08.-09. Oktober 2021, Berlin & online: „Spielräume für Kinder. Die Rechte des Kindes auf Beteiligung, Bildung und Spiel“ Jahrestagung der Deutschen Liga für das Kind

Im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie wurden die Rechte von Kindern stark eingeschränkt. Bei vielen politischen Entscheidungen ist das Kindeswohl nicht in die Abwägung einbezogen worden. Nur selten wurden Kinder nach ihrer Meinung gefragt und angehört, ihre Sichtweisen wurden kaum berücksichtigt. Was bedeutet dies für Kinder? Welche Lehren sind daraus für zukünftige Krisen zu ziehen? Wie können Kinder angemessene Beachtung und mehr Spielräume bekommen, im wörtlichen wie im übertragenen Sinne?

Auf der Tagung wird erörtert, wie die in der UN-Kinderrechtskonvention niedergelegten Rechte auf Beteiligung, Bildung und Spiel auch unter schwierigen Bedingungen verwirklicht werden können. Es soll diskutiert werden, welche Rolle den beteiligten Fachkräften zukommt und was Politik und Verwaltung tun können. Die interdisziplinäre Tagung richtet sich an alle mit Kindern und Familien tätigen Fachkräfte, an Verantwortliche in Politik und Verwaltung sowie an Studierende, Auszubildende und alle am Thema Interessierte.

Referentinnen und Referenten der Tagung:

  • Prof’in Dr. Frauke Hildebrandt (Fachhochschule Potsdam): Das Recht auf Beteiligung im Krippen-Alltag
  • Prof. Dr. Bernhard Hauser (Pädagogische Hochschule St. Gallen): Die Bedeutung des Spiels für die kindliche Entwicklung
  • Dr. Susanne Hofmann (Die Baupiloten BDA, Berlin)
  • Prof. Dr. Fabian Hofmann (Fliedner Fachhochschule Düsseldorf): Kultur – Bildung – Teilhabe. Kunst & Pädagogik in der frühen Kindheit
  • Prof’in Dr. Stefanie Schmahl (Julius-Maximilians-Universität Würzburg): Recht auf Bildung und Recht auf Spiel: Das Verhältnis zwischen Kindeswohl und Kindespartizipation aus der Sicht der UN-Kinderrechtskonvention
  • Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani (Universität Osnabrück): Das Recht des Kindes auf Chancengleichheit in der Bildung. Wo stehen wir in Deutschland und welche Auswirkungen haben die paradoxen Effekte unseres Bildungssystems auf Bildungsverläufe von Kindern?

Teilnahmegebühren:

  • Normal-Preis: Präsenz-Teilnahme 100,-€, Online-Teilnahme 60,-€
  • Ermäßigter Preis (Mitglieder und Studierende/ Auszubildende): Präsenz-Teilnahme 60,-€, Online-Teilnahme 40,-€

Die Anzahl der Teilnehmenden in Präsenz ist abhängig vom aktuellen Pandemie-Geschehen.

Weitere Informationen zum Programm der Jahrestagung 2021 finden Sie hier.

01. Oktober 2021, online: „Lehren aus der Corona-Krise: Bessere Politik für Alleinerziehende!“ Fachtagung des VAMV

Die Corona-Pandemie hat die Sollbruchstellen in unserer Gesellschaft schärfer hervortreten lassen: Alleinerziehende müssen allein Existenzsicherung, Kindererziehung und Hausarbeit schultern und damit eine Mehrfachbelastung, die sich in Paarfamilien zwei Eltern teilen können. Schon vor der Krise hatten sie das höchste Armutsrisiko aller Familienformen. Ein Grund dafür ist, dass sie vorwiegend Mütter sind, denen es nach einer Trennung häufig nicht möglich ist, aus der familienbedingten Teilzeit wieder voll ins Arbeitsleben zurückzukehren. Die Existenzsorgen vieler Alleinerziehender und die alltäglichen Herausforderungen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat die Corona-Krise weiter potenziert. Der Staat hat zwar mit zahlreichen Maßnahmen die Bürger*innen und auch explizit Familien unterstützt. Jedoch scheint die Grundeinstellung der Hilfsmaschinerie erneut nicht auf die Gleichstellung der Geschlechter geeicht zu sein und Alleinerziehende fallen durchs Raster: Angesichts von Schul– und Kitaschließungen fanden sich Berufstätige plötzlich ohne Kinderbetreuung wieder, Alleinerziehende wurden in der Notbetreuung zunächst vergessen. Der Kinderbonus kam nur in halber Höhe bei Alleinerziehenden an, trotz voller Mehrbelastung.

Mit seiner Fachtagung möchte der VAMV ausgehend von konkreten Corona-Schlaglichtern zur Auseinandersetzung über die darunterliegenden grundsätzlichen Probleme beitragen: Wie sieht eine gute Politik für Alleinerziehende und damit für die Vielfalt von Familien aus? Insgesamt braucht es Politiken, die Mütter und Väter in allen Familienformen gleichermaßen erreichen und Kindern ein Aufwachsen jenseits von Armut ermöglichen. Wie sehen diese konkret aus? Welche Rahmenbedingungen muss Politik setzen, um die Gleichstellung der Geschlechter im gesamten Lebensverlauf zu unterstützen, damit Alleinerziehende selbst für ihre Existenz sorgen können?

