24./25. November 2022, online: „Kinderrechte für Alle?! Klassismuskritische Arbeit in Kita und Grundschule“ Fachtagung des Deutschen Kinderhilfswerks

Jedes fünfte Kind in Deutschland ist von Armut betroffen. Die Corona-Krise hat zu einer weiteren Verschärfung der Lage beigetragen – viele Untestützungsangebote für Kinder und deren Familien fielen weg, wodurch Bildungsungleichheiten umso offensichtlicher hervortraten. Aktuell treiben der Krieg in der Ukraine sowie eine steigende Inflationsrate die Preise für Energie und Lebensmittel in ungeahnte Höhen, wodurch sich die ohnehin schon prekäre Lage der Betroffenen noch einmal verschlechtert.

Aus einer demokratischen Perspektive wird so gegen das Diskriminierungsverbot (Art. 2) und gegen das in der UN-Kinderrechtskonvention verankerte Recht auf Beteiligung (Art. 12) verstoßen. Über die ungleichen sozioökonomischen Ausgangslagen wird zahlreichen Kindern der Zugang zu kultureller Bildung und digitalen Teilhabemöglichkeiten eingeschränkt. Durch diese Prozesse verhindert Klassismus demokratische Partizipation.

Die Fachstelle Kinderrechtebildung organisiert am 24. bis 25. November 2022 eine thematisch anküpfende Fachtagung „Kinderrechte für Alle?! Klassismuskritische Arbeit in Kita und Grundschule – Bewusstsein schaffen. Benachteiligungen entgegenwirken. Kinder und Familien stärken.“. In diesem Rahmen können Expert*innen, Praktiker*innen, Verbands und- Elternvertreter*innen gemeinsam über die Ursachen der fest verankerten klassistischen Strukturen diskutieren sowie über ihre Auswirkung auf die Demokratiebildung und dem pädagogischen Umgang in Kita, Hort und Ganztag.

Folgende Fragen stehen dabei im Fokus:

  • Auf welche Barrieren im Bildungssystem stoßen von sozioökonomischer Benachteiligung betroffene Kinder und ihre Familien?
  • Welche kinderrechtlichen Grundlagen für klassismussensibles Handeln gibt es?
  • Welche geeigneten und nachhaltigen Konzepte, Methoden, Materialien gibt es für eine klassismuskritische Praxis, wo sind Lücken?

Die Einladung und das Programm finden Sie hier.

Donnerstag, 24. November 2022 von 13:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Freitag, 25. November 2022 von 09:00 Uhr bis 13:00 Uhr
Link zur Anmeldung
Kosten: kostenfrei

Mehr Informationen online

08./09. November 2022, Berlin: „Gesundes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen“ Wissenschaftliche Jahrestagung des Deutschen Jugendinstituts

Bei der Jahrestagung 2022 des Deutschen Jugendinstituts dreht sich alles um die Fragen des gesunden Aufwachsens von Kindern und Jugendlichen.

Eine ausführliche Information sowie ein Programm wird in den kommenden Wochen auf der Website des DJI zur Verfügung gestellt, ebenso wie Informationen zur Anmeldung.

Die Veranstaltung wird hybrid durchgeführt.

02. November 2022, Hannover: „Wohlfahrt queer gedacht und queer gemacht“ Fachtag des LSVD

Strategien und Handlungsfelder für einen professionellen und diskriminierungssensiblen Umgang mit Themen der sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt

Die breit gefächerten Angebote der Wohlfahrtspflege spiegeln die Vielfalt der Gesellschaft
wider. Auch Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans*, intergeschlechtliche und queere Menschen (LSBTIQ*) nutzen diese Angebote oder gehören selbstverständlich zu den Anbieter*innen. Aufgrund von fehlendem Wissen kann es allerdings zu Irritationen kommen, die verletzend und diskriminierend wirken. Wie können die Wohlfahrtsverbände und deren Mitgliedsverbände sowie die Fachkräfte den diskriminierungssensiblen und professionellen Umgang mit Themen der sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt gewährleisten? Dieser Leitfrage gehen wir mit Ihnen im Rahmen unseres Fachtags nach.

Bei dieser Präsenzveranstaltung geben wir den inhaltlichen Impulsen für den professionellen Alltag, der Vernetzung und dem Austausch der Teilnehmenden breiten Raum. Die Veranstaltung richtet sich vor allem an Fachkräfte und Multiplikator*innen in der Wohlfahrtspflege. Die Teilnahme am Fachtag ist nach Anmeldung kostenfrei möglich.

