15. Dezember 2021, online: „Egalität egal? Was Frauen (und Männer) auf ihrem Weg zur Gleichheit ausbremst“ Netzwerk-Veranstaltung des Deutschen Jugendinstituts

Wie ist es um die gelebte Geschlechtergerechtigkeit zwischen Mann und Frau nach fast vier Jahrzehnten Gleichheitsdebatte heute bestellt? Was ist an den oft zitierten „neuen Vätern“ neu?

Fakt ist, dass Frauen auch 2021 das Gros unbezahlter Sorgearbeit in Familien leisten, dass sie ein deutlich geringeres Erwerbseinkommen erzielen als Männer und dass dieser sogenannte „Gender-Pay-Gap“ über den „Gender-Lifetime-Gap“ im Alter zum Gender-Pension-Gap wird.

Welche Faktoren spielen bei der Kluft, die weiterhin zwischen formulierten Ansprüchen und der alltäglichen Praxis in Familien und Erwerbsarbeit besteht, eine Rolle? Ist alles nur eine Aushandlungssache zwischen Mann und Frau? Welche Wirkmacht haben hierbei (noch immer) tradierte Geschlechterrollen? Und welche Strukturen, z.B. auf dem Arbeitsmarkt und in der Sozial- und Familienpolitik, wirken ungleichheitsfördernd und bremsen Veränderungsprozesse aus?

Umgekehrt lässt sich fragen: Was sind Treiber für Veränderungsprozesse hin zu mehr Geschlechtergerechtigkeit? Braucht es andere gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen?

Und ganz konkret: Welche Auswirkungen hatte die SARS-CoV-2-Pandemie bislang auf die Rollenverteilungen zwischen den Geschlechtern? Ist die befürchtete Retraditionalisierung, der Rückfall in überkommene Arbeitsteilungen, eingetreten? Oder wem ist Egalität vielleicht sogar egal?

Diese und weitere Fragen diskutiert Dr. Karin Jurczyk, Familiensoziologin, im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Zeitpolitik, Mitinitiatorin von Care.Macht.Mehr und bis 2019 Leiterin der DJI-Abteilung Familie und Familienpolitik mit Prof. Dr. Michael Meuser, bis 2020 Professor für Soziologie der Geschlechterverhältnisse an der TU Dortmund, der den Gleichheits-, Familien- und Väterdiskurs über Jahrzehnte wissenschaftlich begleitet hat und Prof. Dr. Sabina Schutter, Vorstandsvorsitzende von SOS-Kinderdorf e.V., Professorin für Kindheitspädagogik, die in ihrer aktuellen Publikation „Frauenrolle vorwärts“ Frauen ermutigt, sich von möglicher Weise überkommenen verinnerlichten Rollenbildern in Beruf, Partnerschaft und Familie zu distanzieren und nicht hinter ihren eigenen Möglichkeiten zurück zu bleiben.

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung sind herzlich eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen.

Mehr Informationen und Anmeldung auf der Website des DJI

24. Mai 2022, online: „Wohin steuert die Kindertagesbetreuung?“ Fachveranstaltung der AGJ

Die Steuerung des Arbeitsfeldes Kindertagesbetreuung ist äußerst komplex. Einerseits steigen die Anforderungen an Kindertageseinrichtungen und ihre Fachkräfte seit Jahren. Andererseits müssen Kita-Träger den Mangel verwalten: Fachkräfte werden händeringend gesucht, Unterstützung bei der Organisationsentwicklung fehlt, Kita-Plätze sind Mangelware und eine kostendeckende Finanzierung ist vielfach nicht gegeben. Gleichzeitig verändert sich die Trägerlandschaft und neu etablierte Träger werden zu wichtigen Anbietern von Betreuungsplätzen. Vor diesem Hintergrund geht die AGJ-Fachveranstaltung der Frage nach, welche Möglichkeiten Träger zur Qualitätsentwicklung und -sicherung haben und welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen. Die Steuerung und Aufgaben im System sollen genauer unter die Lupe genommen und bewährte und neue Instrumente gemeinsam diskutiert werden. Das detaillierte Programm finden Sie hier.