Mehr Informationen auf der Website des VAMV

24.-25. September 2021, digital: „Kita im System der Kinder- und Jugendhilfe – eine kritische Standortbestimmung“ Bundesfachkongress des Pestalozzi-Fröbel-Verbands

2020 waren 100 Jahre Reichsschulkonferenz zu konstatieren. Dies bedeutet für Deutschland 100 Jahre Kindertageseinrichtung im Rechtssystem der Kinder- und Jugendhilfe. Das nehmen wir als Anlass für eine kritische Standortbestimmung. Bei diesem Bundesfachkongress möchten wir neben der Retrospektive zu den letzten 100 Jahren und der Stärkung eines historischen Bewusstseins gemeinsam mit den Teilnehmer*innen eine aktuelle und zukünftige Selbstverortung des Kita-Systems in den Blick nehmen. Hierbei geht es uns beispielsweise um die Bestimmung von tragenden Strukturprinzipien und Werthaltungen des heutigen Kita-Systems. Die damit einhergehende Wertschätzung einer Verankerung im SGB VIII soll zugleich eine Auseinandersetzung mit verschiedenen Fragen ermöglichen:

Was bedeutet es für das System der Kindertagesbetreuung, in der Kinder- und Jugendhilfe verortet zu sein? Und was bedeutet es für die Kinder- und Jugendhilfe, dass die Kindertagesbetreuung – als enorm wachsender Bereich – Teil der Kinder- und Jugendhilfe ist? Welches Selbstverständnis ergibt sich aus der Verankerung im SGB VIII und wird dieses von allen Protagonist*innen geteilt?  Welche Antworten gibt das SGB VIII für das System der Kindertagesbetreuung heute und für die Zukunft?

Der Bundesfachkongress bietet mit Unterstützung von Fachexpert*innen Zugänge aus historischer, gesellschaftlicher, rechtlich-struktureller sowie fachlicher Perspektive und spiegelt die Vielfalt der Protagonist*innen des Systems wider. Hiermit schaffen wir ein Bewusstsein für die Auseinandersetzung mit der Frage: Welche historischen, gesellschaftlichen, rechtlichen und fachlichen Entwicklungslinien haben die Kindertageseinrichtungen beeinflusst und wo stehen sie heute? Am zweiten Tag möchten wir auf dieser Grundlage die nachgezeichneten Perspektiven in Richtung Zukunft denken. Die Retrospektive und Standortbestimmung des Kita-Systems bilden hierbei den Ausgangspunkt für den Diskurs über aktuelle und zukünftige gesellschaftspolitische Herausforderungen.

Der Bundesfachkongress zum Thema Kita im System der Kinder- und Jugendhilfe – eine kritische Standortbestimmung wird gemeinsam verantwortet vom Pestalozzi-Fröbel-Verband e.V., dem Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge e. V. (DV) und dem Institut für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit | Rheinland-Pfalz (IBEB). In Kooperation mit dem Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz wird er am 24./25.09.2021 als digitale Veranstaltung stattfinden.

Mehr Informationen auf der Webseite des pfv

16.-17. September 2021, online: „Demokratiebildung in der Grundschule – Hort und Ganztag als unterschätzte Räume“ Fachtagung des DEKI

Im 16. Kinder- und Jugendbericht werden der Hort und Ganztag im Hinblick auf Demokratiebildung als „unterschätzte Räume“ bezeichnet. Jenseits unterrichtlicher Angebote, so der Bericht, werden politische Bildungsprozesse im Hort und Ganztag sowohl in der Fachdiskussion als auch in der Forschung kaum thematisiert. Es fehle an einschlägigen Fachdebatten und politischer Aufmerksamkeit. Insbesondere im Hinblick auf den geplanten und aktuell viel diskutierten Rechtsanspruch auf Ganz- tagsbetreuung seien Praxis, Forschung und Politik gefordert, sich diesem Bereich zuzuwenden. Diese Forderung ist auch auf die rechtlichen und programmatischen Rahmengebungen der Bundesländer auszudehnen, wie eine kürzlich im Auftrag des Deutschen Kinderhilfswerkes durchgeführte Analyse ergeben hat: Im Hinblick auf Demokratiebildung in Hort und Ganztag zeigt sich ein „Flickenteppich“ mit vielen Leerstellen. Mit unserer diesjährigen Online-Fachtagung möchten wir hier ansetzen und gemeinsam mit Ihnen das Potenzial von Demokratiebildung im Hort- und Ganztagsbereich ausloten, mit Einblicken in Theorie und Praxis.

Bitte melden Sie sich bis zum 31. August 2021 zur digitalen Fachtagung an. 

Als Kompetenznetzwerk Demokratiebildung im Kindesalter verstehen wir die Verankerung von kinderrechtebasierter Demokratiebildung als zentralen Qualitätsanspruch an Bildungseinrichtungen.

