leiterin der DJI-Abteilung Familie und Familienpolitik mit Prof. Dr. Michael Meuser, bis 2020 Professor für Soziologie der Geschlechterverhältnisse an der TU Dortmund, der den Gleichheits-, Familien- und Väterdiskurs über Jahrzehnte wissenschaftlich begleitet hat und Prof. Dr. Sabina Schutter, Vorstandsvorsitzende von SOS-Kinderdorf e.V., Professorin für Kindheitspädagogik, die in ihrer aktuellen Publikation „Frauenrolle vorwärts“ Frauen ermutigt, sich von möglicher Weise überkommenen verinnerlichten Rollenbildern in Beruf, Partnerschaft und Familie zu distanzieren und nicht hinter ihren eigenen Möglichkeiten zurück zu bleiben.

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung sind herzlich eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen.

Mehr Informationen und Anmeldung auf der Website des DJI

23.-24. November 2021, online: „Aufwachsen in Deutschland“ Wissenschaftliche Jahrestagung des Deutschen Jugendinstituts

Mit der diesjährigen Jahrestagung setzt das Deutsche Jugendinstitut die Tradition der jährlichen wissenschaftlichen Veranstaltungen fort und schafft wiederum die Gelegenheit, neue Forschungsergebnisse zu aktuellen Fragen vorzustellen und gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Fachpraxis sowie Politik und Administration zu diskutieren. Dabei spannt das Thema „Aufwachsen in Deutschland“ einen breiten Bogen, der die unterschiedlichen Lebensphasen der Kindheit, Jugend und des jungen Erwachsenenalters abdeckt sowie unterschiedliche Akteure und Institutionen in den Blick nimmt, die für das gelingende Aufwachsen Verantwortung tragen. In insgesamt neun Foren werden spezifische Fragestellungen aufgerufen zu den Themenbereichen „Qualität, Betreuung und Bildung“, „Allgemeinbildende Programme, Berufsbildung und Weiterbildung“, „Digitale Medien“ sowie „Well-being und Partnerschaft“. Hierbei greifen zahlreiche Projekte auf den Datenfundus des integrierten Surveys „Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten“ zurück. Zudem wird die Gelegenheit genutzt, die in der Corona-Pandemie gewonnenen Erfahrungen forschungsbasiert zu reflektieren.

Mehr Informationen auf der Website des DJI

28. Oktober 2021, online: „Digitalisierung geschlechtergerecht gestalten – Was sagt uns der Dritte Gleichstellungsbericht dazu?“ Spitzengespräch des AWO Bundesverbandes

Digitalisierung wirkt sich auf bestehende Geschlechterverhältnisse aus und umgekehrt. Selbstbedienungskassen im Supermarkt, Pflegeroboter, der Anteil von Frauen an Gründungen digitaler Start-Up-Unternehmen oder geschlechtsbezogene digitale Gewalt sind nur einige Beispiele für die umfassenden Veränderungen, die der digitale Transformationsprozess in allen gesellschaftlichen Bereichen erzeugt. Mit dem Gutachten für den Dritten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung liegt erstmals eine ausführliche und differenzierte Verknüpfung von Gleichstellung und Digitalisierung als zentrale politische Handlungsfelder und Stellschrauben für gesellschaftlichen Wandel vor.

Welche gesellschaftlichen Auswirkungen haben die umfassenden technischen Innovationen, insbesondere mit Blick auf strukturell benachteiligte Gruppen? Wie wollen wir im Zuge der digitalen Transformation der Gesellschaft heute und zukünftig leben, arbeiten und miteinander umgehen? Wie kann Digitalisierung geschlechtergerecht gestaltet werden? Welche konkreten gendersensiblen Maßnahmen kann die AWO in diesem Transformationsprozess unternehmen? Das sind Fragen, die uns auch in der AWO stark beschäftigen und zwar als Arbeitgeberin, Mitgliederverband und wichtige sozialpolitische Akteurin.