Mehr Informationen auf der Website des LSVD

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25. Oktober 2022, Nürnberg: „Demokratiebildung und Familien“ Fachtag der eaf Bayern

Der diesjährige Fachtag der eaf bayern steht unter dem Thema „Demokratiebildung und Familien“ – ein sehr wichtiges Thema, wie wir finden!

Untersuchungen aus der Pandemiezeit haben ergeben, dass Kinder und Jugendliche sich von der Politik während der Krisenzeit nicht gehört und gesehen gefühlt haben. Andere Untersuchungen belegen „die Demokratie verliert an Boden: Erstmals seit 2004 verzeichnet der Transformationsindex (BTI) der Bertelsmann Stiftung mehr autokratische als demokratische Staaten. Von 137 untersuchten Ländern sind nur noch 67 Demokratien, die Zahl der Autokratien steigt auf 70.“

Mit unserem Fachtag möchten wir diesen beängstigenden Ergebnissen etwas entgegensetzen und für die „Demokratiebildung von Anfang an“ plädieren. Das Thema „Demokratiebildung“ beginnt bereits im frühen Kindesalter. Neben den Werthaltungen der Familie, in die ein Kind hineingeboren wird, spielen in seiner weiteren Sozialisation die Institutionen, in denen es gefördert und gefordert wird eine wesentliche Rolle für die politische Bildung. Die Beteiligung und Partizipation von Kindern und Jugendlichen gilt hier als wesentlicher Faktor.

Der Fachtag der eaf bayern möchte dieses Thema breit angehen. Neben zwei Vorträgen am Vormittag, werden am Nachmittag vier Workshops angeboten, die sich neben der Elternbildung (demokratische Aspekte der innerfamiliären Konfliktlösung), mit Partizipation und Selbstwirksamkeit von Kindern und Jugendlichen in KITA und Schule beschäftigen. Das Förderprogramm „Demokratie leben“ wird ebenso vorgestellt, wie das geplante Demokratiefördergesetz der neuen Bundesregierung. Darüber hinaus wird es Zeit zu Austausch und Vernetzung geben.

Mehr Informationen auf der Website der eaf Bayern

17. Oktober 2022, Berlin: „Alle digital dabei? Frühe Demokratie- und Vielfaltsbildung mit digitalen Medien stärken“ Fachtagung der Koordinierungsstelle Demokratie und Vielfalt in der Kindertagesbetreuung

Mit der diesjährigen Fachtagung widmet sich die Koordinierungsstelle gemeinsam mit Vertreter*innen von Wohlfahrtsverbänden und anderen Akteur*innen der Kindertagesbetreuung der Frage, welche Bedeutung digitale Medien für eine partizipative und inklusive pädagogische Praxis in Kitas und Kindertagespflegestellen haben.

Im Zuge der Pandemie hat sich der voranschreitende Digitalisierungsprozess nochmals verstärkt und auch die Kindertagesbetreuung verändert. In Zeiten von KiTa-Schließungen und Notbetreuung konnten Fachkräfte und Kindertagespflegepersonen den Kontakt zu Kindern und ihren Familien häufig nur digital aufrechterhalten. Die Förderung der Digitalisierung im Elementarbereich wurde von der amtierenden Regierung erstmals als ein Ziel im Koalitionsvertrag verankert, um Medienkompetenzen von pädagogischen Fachkräften zu stärken und die technische Ausstattung in der KiTa zu verbessern. Zudem stellte der UN-Kinderrechtsausschuss in seiner 25. Allgemeinen Bemerkung heraus, dass die Rechte von Kindern, wie die auf Beteiligung und Nicht-Diskriminierung, (auch) im digitalen Umfeld gelten. Bezugnehmend auf Demokratie- und Vielfaltsbildung sollen daher folgende Leitfragen im Mittelpunkt stehen:

  • Welche Chancen bieten digitale Medien zur Förderung von Partizipation und Inklusion in der Frühen Bildung?
  • Was sind die Voraussetzungen für einen sinnvollen Einsatz digitaler Medien für die frühkindliche Demokratie- und Vielfaltsbildung?
  • Wie kann die Kindertagesbetreuung mit Hilfe digitaler Medien Chancengerechtigkeit und Teilhabe für alle Kinder ermöglichen, ohne gesellschaftliche Ungleichheit zu verstärken?

Zur Beantwortung dieser und weiterer Fragen, sollen Erkenntnisse und Konzepte aus Wissenschaft und Praxis sowie Maßnahmen der Teilprojekte des Begleitprojekts „Demokratie und Vielfalt in der Kindertagesbetreuung“ in die Diskussionen einfließen.