Unabdingbar ist dabei die Umsetzung von Kinderrechten, Partizipation, Inklusion und Schutz vor Diskriminierung. Diese vier zentralen Begriffe hängen für uns untrennbar zusammen. Auf den Schutz vor Diskriminierung möchten wir im Rahmen der diesjährigen Fachtagung einen besonderen Fokus richten. Er stellt eine wichtige Voraussetzung für gerechte Bildungschancen, die Einhaltung der Kinderrechte und eine ernstgemeinte Inklusion mit der Beteiligung aller Kinder dar. Diskriminierung passiert jeden Tag im Kleinen und Großen. Deshalb ist es so wichtig, sich damit auseinanderzusetzen und die eigenen Handlungsspielräume zu ergründen – auf individueller und struktureller Ebene.

Ausgehend von den Ergebnissen der aktuellen Analyse zur Verankerung von Demokratiebildung in der Primarstufe werden wir im Rahmen der Fachtagung gemeinsam mit Expert*innen und Praktiker*innen ins Gespräch darüber kommen, was dies ganz konkret für den Bildungsbereich Grundschule, Hort und Ganztag bedeutet. Wir möchten hierbei unter anderem folgenden Fragen auf den Grund gehen:

  • Welche Konzepte, Methoden und Materialien gibt es für die pädagogische Praxis?
  • Wo finden Fachkräfte und Trägervertreter*innen Information, Beratung, Fortbildungs- und Vernetzungsmöglichkeiten?
  • Wie ist es um das Thema Demokratiebildung in der Ausbildung pädagogischer Fachkräfte bestellt?
  • Wie kann Demokratiebildung in der Praxis konkret aussehen? Was braucht es dafür? Welche Schwierigkeiten gibt es? Wie kann man mit institutionellen Hürden umgehen?

Mehr Informationen online

28. Juli 2021, online: „Familien in gemeinschaftlichen Wohnformen – Chancen und Herausforderungen“ Lunchbag Session des DJI

Gemeinschaftliche Wohnformen gewinnen gerade auch für Familien nicht nur in großen Städten zunehmend an Bedeutung. Der Vortrag geht auf der Basis eines interdisziplinären Forschungsprojekts der Frage nach, welche Potenziale der Unterstützung und Entlastung gemeinschaftliche Wohnformen für Familien bei der Sorgearbeit und darüber hinaus bieten, welche Anforderungen damit einhergehen und inwieweit sie gegenüber biografischen Veränderungen der Familien adaptionsfähig sind.

Vortragende:
Dr. Martina Heitkötter ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Grundsatzreferentin der Fachgruppe F2 „Familienpolitik und Familienförderung“ der Abteilung Familie und Familienpolitik am Deutschen Jugendinstitut e.V.

Dr. Shih-cheng Lien ist wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Fachgruppe F2 „Familienpolitik und Familienförderung“ der Abteilung Familie und Familienpolitik am Deutschen Jugendinstitut e.V.

Projekt  „Familien in gemeinschaftlichen Wohnformen – FageWo“

Mehr Informationen auf der Website des DJI

01. Juli 2021, Berlin und online: „Ergebnisse des 9. Familienberichts –­ Herausforderungen für die Politik“ Veranstaltung der AGF in Kooperation mit dem DJI

Programm:

9:30 Uhr Anmeldung und Ankommen

10:00 – 10:10 Uhr Begrüßung

10:10 – 12:30 Uhr Block 1: Zentrale Aussagen des 9. Familienberichts
10:10 – 10:40 Uhr
Zentrale Aussagen des 9. Familienberichts – Familienpolitische Herausforderungen aus Sicht der Kommission (Prof. Dr. Sabine Walper, Vorsitzende der 9. Familienberichtskommission)
10:40 – 10:55 Uhr
Verständnisfragen
10:55 – 11:40 Uhr
Kommentierung durch drei AGF-Verbände:
Deutscher Familienverband e.V., Familienbund der Katholiken e.V., Verband alleinerziehender Mütter und Väter, Bundesverband e.V.
11:40 – 12:30 Uhr
Fragen und Diskussion

12:30 – 13:20 Uhr
Mittagspause

13:20 – 14:40 Uhr Block 2: Die soziale Lage von Familien mit Migrationshintergrund
13:20 – 13:40 Uhr
Impuls: Die soziale Lage von Familien mit Migrationshintergrund und familienpolitische Herausforderungen (Prof. Dr. Helen Baykara-Krumme, Mitglied der 9. Familienberichtskommission)
13:40 – 13:55 Uhr
Kommentierung durch den Verband der binationalen Familien und Partnerschaften e.V.
13:55 – 14:40 Uhr
Diskussion

14:40 – 15:00 Uhr
Pause

15:00 – 16:30 Uhr Block 3: Herausforderungen für die Familienbildung und Familienberatung
15:00 – 15:20 Uhr
Impuls: Herausforderungen für die Familienbildung und Familienberatung
(Prof. Dr. Sabine Walper, Vorsitzende der 9. Familienberichtskommission)
15:20 – 15:35 Uhr
Kommentierung durch die evangelische arbeitsgemeinschaft familie e.V.
15:35 – 16:15 Uhr
Diskussion
16:15 – 16:30 Uhr
Abschluss

Anmeldung auf der Website der AGF

30. Juni 2021, online: „Die Jugend und die Pandemie: Ausgebremst, aber keine Generation Corona!“ Fachveranstaltung des Deutschen Vereins

