30./31. Mai 2022, Berlin: „Rechtsanspruch Leaving Care vor Ort verbindlich inklusiv gestalten“ Transferkonferenz der AGJ

Leaving Care – der Übergang junger Menschen, die in Wohngruppen/Heimen oder Pflegefamilien aufwachsen, ins Erwachsenenleben – ist mit besonderen persönlichen und strukturellen Herausforderungen verbunden. Der Weg aus der stationären Hilfe ist somit häufig erschwert und von Brüchen gekennzeichnet. Die Reform des SGB VIII bzw. das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (2021) hat anerkannt, dass eine bessere, verbindliche Gestaltung dieses Übergangs auf kommunaler Ebene realisiert werden muss.

Die für den 25./26.11.2021 geplante AGJ-Transferkonferenz „Rechtsanspruch Leaving Care vor Ort verbindlich inklusiv gestalten“ musste aufgrund der Pandemieentwicklungen verschoben werden. Um die Bedeutung und Aktualität des Themas zu unterstreichen und schon jetzt dazu beizutragen, die Rechte der jungen Menschen im Prozess des Leaving Care zu stärken, wurde durch die Kooperationspartner*innen der Veranstaltung am 26.11.2021 ein frei zugänglicher, digitaler Transferdialog „Rechtsanspruch Leaving Care vor Ort verwirklichen“ermöglicht. Als digitaler Auftakt und Impuls zur Präsenzkonferenz 2022 setzte er sich mit der Notwendigkeit auseinander, insbesondere kommunale Infrastrukturen und Verfahren der Übergangsbegleitung aus stationären Erziehungshilfen neu- bzw. weiterzuentwickeln und verbindlich zu etablieren.

Die AGJ-Transferkonferenz wird am 30./31.05.2022 in Berlin stattfinden, das Programm wurde in Rücksprache mit den Referierenden beibehalten. Sollten Sie eine Buchung für den ursprünglichen Termin 2021 vorgenommen haben, erhalten Sie die Möglichkeit einer Teilnahme 2022 oder eine Erstattung des Teilnahmebeitrags. Eine Warteliste für neue Interessierte wird eröffnet.
Der Teilnahmebeitrag kostet 95 EUR.

Weitere Information und Materialien finden Sie auf der Website der AGJ.

21. Februar 2022, online: „Schönheit im digitalen Raum“ Jahresauftakttagung des JFF – Institut für Medienpädagogik

Die Jahresauftakttagung am 21. Februar 2022 zum Thema „Schönheit im digitalen Raum“ nimmt in den Blick, wie Kinder und Jugendliche mit Schönheit und Schönheitsidealen im digitalen Raum umgehen.

Der digitale Raum ist für Kinder und Jugendliche eine Inspirations- und Orientierungsquelle für Schönheitsdarstellungen und Lebensformen. Online sehen wir tagtäglich eine Vielzahl an Bildern. Neben perfekt inszenierten Bildern, die den Nutzenden ein einseitiges und unrealistisches Ideal von Schönheit aufzeigen, gibt es jedoch auch vielfältigere Inhalte und diverse Darstellungen von Schönheit. Dies zeigt bspw. die Bodypositivity-Bewegung. Diese Vielfalt kann jungen Menschen Inspiration und Orientierung bei der Auseinandersetzung mit der eigenen Identität geben. Doch was bedeutet es eigentlich schön zu sein? Und wie können Schönheit und Diversität im digitalen Raum mit Kindern und Jugendlichen zum Thema gemacht werden?

Die siebte Jahresauftakttagung zum Thema „Schönheit im digitalen Raum“ nimmt in den Blick, wie Schönheit im digitalen Raum dargestellt wird. Zudem steht im Zentrum, wie Kinder und Jugendliche diese Darstellung wahrnehmen und wie sie mit ihr umgehen – gibt sie ihnen Orientierung oder führt sie zu Verunsicherung? Die Jahresauftakttagung findet am 21. Februar 2022 als Online-Format statt: Alle Vorträge werden live gestreamt. Die Fragen des Online-Publikums werden unmittelbar von der Moderation eingebunden. Am Nachmittag werden die Teilnehmenden in Online-Workshops aktiv. Dabei bearbeiten und diskutieren sie praxisrelevante Themen und Methoden.

Die Anmeldung läuft bis einschließlich 07. Februar 2022. Alle Hinweise zur Anmeldung gibt es unter: https://auftakttagung.jff.de/anmeldung-2022/

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des JFF.