Mehr Informationen auf der Website der Koordinierungsstelle „Demokratie und Vielfalt in der Kindertagesbetreuung“ 

07./08. Oktober 2022, Leipzig: „Sichere Orte für Kinder! Schutz der Kinderrechte: Verantwortung aller Institutionen für Kinder!“ Jahrestagung der Deutschen Liga für das Kind

Vor zehn Jahren ist das Bundeskinderschutzgesetz in Kraft getreten, mit vielen Verbesserungen für den vorbeugenden und eingreifenden Schutz von Kindern, etwa vor Gewalt oder Vernachlässigung. Risiken für Kinder können jedoch nicht nur von ihrem familiären Umfeld ausgehen, sondern auch durch Personal in Institutionen, die eigentlich nur für Kinder da sind.

Was macht einen Ort, der Lebenswelt für Kinder ist, zu einem sicheren Ort? Ist Schutz vor Gewalt genug Schutz für Kinder? Wie verantworten Institutionen den Schutz der Rechte von Kindern insgesamt und wie sehen Kinder das selbst? Auf der Tagung wird erörtert, was reale und virtuelle Lebenswelten zu sicheren Orten für Kinder macht und wie Schutz-, Förder- und Beteiligungsrechte einander bedingen. Es soll diskutiert werden, welche Verantwortung den Institutionen zukommt, in denen sich entscheidet, wie sicher der Alltag von Kindern ist. Die interdisziplinäre Tagung richtet sich an alle mit Kindern und Familien tätigen Fachkräfte, an Verantwortliche in Politik, Justiz und Verwaltung sowie an Studierende, Auszubildende und alle am Thema Interessierte.

Mehr Informationen auf der Website der Deutschen Liga für das Kind

23./24. September 2022, Potsdam: „Vielfalt im Team: Potenziale und Hindernisse für die pädagogische Praxis“ Bundesfachtagung des Pestalozzi-Fröbel-Verbands

(Multi-)professionelle Teams bilden in der Kinder- und Jugendhilfe seit jeher eine Facette des Personals. Im Zuge der starken Expansion der Arbeitsfelder und des hohen Personalbedarfs werden die pluralen Ausbildungs-, Studien- und Lebenshintergründe – insbesondere in Kindertageseinrichtungen – deutlicher sichtbar als zuvor. Erweiterte Ansprüche an die pädagogische Arbeit, veränderte Fachkräfterichtlinien und neue Formen inklusiver Zusammenarbeit unterstützen diese Prozesse. Auf der Bundesfachtagung sollen die Potenziale und Hindernisse für die pädagogische Praxis gemeinsam ausgelotet werden. Mit der Tagung wird Raum gegeben für offene Fragen von Ausbildung, Praxis, Wissenschaft und Fachpolitik. Impulsvorträge und Workshops rahmen diese Auseinandersetzungen. Die Tagung bietet neben dem unmittelbaren Austausch vielfältige Möglichkeiten der Mitwirkung.

Die Veranstaltung ermöglicht eine Standortbestimmung aus theoretischer und praktischer Perspektive. Sie richtet sich an alle, die sich mit den Handlungsfeldern Kindertageseinrichtungen oder dem offenen schulischen Ganztag beschäftigen sowie an diejenigen, denen die Weiterentwicklung guter Bildungsorte in unserer Gesellschaft ein offenes Anliegen ist.

Die pfv-Bundesfachtagung 2022 führt der Pestalozzi-Fröbel-Verband e.V. (pfv) in Kooperation mit der Fachhochschule Clara Hoffbauer Potsdam sowie den Beruflichen Schulen Hermannswerder durch. Sie findet am 23. und 24. September 2022 auf der Insel Hermannswerder in Potsdam statt.

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Programm

Anmeldung

21./22. September 2022, Ludwigshafen: „Jetzt wird’s aber Zeit! Eckpunkte für eine familienfreundliche Zeitpolitik“ Jahrestagung der evangelischen arbeitsgemeinschaft familie

Wenn Eltern von kleinen Kindern von der Arbeit nach Hause gehen, bleibt für sie kaum Zeit zum Luftholen: Nach der Kita geht`s noch kurz mit den Kindern auf den Spielplatz. Dort schnell noch ein aufgeschlagenes Knie verarzten, ehe man mit den Kindern im Schlepptau Einkäufe erledigt, zu Hause angekommen das Abendessen vorbereitet und währenddessen tausend Kinderfragen beantworten muss. Im Kopf schon die to-do-Liste für den nächsten Tag: Kindergeburtstagsgeschenke besorgen, Arzttermine vereinbaren und die nächste Kinderschuhgröße ist auch schon erreicht…
Eltern geht die Puste aus, so eng getaktet ist ihr Alltag. Was ihnen fehlt, ist Zeit.