Junge Menschen haben nahezu ein Jahr im Homeschooling oder Wechselunterricht verbracht und haben seit Pandemiebeginn ebenso wie Erwachsene mit Kontaktbeschränkungen leben müssen. Neben schulischem Leben und Unterstützung beim Übergang in Ausbildung und Beruf waren sie auch von sozialen Kontakten und außerschulischen Aktivitäten fast vollständig abgeschnitten. Die aktuelle Aussage junger Menschen: „Wir fühlen uns von der Politik im Stich gelassen“, muss alle Personen, die sich mit den Belangen von jungen Menschen auseinandersetzen, treffen.
Die Veranstaltung legt einen Fokus auf den Übergang von der Schule in die Berufswelt. Junge Menschen in dieser speziellen Lebensphase sind jedoch nicht nur Schulabsolventen, Auszubildende oder Studierende – sondern junge Menschen mit vielfältigen weiteren Entwicklungsaufgaben. Denn Jugend bedeutet mehr, als sich auf das Erwachsenenleben vorzubereiten. Daher soll dem gesamten Spannungsfeld von Möglichkeiten und Herausforderungen in Bildung, Arbeit und Freizeit Beachtung geschenkt werden.

Mehr Informationen auf der Website des Deutschen Vereins

23. Juni 2021, online: „Veränderungen psychosozialer Belastungen von Familien mit Kleinkindern“ Lunchbag-Session des DJI

Die Geburt eines Kindes beschreiben viele Eltern als eines der am stärksten einschneidenden Erlebnisse ihres Lebens. Um Eltern für diese Zeit die bestmögliche Unterstützung anzubieten, ist es notwendig, die Bedarfe und Belastungen von (werdenden) Eltern zu verstehen. In der Studienfolge KiD 0-3 wurden daher die psychosozialen Belastungen von Familien mit Kindern von 0-3 Jahren vertieft untersucht. Im Vortrag werden Veränderungen unterschiedlicher Belastungen über einen Zeitraum von zwei Jahren vorgestellt.

Vortragende:
Dr. Johanna Löchner ist Leiterin der Fachgruppe F4 „Frühe Hilfen“ der Abteilung Familie und Familienpolitik am Deutschen Jugendinstitut e.V.

Mehr Informationen auf der Website des DJI

22. Juni 2021, online: „Teilhabe und Selbstbestimmung von alten, pflegebedürftigen Menschen und Menschen mit Behinderungen sichern – Lernerfahrungen aus der COVID-19-Pandemie und Schlussfolgerungen für notwendige Veränderungen“ Fachveranstaltung des Deutschen Vereins

Im Rahmen der dreiteiligen Veranstaltungsreihe „COVID 19 – Any lessons learned?!“ soll reflektiert werden, welche bisherigen Lernerfahrungen für sozialpolitisches Handeln aus der Covid 19-Pandemie und den zu ihrer Bekämpfung ergriffenen Maßnahmen gezogen werden können. Die Pandemie hat zum einen bereits bestehende soziale Ungleichheiten sowie Benachteiligungen im Bereich der Bildung und gesellschaftlichen Teilhabe wie unter einem Brennglas sichtbar gemacht. Zum anderen ist es nach über einem Jahr Pandemie-Erfahrung an der Zeit, die getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens kritisch zu bilanzieren: Welche Maßnahmen haben sich bewährt, welche sind gescheitert und bedürfen einer Anpassung? Welche Maßnahmen können Wegweiser für die weitere Entwicklung in der Sozialen Arbeit und Sozialpolitik sein? Welche nachsorgenden Maßnahmen sind nötig?

Die Veranstaltungsreihe wird sich auf Handlungs- und Gestaltungsperspektiven konzentrieren. In einem ressortübergreifenden Ansatz sollen bisher isoliert angegangene Themen unter dem Dach des Deutschen Vereins reflektiert und unterschiedliche Perspektiven diskutiert werden.

Neben den Überlegungen wie die sozialen Infrastrukturen für die ältere Bevölkerung, in der Pflege sowie für Menschen mit Behinderungen krisenfester gestaltet werden können, sind insbesondere nachsorgende Maßnahmen zur Milderung der negativen Folgen der Pandemie zu überlegen. Wie gelingen gute Schutz- und Öffnungskonzepte und eine Rückkehr zum Alltag, welche Optionen bietet z.B. die Digitalisierung in Bezug auf ein Mehr an geschütztem Kontakt und sozialem Leben in den Einrichtungen und besonderen Wohnformen, wie kann es gelingen, den Abbruch von tagesstrukturierenden Infrastrukturen wie Werkstätten, Tagespflege usw. zu verhindern?