26. Januar 2022, online: „Fairness der Arbeitsteilung und Beziehungszufriedenheit nach der Geburt eines Kindes“ Lunchbag Session des DJI

Die Geburt eines Kindes geht bei vielen Paaren in Deutschland mit einer oft langfristigen Spezialisierung der Arbeitsteilung entlang traditioneller Geschlechterrollen einher, obwohl die Mehrheit der Paare heutzutage eine egalitäre Arbeitsteilung präferiert. In dieser Studie untersuchen Dr. Nicole Hiekel (Deutsches Jugendinstitut) und Dr. Katya Ivanova (Tilburg University) die wahrgenommene Fairness in der Arbeitsteilung von Männern und Frauen in ihrem Zusammen-hang mit Veränderungen in der Beziehungszufriedenheit nach der Geburt eines Kindes. Ein besonderes Augenmerk legen die Familien-soziologinnen hierbei auf heterogene Effekte individueller Geschlechterrolleneinstellungen auf diesen Zusammenhang.

Vortrag:
Dr. Nicole Hiekel ist Familiensoziologin und Sozialdemografin und untersucht demografische Prozesse und soziale Mechanismen, die dazu beitragen, die zunehmende Komplexität von Familien-strukturen und –prozessen in gegenwärtigen Gesellschaften zu verstehen. Sie promovierte 2014 an der Freien Universität Amsterdam mit ihrer Dissertation zur Vielfalt nichtehelicher Lebensgemeinschaften. Sie forschte und lehrte am Niederländischen Interdisziplinären Demografischen Institut und der Universität zu Köln bevor sie im September 2021 an das Deutsche Jugendinstitut kam, wo sie ab 2022 das Kompetenzteam Sozialberichterstattung leiten wird.

Moderation: Dr. Christina Boll, DJI

Weitere Informationen auf der Website des DJI

25. Januar 2022, online: „Alles easy im Job – außer für Frauen?“ Diskussionveranstaltung der Bertelsmann Stiftung

Unsere aktuelle Studie „Homeoffice in Deutschland – eine Neiddebatte?“ (siehe unten) bringt ans Tageslicht, dass vor allem Frauen zu den Verliererinnen der Krise gehören. In einer gemeinsamen Veranstaltung mit FidAR (Frauen in die Aufsichtsräte e. V.) möchten wir die Schieflage in Wirtschaft und Gesellschaft erörtern, die viele Frauen betrifft.

In Krisenzeiten ist es noch einmal schwieriger, das Bild der funktionierenden Karrierefrau aufrecht zu erhalten, die jederzeit für den Arbeitgeber zur Verfügung steht, während sie gleichzeitig die Hauptlast der Familienarbeit trägt. Handlungsbedarf besteht an mehreren Stellen!

In der gemeinsamen Veranstaltung mit FidAR (Frauen in die Aufsichtsräte e. V.) möchten wir die Schieflage in Wirtschaft und Gesellschaft erörtern, die viele Frauen betrifft. Handlungsbedarf besteht an mehreren Stellen! Wie sollte Führung sich verhalten? Was kann helfen? Alles easy im Job?

Weitere Informationen, das Programm und eine Kurzvorstellung der Diskussionsteilnehmer*innen finden Sie auf der Website von CreatingCorporateCultures der Bertelsmann Stiftung.

25. Januar 2022, online: „Väterliche Kinderbetreuung und elterliche Einkommensentwicklung nach Trennung – explorative Ergebnisse“ Forschungskolloquium des ifb

Basierend auf einer Stichprobe von 176 getrennten Paaren mit Kindern aus dem Sozio-oekonomischen Panel der Jahre 1998-2018 explorieren wir den Zusammenhang zwischen väterlicher Zeitverwendung auf Kinderbetreuung an Werktagen (Mo-Fr) und dem ökonomischen Wohlergehen von Vätern und Müttern im Zeitraum ein Jahr vor bis ein Jahr nach Trennung. In allen Paaren wohnen die Kinder nach Trennung bei der Mutter. Über das Nettojahreshaushaltseinkommen hinaus nutzen wir auch das bedarfsgewichtete Pro-Kopf-Einkommen der Eltern, bei dem wir einen neuen, symmetrischen Ansatz für geleistete bzw. empfangene private Unterhaltszahlungen nutzen, sowie das individuelle Erwerbseinkommen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass alle Müttergruppen – genauso wie betreuungsinaktive Väter – einen Einkommensrückgang um die Trennung herum verzeichnen. Betreuungsaktive Väter realisieren einen leichten Einkommensanstieg. Mütter bleiben über die Trennung hinweg in hohem Maße in Kinderbetreuung involviert; es fällt ihnen daher schwer, am Arbeitsmarkt (wieder) Fuß zu fassen. Private und öffentliche Transfers können das wegfallende Partnereinkommen nicht kompensieren. Wir schlussfolgern, dass traditionelle soziale Normen die ökonomische Unabhängigkeit von Müttern selbst bei guter Qualifikation erschweren. Zudem zeigen wir, dass die Ergebnisse maßgeblich von methodischen Spezifikationen, insbesondere der Berücksichtigung von Haushaltskomposition und Unterhaltszahlungen, abhängen, was bei der Analyse ökonomischen Wohlergehens im Geschlechterzusammenhang zu beachten ist.

Referentin: Dr. Christina Boll, DJI München

Weitere Informationen finden Sie auf der Webite des ifb.