Während der Start in das Zusammenleben als Familie durch die Regelungen zu Elternzeit und Elterngeld erleichtert wird, stellt sich die Frage nach Familienzeit danach ganz konkret und alltäglich. Wie finden Familien jenseits von beruflichem Druck und privaten Organisationsaufgaben genügend Ruhe und Muße für ihr gemeinsames Leben?

Auf unserer diesjährigen Fachtagung wollen wir Ihnen unsere Eckpunkte für eine dynamische Familienarbeitszeit vorstellen und diskutieren: Wie kann das gehen? Mehr Zeit für die Familie bedeutet weniger Zeit im Unternehmen. Dafür müsste sich nicht zuletzt die Arbeitswelt verändern. Welche Regelungen ermöglichen es Eltern, flexibel auf Lebensumstände und Bedürfnisse zu reagieren?

Gemeinsam mit Ihnen und Expert:innen aus Forschung, Politik und Wirtschaft möchten wir ausloten, ob und unter welchen Bedingungen das Instrument einer dynamischen Familienarbeitszeit Eltern tatsächlich zeitlich entlasten kann. Dazu laden wir Sie sehr herzlich ein und freuen uns auf einen spannenden Austausch!

Weitere Informationen und Programm auf der Website der eaf

20. September 2022, online: „Diskriminierungsarme Räume in der Jugendarbeit schaffen“ Regenbogenparlament des LSVD

Nicht nur Erwachsene erleben Ausgrenzung und Diskriminierung, sondern auch Kinder und Jugendliche. Auch sie sind keine homogene Gruppe. Ihre Erfahrungen, Chancen und Identitäten sind abhängig von vielen Faktoren: sexueller Orientierung, geschlechtlicher Identität, Hautfarbe, Alter, Religion, (sozialer) Herkunft, ob sie sich mit dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht identifizieren oder nicht. In der Jugend probieren sich Menschen in unterschiedlichen sozialen Rollen und Räumen aus. Neben der Schule und den sozialen Medien sind auch die Angebote der Jugendarbeit Teil des Sozialraums junger Menschen. Diese Orte prägen das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen. Gleichzeitig können sie auch Räume sein, in denen junge Menschen Ausgrenzung und Diskriminierung erfahren.

Am Weltkindertag wollen wir darüber diskutieren, wie eine diskriminierungskritische Jugendarbeit die vielfältigen Identitäten und Bedarfe von jungen Menschen berücksichtigen kann.Welche Rolle spielen Sprache und Mehrfachdiskriminierung? Wie kann ein diskriminierungsarmer Raum für Kinder und Jugendliche geschaffen werden? Darüber wollen wir beim Regenbogenparlament Frankfurt in Workshops und Vorträgen diskutieren und uns austauschen.

Alle Informationen auf der Website des LSVD

15. September 2022, online: „Demokratie für alle – aber wie? Soziale Gerechtigkeit zwischen Anspruch und Wirklichkeit“ Fachtagung der AWO

Seit ihrer Gründung setzt sich die AWO für die Bekämpfung von Armut und sozialer Ungleichheit ein. Soziale Ungleichheit führt nicht nur dazu, dass Menschen von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen werden, sondern stellt auch eine Gefahr für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Demokratie dar. Seit der Corona Pandemie hat sich die soziale Ungleichheit mit Blick auf die Verteilung von Einkommen und Vermögen deutlich verschärft. Die zunehmende soziale und ökonomische Ungleichheit trägt dazu bei, dass Menschen aufgrund ihrer sozialen Herkunft oder der sozialen und/oder ökonomischen Lage diskriminiert, angefeindet und angegriffen werden und sich menschenverachtende Einstellungen z.B. gegenüber langzeitarbeitslosen und obdachlosen Menschen verbreiten. Auch Vertrauensverluste in Politik, Wissenschaft und Medien sind Folgen zunehmender sozialer Ungerechtigkeit. Hinzu kommt die Vereinnahmung des Themas soziale Gerechtigkeit durch rechtspopulistische und rechtsextremistische Akteure, die Ängste schüren und gesellschaftliche Spaltungen vorantreiben und die tatsächlichen Gründe für soziale Ungleichheit ignorieren.

Mit der digitalen Fachtagung zum Thema „Demokratie für alle – aber wie? Soziale Gerechtigkeit zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Ansätze der AWO“ wollen wir uns am Internationalen Tag der Demokratie mit diesen Entwicklungen und den Ansätzen und Möglichkeiten der AWO beschäftigen, um – wie in unserem Grundsatzprogramm verankert – Ungleichheiten zu überwinden, soziale Gerechtigkeit zu schaffen und allen Menschen Teilhabe zu ermöglichen. Wie zeigt sich soziale (Un-)Gerechtigkeit? Wie betrifft das die AWO? Wie können wir als AWO den sozialen Zusammenhalt und die gesellschaftliche Teilhabe aller stärken?