Mehr Informationen und Anmeldemöglichkeit auf der Website des Deutschen Vereins

18. Juni 2021, online: „Guter Ganztag – Der Bildungsauftrag der Kinder- und Jugendhilfe im Ganztag“ Dialogveranstaltung des Pestalozzi-Fröbel-Verbands

Der von der Bundesregierung eingebrachte Gesetzentwurf für einenRechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder soll ab 2026 eingeführt werden. Er ist im SGB VIII verankert und damit im Rahmen der Kinderund Jugendhilfe umzusetzen. Dies kann die Chance sein dazu beizutragen, soziale, kulturelle und gesellschaftliche Teilhabe von Kindern sicherzustellen, so Claudia Linsel vom Paritätischen bei einer Expert*innenanhörung im Familienausschuss des Bundestages.Grundsätzlich begrüßt der PestalozziFröbelVerband die Initiative der Bundesregierung, die stufenweise Einführung eines Anspruchs auf ganztägige Förderung für Grundschulkinder durch die Anpassung des Achten Buches Sozialgesetzbuchzu regeln. Damit wird die Rolle der Jugendhilfe gestärkt und diese noch konkreter zum Partner des formalen Bildungssettings Schule ausgebaut. Das fördert ganzheitliche Bildung und damit ein gelingendes Aufwachsen von Kindern, welches alle Kompetenzund Bildungsbereiche abdeckt sowie Chancenund Bildungsgerechtigkeit sichert. Aus unserer Sicht ist es daher sehr wichtig, frühzeitig qualitative Aspekte zur Ausgestaltung der Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe und Schule, z.B. durch Qualitätsmerkmale, aber auch mit Blick auf die fachliche und sächliche Ausstattung einer ganztägigen Förderung anzustreben. Wir unterstützen den guten Ganztag. Als Bundesverband können wir über unsere Mitglieder in den verschiedenen Bundesländern erfahren, welche Instrumente und Verfahren gute Anknüpfungspunkte dazu bieten.In der digitalen Dialogveranstaltung können solche Erfahrungen aus unterschiedlichen Perspektiven und Bundesländern zusammengetragen werden. Es sollen Kontroversen offengelegt werden. In einer von Respekt und Anerkennung getragenen Gesprächsatmosphäre sollen Praktiker*innen mit ihren Positionen Gehör bekommen. Alle sind eingeladen, dieses aktuelle Thema mit uns zu diskutieren.

Ihre Fragen und Erfahrungen sind uns wichtig und sollen in der Veranstaltung ausreichend Raum erhalten!

Die Veranstaltung wird digital über Zoom angeboten. Die angemeldeten Teilnehmer*innenerhalten rechtzeitig von uns die entsprechenden Zugangsdaten.Bitte melden Sie sich per Email oder Fax mit dem Anmeldeformular spätestens bis 16.06.2021 an.

Mehr Informationen zur Veranstaltung

14.-15. Juni 2021, Magdeburg: „Familienbildung für alle?! Zwischen Anspruch und Wirklichkeit“ Fachtagung der evangelischen arbeitsgemeinschaft familie

»Evangelische Familienbildung wendet sich an alle Menschen, die Familie als Lebens- und Verantwortungsgemeinschaft in ihrer ganzen Vielfalt leben.« So oder so ähnlich lauten viele Formulierungen, die den Anspruch Evangelischer Familienbildung beschreiben. Wie sieht aber die Wirklichkeit in unseren Einrichtungen und unserer (Arbeits-)Umgebung aus? Wie vielfältig sind die Menschen, ihre Familienformen, unsere Angebote, unser Team? Und was heißt überhaupt „Vielfalt“?

Der eaf-Präsident PD Dr. Martin Bujard ist Forschungsdirektor am Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung und im Forschungsbereich Familie und Fertilität tätig. In seinem Eröffnungsvortrag wird er uns einen demografischen Überblick der Bevölkerungsstruktur sowie zu den Familienleitbildern und deren Bedeutung für das Familienleben geben.

Die Robert-Bosch-Stiftung hat 2019 das Vielfaltsbarometer „Zusammenhalt in Vielfalt“ herausgegeben und beschreibt Vielfalt als ein schwer zu fassendes Konstrukt. Was verstehen wir unter Vielfalt? Erleben wir sie als Bereicherung, Bedrohung oder Herausforderung? Die Arbeitswelt spricht von „Diversity Management“ und sieht in der Vielfalt den Schlüssel zum Erfolg. Dieser Diversity-Ansatz beinhaltet verschiedene Dimensionen des menschlichen Zusammenlebens, auch die soziale Kompetenz im Umgang mit Vielfalt. In diesen Themenkomplex, der einerseits die Konzepte und Zusammenhänge von Diversity – Diskriminierung – Inklusion beleuchtet und andererseits einen Blick auf mögliche Umsetzungsstrategien wirft, wird Ann-Sofie Susen einführen. Sie ist Projektleiterin des Mobilen Beratungsteams Berlin für Demokratieentwicklung im Geschäftsbereich Lebenslagen, Vielfalt & Stadtentwicklung der Stiftung SPI.

Sara Reiter von der Universität Münster wird die Ergebnisse ihrer Studie in NRW mit Blick auf die Familienbildung in den Mittelpunkt stellen und auf einige Herausforderungen hinsichtlich des Umgangs mit migrationsbedingter Diversität eingehen.

Mehr Informationen auf der Website der eaf

 

09. Juni 2021, online: „Familienbildung als Herausforderung in der Migrationsgesellschaft“ Lunchbag-Session des DJI

Durch die Flucht- und Migrationsbewegungen der vergangenen Jahre ist der Bildungsbereich besonders in den Fokus der wissenschaftlichen Auseinandersetzung gerückt. Mit der Familienbildung nimmt der Vortrag ein dabei noch weitgehendend vernachlässigtes pädagogisches Handlungsfeld in den Blick.