Prof. Dr. Aysel Yollu-Tok, Vorsitzende der Sachverständigenkommission des Dritten Gleichstellungsberichts, wird uns die zentralen Ergebnisse des Berichts vorstellen. Anknüpfungspunkte an die Themen und Handlungsfelder der AWO werden anschließend im digitalen Spitzengespräch mit Prof. Dr. Aysel Yollu-Tok und Prof. Dr. Jens M. Schubert, Vorstandsvorsitzender des AWO Bundesverbandes e.V., aufgezeigt.

Mehr Informationen auf der Webseite der AWO

27. Oktober 2021, online: „Familie und Corona“ Lunchbag-Session des Deutschen Jugendinstituts

Corona hat das Zusammenleben in Familien auf den Prüfstand gestellt. In dem Vortrag werden dazu zwei Studien vorgestellt: Einerseits des auf den Daten des AID:A Corona-Add-Ons beruhenden Auswertungsprojektes „Corona und familiales, individuelles und partnerschaftliches Well-Being, das vor allem die Dimensionen Familienklima, Partnerschaftszufriedenheit, Eltern-Kind-Beziehung, finanzielle Sicherheit und Gesundheit in den Blick nimmt. Die zweite Studie „Mütter und Väter während der Corona-Pandemie“ beruht auf den Daten einer qualitativen Interviewstudie und beleuchtet – teils auch unter Bezugnahme auf die AID:A-Daten – das Doing Family und die Vereinbarkeitskonflikte von Müttern und Vätern auf der Mikroperspektive .

Vortragende:

Dr. Regina Ahrens ist Vertretungsprofessorin ür BWL mit Schwerpunkt Personal und Marketing an der Hochschule Hamm-Lippstadt in Hamm.

Dr. Simone Schüller ist wissenschaftliche Referentin in der Fachgruppe F1 „Lebenslagen und Lebensführung von Familien“ der Abteilung Familie und Familienpolitik am Deutschen Jugendinstitut e.V.

Hannah Steinberg ist Grundsatzreferentin der Fachgruppe F1 „Lebenslagen und Lebensführung von Familien“ der Abteilung Familie und Familienpolitik am Deutschen Jugendinstitut e.V.

Thomas Eichhorn ist wissenschaftlicher Referent der Fachgruppe F1 im Projekt „AID:A, Kompetenzteam Familie“ der Abteilung Familie und Familienpolitik am Deutschen Jugendinstitut e.V.

Dr. Claudia Zerle-Elsäßer ist Leiterin der Fachgruppe F1 „Lebenslagen und Lebensführung von Familien“ am Deutschen Jugendinstitut e.V.

Dr. Anna Buschmeyer leitet die Stabsstelle Gender am Deutschen Jugendinstitut e.V.

Mehr Informationen und Anmeldemodalitäten auf der Webseite des DJI

 

27. Oktober 2021, online: „Kinder. Rechte. Garantiert? Die EU-Kinderrechtestrategie und die EU-Kindergarantie“ Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe

Die Europäische Kommission hat am 24. März 2021 die erste umfassende Kinderrechtestrategie der Europäischen Union (EU) beschlossen. In diesem Rahmen ist auch die Einführung einer Europäischen Garantie für Kinder empfohlen worden, die am 14. Juni 2021 durch den Rat der EU verabschiedet wurde. Was bedeuten diese Initiativen für die 90 Millionen in der EU lebenden Kinder? Welche Impulse sind für Kinderrechte in Deutschland zu erwarten? Diese und weitere Fragen sollen in der Onlineveranstaltung am 27. Oktober beantwortet werden, zu der die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ und das Netzwerk Kinderrechte ihre Mitgliedsorganisationen herzlich einladen. Die Veranstaltung wird per Zoom stattfinden, die Zugangsdaten werden kurz vor der Veranstaltung versandt.

Bitte melden Sie sich bis zum 22. Oktober 2021 per E-Mail an: anmeldung@netzwerk-kinderrechte.de 

Mehr Informationen auf der Website der AGJ