Mehr Informationen zu Programm und Anmeldung auf der Website der AWO

13. September 2022, online: „Grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Kinder- und Jugendhilfe: Was ändert sich durch die neue Brüssel IIb-Verordnung?“ Fachveranstaltung des Internationalen Sozialdienstes

Die Bearbeitung von grenzüberschreitenden Einzelfällen stellt Fachkräfte der Sozialen Arbeit häufig vor besondere Herausforderungen sowohl in der fachlichen Einschätzung als auch in der notwendigen Zusammenarbeit mit Fachstellen im Ausland. Für die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union stehen jetzt wesentliche Veränderungen bevor: zum 1. August 2022 löst die neue sogenannte Brüssel IIb-Verordnung, die die Zuständigkeit, Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Ehesachen und in Verfahren betreffend die elterliche Verantwortung sowie über internationale Kindesentführungen regelt, die bisherigen Regeln der sogenannten Brüssel-IIa-Verordnung ab. Damit verbunden sind wesentliche Neuerungen für die Zusammenarbeit mit dem Ausland, die sich auch auf die Praxis der Sozialen Arbeit auswirken. Dies betrifft insbesondere das Einholen von Sozialberichten und die Zusammenarbeit bei der Unterbringung von Minderjährigen im Ausland. Diese Veränderungen und insbesondere die zukünftigen Wege der Zusammenarbeit mit dem Ausland sollen in der Veranstaltung erläutert werden.

Die Veranstaltung wird in Kooperation mit dem Bundesamt für Justiz als deutsche Zentrale Behörde durchgeführt.

Mehr Informationen auf der Website des Deutschen Vereins

27. November 2020, online: „Wir müssen reden – über Geld. Geschlechtergerechte Haushaltspolitik im Bund umsetzen“ Fachtagung des Deutschen Frauenrats

Jedes Jahr beschließt der Bundestag mit seinem Haushalt, wofür der Staat im kommenden Jahr Geld ausgeben wird. Diese Finanzentscheidungen haben unmittelbare Auswirkungen auf die gesellschaftlichen Verhältnisse und sind damit eine zentrale Stellschraube für die Durchsetzung tatsächlicher Gleichstellung. Ein Gutachten des DF zeigt, dass die Einführung eines Geschlechtergerechten Bundeshaushalts (GGH) umsetzbar ist. Hinter dem Begriff des GGH verbirgt sich ein Instrument für eine moderne transparente Haushaltsführung. Mit seiner Hilfe werden öffentliche Einnahmen und Ausgaben systematisch unter Aspekten der Geschlechtergerechtigkeit analysiert, bewertet und geplant.

Eine geschlechtergerechte Haushaltspolitik gibt es im Bundestag bislang nicht. Auch die Finanzmittel aus den Corona-Konjunkturprogrammen wurden ohne Berücksichtigung von gleichstellungspolitischen Kriterien beschlossen. Deshalb widmet der DF seine Jahresveranstaltung in 2020 dem geschlechtergerechten Bundeshaushalt. Wir sind davon überzeugt: unser Rechtsstaat ist nur dann demokratisch, wenn er seine Finanzmittel geschlechtergerecht ausgibt.

Mehr Informationen auf der Website des Deutschen Frauenrates
Anmeldelink

26. November 2020, online: „Demokratiebildung im Kindesalter – nachhaltig verankern, krisensicher gestalten!?“ Fachtag des Deutschen Kinderhilfswerkes

Die Corona-Pandemie hat besonders deutlich gemacht, dass die Interessen und Perspektiven von Kindern in Krisenzeiten leicht aus dem Blick geraten. Obwohl Kinder von den damit verbundenen Maßnahmen und Veränderungen in ihren Familien sowie in den Bildungseinrichtungen besonders stark betroffen waren.  Wie kann es gerade in Krisenzeiten gelingen, die in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschriebenen Rechte der Kinder stark zu machen? Welche Strategien sind zu entwickeln, um sie in der Lebenswelt ALLER Kinder präsent zu halten? Welche Bedeutung hat dies für eine demokratische Kultur des Aufwachsens? Wir möchten auf Grundlage der besonderen Erfahrungen in diesem Jahr im Rahmen unseres Online- Fachtags am 26. November 2020 ein Forum für den fachlichen Austausch schaffen  und gemeinsam mit Ihnen wichtige Aspekte beleuchten, die für die ganzheitlich gedachte und nachhaltig verankerte Demokratiebildungsarbeit in Kita, Hort und Ganztag besonders relevant sind.