Vortragender:
Dr. Thomas Geisen ist Professor an der Hochschule für Soziale Arbeit der Fachhochschule Nordwestschweiz.

Mehr Informationen auf der Website des DJI

07. Juni 2021, online: „Caring Masculinities als gleichstellungspolitische Herausforderung“ Fachgespräch des Bundesforums Männer

Männer, die sich kümmern – empathisch, fürsorglich und engagiert. Das ist unter althergebrachten Vorstellungen von „richtiger“ Männlichkeit kaum vorstellbar. Für eine Umverteilung zwischen Erwerbsarbeit und (unbezahlter) Sorgearbeit ist es jedoch unerlässlich, dass genau dies für Männer ermöglicht und normalisiert wird.

Die Perspektive auf Caring Masculinities/Fürsorgende Männlichkeiten, des Sorgens (für sich und andere) ermöglicht –jenseits der Engführung auf Pflege und Fürsorge-Arbeit – einen neuen Blick auf alle Bereiche und Phasen des Lebens von Jungen und Männern: Aufwachsen und Sozialisation, Partnerschaft, Väterlichkeit und Vereinbarkeit, Arbeit und Generativität, Alter und Sozialraum.

Als Konzept und Handlungsperspektive kann (Für)Sorgende Männlichkeit aber auch als positiv verstandene Begrifflichkeit einer gleichstellungsorientierten Männerpolitik neue Impulse vermitteln. Dies gilt es auszuloten und durch geeignete Maßnahmen und Strategien zu schärfen und zu vertiefen.

In der Fachveranstaltung wird der Frage nachgegangen, wie (Für)Sorgende Männlichkeit unter den Bedingungen der heutigen Arbeitsmarktanforderungen und den vorherrschenden Männlichkeitserwartungen möglich ist und was politisch getan werden muss, um dafür gute Gelingensbedingungen zu schaffen.

Mehr Informationen auf der Website des Bundesforums Männer

19. Mai 2021, online: „Erfassung und Interpretation des Kindeswillens in komplexen Sorgerechtsstreitigkeiten“ Lunchbag-Session des DJI

In der UN-Kinderrechtskonvention ist die Teilhabe des Kindes an allen es betreffenden bedeutsamen Lebensentscheidungen verankert. Entsprechend sollte der Wille eines Kindes bei familienrechtlichen Entscheidungen zum Umgang oder Lebensmittelpunkt von Kindern nach einer Trennung der Eltern berücksichtigt werden. Insbesondere in komplexen Sorgerechtskonflikten ist die Erfassung des Kindeswillens allerdings mit bedeutenden Schwierigkeiten verbunden. Auf Basis aktueller Forschungsbefunde setzt sich der Vortrag mit der Frage auseinander, wie kindliche Willensäußerungen angemessen erfasst und interpretiert werden können.

Vortragende:
Prof. Dr. Jelena Zumbach ist Juniorprofessorin für Familienrechtspsychologie an der Psychologischen Hochschule Berlin (PHB).

Mehr Informationen auf der Homepage des DJI

06. Mai 2021, online: „Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf“ Fachtagung des Zukunftsforums Familie und der AWO

Die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf ist eine der zentralen familienpolitischen Herausforderungen unserer Zeit. Von den derzeit ca. drei Millionen pflegebedürftigen Menschen in Deutschland werden etwa ¾ zu Hause gepflegt und überwiegend von Angehörigen versorgt. Die meisten Menschen wollen diese Aufgabe übernehmen. Doch dem Bedürfnis, füreinander Verantwortung zu übernehmen, Sorge zu tragen und Zuwendung zu schenken, stehen keine Regelungssysteme gegenüber, welche die Vereinbarkeit von familiärer Pflege und Erwerbstätigkeit nachhaltig unterstützen. Die Situation hat sich unter den Bedingungen der Corona-Krise weiter verschärft. In der Folge sind viele pflegende Angehörige – überwiegend Frauen – enormen finanziellen, physischen und psychischen Belastungen ausgesetzt.

Wie kann aber eine moderne Familien- und Sozialpolitik aussehen, die die Bedarfe (erwerbstätiger) pflegender Angehöriger in den Mittelpunkt stellt und die Sorge um Pflegedürftige als gesamtgesellschaftliche Aufgabe begreift?

Gemeinsam mit Ihnen wollen wir dazu ins Gespräch kommen und diskutieren, wie Instrumente für eine gute Vereinbarkeit aussehen können. Wir freuen uns auf Vorträge von Prof. Dr. Andreas Hoff (Hochschule Zittau/Görlitz) und Prof. Dr. Diana Auth (FH Bielefeld) und Einblicke aus der Praxis.

Gemeinsam mit Ihnen wollen wir mit dem Ziel einer Gesellschaft, die die Sorge um Pflegedürftige als gesamtgesellschaftliche Aufgabe begreift, Konzepte für eine gute Vereinbarkeit diskutieren und weiterdenken.

Die Einladung und den Programmablauf finden Sie hier.

Zur Anmeldung geht es hier.

05. Mai 2021, online: „Die Rolle von Selektionsprozessen für die ökonomische Situation alleinerziehender Mütter“ Lunchbag-Session des DJI

Der Übergang ins Alleinerziehen durch Trennung ist stark korreliert mit Einkommensverlusten und hohem Armutsrisiko, vor allem bei Müttern. Das Eingehen einer neuen Partnerschaft federt die negativen ökonomischen Folgen einer Trennung oftmals ab. Beide Ereignisse – Trennung und neue Partnerschaft – sind vermutlich von Personenmerkmalen beeinflusst, die zugleich auch die ökonomischen Konsequenzen des Alleinerziehendenstatus von Müttern mitprägen (Selektionseffekte). Der Vortrag beschäftigt sich mit der Frage, wie diese Selektionsprozesse aussehen.

Vortragende:
Dr. Christina Boll leitet die Abteilung Familie und Familienpolitik am Deutschen Jugendinstitut e.V.

Antonia Birkeneder ist wissenschaftliche Referentin in der Fachgruppe F2 „Familienpolitik und Familienförderung“ der Abteilung Familie und Familienpolitik am Deutschen Jugendinstitut e.V.

Mehr Informationen und Anmeldemodalitäten

30. April 2021, online: „Das Recht auf gewaltfreie Erziehung 2021“ Fachtagung des Kinderschutzbundes

Der Kinderschutzbund (DKSB) setzt sich seit 1979 entschieden für das Recht des Kindes auf gewaltfreies Aufwachsen ein. Er hat sich immer wieder für wirksame gesetzliche Maßnahmen und klare Regelungen eingesetzt. Im Jahr 2000 war es dann soweit: Das Gesetz zur Ächtung der Gewalt in der Erziehung und das darin verankerte Recht des Kindes auf gewaltfreie Erziehung traten in § 1631 Abs. 2 BGB in Kraft. Gleichzeitig wurde der § 16 SGB VIII Abs. 1, der vorsieht, dass Eltern unterstützt und ermutigt werden sollen, Konfliktsituationen in der Familie gewaltfrei zu lösen, ergänzt.

Neben der politischen Lobbyarbeit leistet der Kinderschutzbund aber vielfältige praktische Arbeit. Das über den Kinderschutzbund hinausgehende und bekannteste Angebot sind die Elternkurse Starke Eltern – Starke Kinder®, die die Kinderrechte und das gewaltfreie Aufwachsen in den Mittelpunkt stellen.

Auch wenn in der Zwischenzeit wissenschaftlich nachgewiesen werden konnte, dass dieser Schritt nicht nur reine Symbolpolitik war, sondern durch die gesetzlich verankerte Norm des Erziehungsideals zu positiven Entwicklungen in den Familien geführt hat, können wir uns darauf nicht ausruhen. Eine Studie von Prof. Fegert vom Universitätsklinikum Ulm zur Akzeptanz von Körperstrafen, mit Unterstützung von UNICEF und dem DKSB, kam im November 2020 zum Ergebnis, dass trotz der maßgeblichen Reduzierung von Gewalt in der Erziehung seit 2016 keine maßgeblichen Veränderungen mehr festzustellen sind. Stattdessen bewegen sich die Zahlen auf einem gewissen Plateau, was bedeutet, dass rund 40% der Kinder und Jugendlichen noch immer von Gewalt in der Erziehung betroffen sind. Und dabei geht es nicht nur um körperliche Gewalt, sondern auch um Vernachlässigung, sexualisierte Gewalt und insbesondere psychische Gewalt, die noch viel zu wenig im Bewusstsein ist. Mehr noch: Kinder und Jugendliche erleben Gewalt in ihren unterschiedlichen Formen nicht nur in ihren Familien, sondern auch in institutionellen Strukturen.

Neben diesen Daten und Fakten ist es aber auch wichtig zu erfahren, wie es Kindern und Jugendlichen selbst geht, wie sie ihre Erziehung und ihren Alltag erleben und aktuell natürlich auch die Folgen durch die Ein- und Beschränkungen der Pandemie. Schließlich sind sie die Expert*innen ihrer Lebenssituation.

Da Gesetze allein Menschen nicht ändern, stellt sich somit die Herausforderung, einen neuen Bewusstseinswandel in Politik, Gesellschaft und Institutionen zu schaffen. Dazu will diese Fachtagung einen Beitrag leisten.

Mehr Informationen auf der Website des Kinderschutzbundes

Zur Anmeldung geht es hier

29. April 2021, online: „Aufwachsen in Deutschland: Kinder, Jugendliche und Familien vor und während Corona – die neue AID:A-Studie“ Online-Konferenz des DJI

Wie Kinder und Jugendliche in Deutschland aufwachsen, wie es ihren Familien geht und wie sie ihren Alltag gestalten, welche Rolle Freunde, die Schule oder die Kita spielen, all diesen Fragen gehen die AID:A-Studien am Deutschen Jugendinstitut nach. AID:A (Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten) befragt dafür regelmäßig eine größere Stichprobe von Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Eltern in Deutschland nach Ihren Lebensverhältnissen und ihrer Lebensführung. Die Ergebnisse fließen ein in die Forschung des DJI sowie in die Politik- und Praxisberatung des Hauses.

In dieser Veranstaltung präsentiert das DJI die neueste Publikation zum Thema und lädt in verschiedenen Foren zur Diskussion einzelner Aspekte ein.