Mehr Informationen und Anmeldemöglichkeit online

 

25. November 2020, online: „Extremismus als Herausforderung für Jugend, Pädagogik und Forschung: Reflexion und Ausblicke“ Multimedia-Event des Deutschen Jugendinstituts

Die Arbeits- und Forschungsstelle Demokratieförderung und Extremismusprävention (AFS) am Deutschen Jugendinstitut in Halle lädt anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens am 25.11.2020 zu einem multimedialen Event in Modulen.

Veranstaltungsformat
Angesichts von COVID-19 und den pandemiebedingten Kontaktbeschränkungen sahen auch wir uns gezwungen, von der ursprünglich als Präsenztagung am 01.10.2020 geplanten Fachtagung abzusehen und neue Wege zu gehen. Wir haben uns dafür entschieden, die Möglichkeiten des Internets – also Multimedialität sowie zeitliche und räumliche Entgrenzung – als Chance zu begreifen und zu nutzen. Das Ergebnis ist ein multimediales Event mit verschiedenen Modulen, die live (als Streaming-Media-Angebot) oder als vorproduzierte Videos (on Demand), auf einer Eventhomepage des DJI bereitgestellt werden. Alle Beiträge sind am Veranstaltungstag abrufbar. Sie erwarten interessante Vorträge, Kommentare und Diskussionen rund um die Themen Demokratieförderung und Extremismusprävention.

Anmeldung
Alle Inhalte sind grundsätzlich frei verfügbar und ohne Anmeldung abrufbar. Wir bieten jedoch auch die Möglichkeit, am Liveprogramm interaktiv über einen moderierten Chat teilzunehmen und mit Expertinnen und Experten ins Gespräch zu kommen. Hierfür bitten wir um Ihre Anmeldung mittels E-Mail an schulze@dji.de.

Mehr Informationen auf der Website des DJI

Programm

02. November 2020, online: „Auswirkungen von Corona auf die Kinder- und Jugendhilfe und ihre Adressat*innen“ Transferdialog der AGJ

Die Corona-Krise fordert die Strukturen der Kinder- und Jugendhilfe heraus. Der Austausch zwischen Forschung und Praxis ist daher wichtiger denn je. Eine Plattform dafür bietet die AGJ mit ihrer Transferdialog-Reihe. Nach dem großen Erfolg der ersten Transferdialog-Veranstaltung im Juni 2020 findet zweite Online-Konferenz am 02.11.2020 (10-17 Uhr), erneut in Kooperation mit der Universität Münster, statt.

In den Themenblöcken „Auswirkungen auf und Perspektiven von Adressat*innen“, „Handlungsfelder der Kinder- und Jugendhilfe“ und „Auswirkungen auf Profession, Träger und Strukturen der Kinder- und Jugendhilfe“ werden hochaktuelle Studien zu den Auswirkungen der Corona-Krise auf die Kinder- und Jugendhilfe sowie auf deren Adressat*innen der Fachöffentlichkeit vorgestellt und gemeinsam mit Vertreter*innen aus Praxis und Wissenschaft diskutiert.

Programm als PDF

Anmeldungen
https://www.agj.de/anmeldung-transferdialog-2020.html
Anmeldeschluss ist der 28.10.2020.

10. Oktober 2020, online: „Mind the Gap! – Finanzielle Gleichstellung selbstgemacht?“ Bundesfachseminar des Deutschen Frauenrings

(Erst) seit 1958 dürfen Frauen in der Bundesrepublik ihre Finanzen in der Ehe selbst verwalten. Daraufhin folgten zwar weitere Meilensteine wie die Möglichkeit zur eigenständigen Eröffnung eines Bankkontos und schließlich die volle Geschäftsfähigkeit für verheiratete Frauen im Jahr 1969. Im Jahr 2020 klafft dennoch weiterhin eine große finanzielle Lücke zwischen den Geschlechtern – trotz vermeintlicher Gleichberechtigung! So verfügen viele Frauen über keine eigenen Ersparnisse und das Thema eigener Geldanlagemöglichkeiten wird von Frauen häufig gemieden, sodass fehlendes Wissen und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten einer selbstbestimmten Finanzplanung im Wege stehen. Die Lücke geht also weit über den Gender Pay Gap hinaus und manifestiert sich im persönlichen Umgang mit den vorhandenen finanziellen Ressourcen. Gravierend verstärkt werden diese Unterschiede durch gesellschaftliche Faktoren wie die weiterhin bestehenden finanziellen Risiken für Frauen im geltenden Familien-, Steuer- und Sozialrecht. Diese Diskrepanz verhindert nicht nur eine tatsächliche (finanzielle) Gleichstellung aller Geschlechter, sondern ist vielmehr auch das Fundament für Abhängigkeit und spätere Altersarmut.