Programm und Anmeldemodalitäten

15. März 2021, online: „Die Freie Wohlfahrt als demokratische Akteurin im ländlichen Raum – Herausforderungen und Strategien“ Diskussionsforum von AWO, Caritas, Diakonie, DRK, Paritätischem und ZWST

Der Arbeiterwohlfahrt Bundesverband, das Deutsches Rotes Kreuz Generalsekretariat, der Deutsche Caritasverband, das Kompetenzzentrum Empowerment und Prävention in Trägerschaft der ZWST, die Diakonie Deutschland und der Paritätische Wohlfahrtsverband – Gesamtverband laden gemeinsam ein.

Mit einer Veranstaltung im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus rücken die Wohlfahrtsverbände ihre Arbeit in ländlichen Regionen in den Fokus. Mit einem digitalen Diskussionsforum sollen Fachkräfte der Sozialen Arbeit in ihrem Engagement gegen Rassismus, Antisemitismus und Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit gestärkt werden.

Ausgehend von Erfahrungen und Erfolgen wollen wir einen Blick auf die spezifischen Merkmale ländlicher Räume werfen: Es sollen die Folgen demographischer Entwicklungen, Anforderungen an Mobilität und an die Verfügbarkeit digitaler Zugänge angesprochen werden sowie Erfahrungen von gezielten Versuchen der Landnahme durch rechte bis rechtsextreme Akteur*innen, die den ländlichen Raum verstärkt als Aktionsfeld nutzen. Ein zentrales Thema der Diskussion werden auch die besonderen Chancen sein, die ländliche Räume bieten, wie eine hohe Bereitschaft zum Engagement und eine große soziale Nähe.

Expert*innen aus verschiedenen Projekten und Arbeitsfeldern der Verbände, die sich mit Strategien der Demokratie- und Engagementförderung befassen, stellen im Rahmen einer moderierten Online-Diskussion ihre Erfahrungen und Beispiele aus der Praxis vor und tauschen sich mit Interessierten darüber aus.

Anknüpfend an bisherige Angebote, wie die Online-Veranstaltungsreihe „Demokratie-Donnerstage“ im Jahr 2020 und die Publikation „Miteinander gegen Hass, Diskriminierung und Ausgrenzung“ (2017) wollen wir als Verbände der freien Wohlfahrt gemeinsam Wege zur Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts diskutieren und uns klar für demokratische Werte einsetzen.

Podium

Pia Duitsmann, Projekt „MitWirkung – im Verband!“, AWO Landesverband Schleswig-Holstein e.V.

Martina Gemmar, Dipl.-Pädagogin, Projektkoordination: „Zusammenhalt durch Teilhabe – Gelebte Demokratie“, Caritasverband für die Diözese Speyer

Annalena Schmidt, Projektleitung „Demokratie gewinnt“, Diakonisches Werk Sachsen

Dr. Armin Kuphal, Soziologe, Gemeinwesenarbeiter, ehrenamtlicher Dorfentwickler, Paritätischer Rheinland-Pfalz/Saarland

Helen Wessels, Bereichsleitung Migrationsberatung, DRK Emsland

Jana Scheuring, Projektleitung: „Perspektivwechsel Praxisstelle Thüringen“, Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment in Trägerschaft der ZWST

Moderation

Jonas Pieper, Paritätischer Gesamtverband

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09. März 2021, online: „Kinder- und Jugendrechte ernst nehmen und stärken“ Fachtag der eaf Bayern

Die UN-Kinderrechtskonvention ist das wichtigste Menschenrechtsinstrumentarium für Kinder und gehört zu den neun internationalen Menschenrechtsverträgen. Mit dem Übereinkommen haben die Vereinten Nationen dem Schutz der Kinder den gebührenden wichtigen Rahmen gegeben. Das Abkommen wurde 1989 verabschiedet und ist am 2.9.1990 in Kraft getreten. Deutschland hat die Erklärung 1992 zunächst mit Einschränkungen, erst im Jahr 2010 uneingeschränkt unterzeichnet. Weltweit – auch in Deutschland – werden die Kinder- und Jugendrechte oft verletzt bzw. nicht ausreichend in den Blick genommen und umgesetzt. Wir möchten im Rahmen des Fachtages mit Ihnen als Akteur*innen für Familien und deren Kinder und Jugendliche auf der Basis der Erklärung einige wesentliche und besonders aktuelle Lebenslagen und Situationen im Leben von Kindern und Jugendlichen im Hinblick auf ihre Rechte vertiefen. Ebenso möchten wir gemeinsam überlegen, was sich dazu auch in Deutschland verändern muss, damit die Rechte aller Kinder und Jugendlichen tatsächlich ernst genommen und gestärkt werden.

Tagungsleitung: Renate Zeilinger, zeilinger@diakonie-bayern.de

Anmeldung
Bitte melden Sie sich mit untenstehender Rückantwort bis spätestens zum 22. Februar 2021 bei Frau Manuela Schmitz an.
per Fax: 0911 9354-299 | per E-Mail: schmitz@diakonie-bayern.de | per Post: Diakonisches Werk Bayern / eaf bayern, Pirckheimerstraße 6, 90408 Nürnberg

Einladungskarte

Anmeldung