Ausgehend von den mahnenden Worten der polnischen Soziologin Beata Kowalska „Es wird keine Freiheit geben, solange die wirtschaftlichen Unterschiede zu groß sind!“, möchte sich der Deutsche Frauenring e. V. in seinem digitalen Bundesfachseminar am 10. Oktober 2020 dem Thema der finanziellen Gleichstellung aller Geschlechter widmen und dabei sowohl die gesellschaftliche als auch die individuelle Ebene in den Blick nehmen. So sollen zum einen Reflexionsmöglichkeiten durch fachliche Expertise um z.B. Grundrente und ähnliche Forderungen geschaffen und zum anderen konkrete individuelle Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt werden.

Nach einer Bestandsaufnahme der finanziellen Absicherung vieler Frauen zusammen mit Elke Ferner, werden zunächst die gesellschaftlichen Faktoren beleuchtet, die eine tatsächliche finanzielle Gleichstellung verhindern. Dafür wird die rechtliche Situation von Frauen und insbesondere die Aspekte, die nach wie vor dazu beitragen, dass Frauen finanziell benachteiligt sind, in den Blick genommen werden. Die Rechtsanwältin Lucy Chebout spricht dafür über das Familienrecht (mit seinen Bezügen zum Steuer- und Erbrecht). Ziel ist es auch, erste Hinweise für einen adäquaten individuellen Umgang mit diesen Benachteiligungen zu erarbeiten.

Im zweiten Teil vermittelt Margarethe Honisch Basiswissen rund um das Thema Investieren und bietet einen Einstieg in die vielfältigen Optionen der individuellen Altersvorsorge mit Schwerpunkt auf ETFs und Aktien, um den Weg für eine eigene selbstbestimmte Finanzplanung zu eröffnen.

Die Abschlussdiskussion führt die verschiedenen Impulse und Informationen zusammen und reflektiert sie mit Blick auf die gesellschaftliche Herausforderung und individuelle Handlungsfähigkeit auf dem Weg zur tatsächlichen Gleichstellung.

Mehr Informationen auf der Website des Deutschen Frauenrings

25. September 2020, online: „Eine Kindergrundsicherung für Alleinerziehende – die Schnittstelle zum Unterhaltsrecht ausgestalten“ Fachtagung des VAMV

Die Coronakrise mit ihren wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen bestätigt: Eine armutsfeste Kindergrundsicherung ist dringend gefragt. Die Idee ist ansteckend, inzwischen existieren in der politischen Diskussion eine Reihe von Modellen. Sie alle eint das Ziel, insbesondere Familien mit kleineren Einkommen und Alleinerziehende stärker zu unterstützen. Eine armutsfeste Kindergrundsicherung für Einelternfamilien steht und fällt an der Schnittstelle zum Unterhaltsrecht, hier sind jedoch nach wie vor viele Fragen offen: Wie können die Barunterhaltspflicht des anderen Elternteils und das häufige Problem nicht gezahlten Kindesunterhalts bei der Ermittlung der Leistungshöhe angemessen berücksichtigt werden? Auf Grundlage welcher Einkommen kann vor diesem Hintergrund bei getrennten Eltern die Höhe der Kindergrundsicherung ermittelt werden? Welche Rolle kann der Unterhaltsvorschuss im Gefüge von Kindergrundsicherung, Unterhaltszahlungen und Existenzsicherung spielen? Mit unserer digitalen Fachtagung möchten wir deshalb fachliche Anregungen für die Ausgestaltung einer Kindergrundsicherung im Zusammenspiel mit dem Unterhaltsrecht geben. Dafür wird Prof. Anne Lenze aus unterhaltsrechtlicher Sicht einen eigenen Lösungsvorschlag für die Ausgestaltung der Schnittstelle zwischen Kindergrundsicherung und Unterhaltsrecht vorstellen. Im Anschluss zeigt Prof. Holger Bonin, welche Auswirkungen unterschiedliche Ausgestaltungsoptionen einer Kindergrundsicherung an der Schnittstelle zum Unterhaltsrecht auf das verfügbare Einkommen in Einelternfamilien haben können.

Die Tagung richtet sich an Expert*innen aus Wissenschaft, Politik und Verbänden, Vertreter*innen des VAMV und Interessierte.

Programm auf der Webseite des VAMV

16.-17. September 2020, Bonn: „Ein Wunschkind – um welchen Preis? Ethische Fragen an die Reproduktionsmedizin“ Jahrestagung der evangelischen arbeitsgemeinschaft familie

Die allermeisten Paare wünschen sich mindestens ein Kind, besser zwei. Bleibt der Kinderwunsch unerfüllt, verspricht die Reproduktionsmedizin oft als letzter Ausweg Abhilfe. Deren Möglichkeiten, Angebote und Verfahren haben sich in den vergangenen Jahrzehnten erheblich erweitert. Zunehmend wird dabei auf dritte Personen und deren „Zellmaterial“ zurückgegriffen. Doch diese Entwicklungen werfen zunehmend ethische und rechtliche Fragen auf. Geschürt durch den technischen Fortschritt, die mediale Berichterstattung und sogenannte „Kinderwunschmessen“ wachsen die Nachfrage und der Druck, auch die in Deutschland zugelassenen reproduktionsmedizinischen Verfahren auszuweiten.

Machbarkeitsversprechen und die Möglichkeiten genetischer Selektion schüren gleichermaßen Hoffnungen und Ängste. Das Auseinanderfallen von genetischer und rechtlicher Elternschaft fordert die tradierten Normen von Familie und Elterndasein heraus. Zusätzlich befördern wachsende kommerzielle Interessen den Einzug von Herstellungs- und Produktlogiken in die Reproduktionsmedizin, mit Folgen für alle Beteiligten.

Die Tagung will daher ergründen, wie ein verantwortungsvoller Umgang mit den Chancen und Risiken der Reproduktionsmedizin aussehen kann. Wo stößt die individuelle reproduktive Freiheit an ihre Grenzen? Wie lassen sich das Wohl und die Rechte von Kindern und beteiligten Dritten besser berücksichtigen? Was bedeuten die neuen reproduktiven Möglichkeiten für die Emanzipation? Gibt es ein Recht auf ein Kind? Und welche Reformen sind nötig? Wir freuen uns darauf, diese und weitere Fragen gemeinsam mit Ihnen zu diskutieren!

Mehr Informationen auf der Website der evangelischen arbeitsgemeinschaft familie

11./12. September 2020, online: „Für eine feministische Zeitpolitik der GEW! Gewerkschaftliche Blicke auf Systemrelevanz und Sorgearbeit“ Fachkonferenz der GEW

Bei dieser Fachkonferenz kommt das Verhältnis zwischen Erwerbsarbeit und unbezahlter Sorgearbeit auf den Prüfstand. Diskutiert werden sollen gesellschaftliche Transformationsprozesse und die notwendige Aufwertung systemrelevanter Sorgeberufe in Bildung und Erziehung. In den sogenannten Frauenberufen vollzieht sich ein Wandel, auch weil die jüngere Generation neue Vorstellungen von Leben und Arbeiten, Geschlecht und Arbeit, geteilter Erziehungsarbeit sowie dem Verhältnis von Lohn- und Zeitpolitik hat. Die Fachkonferenz ist so gestaltet, dass sie neben Vorträgen viel Raum zum Austausch und zur fachlichen Vertiefung bietet.

Programm

Anmeldeformular

Mehr Informationen auf der Website der GEW

 

10. September 2020, online: „Alltagsrassismus – Schubladen und Nadelstiche“ Online-Diskussion des Hessischen Sozialministeriums

„Auf Wohnungsannoncen antworte ich nur mit dem “deutschen” Namen meiner Frau, sonst haben wir keine Chance.” Wenn Ihnen diese Erfahrung fremd ist, dann sollten Sie sich unbedingt den 10. September 2020, 18.30 Uhr vormerken. Und wenn es Ihnen bekannt vorkommt, dann schalten Sie auch ein. Wir sprechen miteinander und mit spannenden Expertinnen und Experten über Alltagsrassismus in Deutschland. Moderiert wird die Diskussion von Anne Chebu.

Wie zeigt sich Rassismus im Alltag, was bedeutet das für ein vielfältiges Hessen und warum geht er alle etwas an? All das sollen Themen einer Online-Diskussion sein, die das Hessische Ministerium für Soziales und Integration gemeinsam mit seinen Integrationsvertragspartnern, dem Hessischen Jugendring, dem Verband binationaler Familien und Partnerschaften, der Bildungsstätte Anne Frank und dem Deutschen Roten Kreuz, ausrichtet.

Unter dem Link https://youtu.be/El_4Bh40z6A können Sie die Diskussion live verfolgen und über Chat mitdiskutieren. Wir werden uns darum bemühen, die Chat-Beiträge in die Diskussion auf dem Podium einzuführen.

Nähere Informationen zur Veranstaltung und unseren Podiumsteilnehmer*innen entnehmen Sie dem Einladungsflyer.

Mehr Informationen auf der Website des Hessischen Sozialministeriums