Die AGJ-Fachveranstaltung richtet sich an die interessierte Fachöffentlichkeit, insbesondere Trägervertreter*innen der öffentlichen und freien Jugendhilfe sowie Fachberatungen.

Die Teilnahme ist kostenlos, jedoch auf maximal 300 Personen begrenzt, daher bitten wir Sie, sich bis zum 10.05.2022 über die AGJ-Website anzumelden.

23.-24. November 2021, online: „Aufwachsen in Deutschland“ Wissenschaftliche Jahrestagung des Deutschen Jugendinstituts

Mit der diesjährigen Jahrestagung setzt das Deutsche Jugendinstitut die Tradition der jährlichen wissenschaftlichen Veranstaltungen fort und schafft wiederum die Gelegenheit, neue Forschungsergebnisse zu aktuellen Fragen vorzustellen und gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Fachpraxis sowie Politik und Administration zu diskutieren. Dabei spannt das Thema „Aufwachsen in Deutschland“ einen breiten Bogen, der die unterschiedlichen Lebensphasen der Kindheit, Jugend und des jungen Erwachsenenalters abdeckt sowie unterschiedliche Akteure und Institutionen in den Blick nimmt, die für das gelingende Aufwachsen Verantwortung tragen. In insgesamt neun Foren werden spezifische Fragestellungen aufgerufen zu den Themenbereichen „Qualität, Betreuung und Bildung“, „Allgemeinbildende Programme, Berufsbildung und Weiterbildung“, „Digitale Medien“ sowie „Well-being und Partnerschaft“. Hierbei greifen zahlreiche Projekte auf den Datenfundus des integrierten Surveys „Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten“ zurück. Zudem wird die Gelegenheit genutzt, die in der Corona-Pandemie gewonnenen Erfahrungen forschungsbasiert zu reflektieren.

Mehr Informationen auf der Website des DJI

19./20. Mai 2022, online: „Entwicklung von Qualität in Arrangements der frühen Bildung“ Abschlusstagung des Deutschen Jugendinstituts

Die Frage nach der Entwicklung der Qualität in Arrangements der frühen Bildung beschäftigt das Arbeitsfeld seit etwa zwei Jahrzehnten intensiv und ist mittlerweile wesentlicher Bestandteil des Fachdiskurses sowie Auslöser vielfältiger Prozesse in Praxis, Politik, Forschung und Theorie. Dabei wird diese Debatte von unterschiedlichen Blickrichtungen und Zielsetzungen beeinflusst. Denn auf verschiedenen Steuerungsebenen agieren unterschiedliche Akteur:innen, deren Perspektiven auf Qualität durch ihre jeweiligen Funktionen und institutionellen Handlungslogiken geprägt sind.

Die Tagung greift diese Komplexität auf und lenkt den Blick auf vielfältige Aspekte der Qualitätsentwicklung im System der frühen Bildung, die sich sowohl auf der individuellen Ebene als auch auf der Ebene von Organisationen sowie an den Schnittstellen von Systemen zeigen. Dazu werden Forschungsergebnisse präsentiert und diskutiert, die im Kontext der Förderrichtlinie „Qualitätsentwicklung für gute Bildung in der frühen Kindheit“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) entstanden sind. Die insgesamt zehn Forschungsprojekte sind durch unterschiedliche Fragestellungen, Methodologien und Forschungsansätze gekennzeichnet. Wir laden Sie herzlich dazu ein, an der online stattfindenden Abschlusstagung der Förderrichtlinie teilzunehmen. Neben einem ersten Einblick in die Ergebnisse der einzelnen Projekte bietet die Veranstaltung die Gelegenheit, mit den beteiligten Wissenschaftler:innen sowie eingeladenen Expert:innen in den Austausch zu treten und über die Frage der Qualitätsentwicklung im System der frühen Bildung zu diskutieren.

Mehr Informationen auf der Website des DJI

12. Mai 2022, Berlin: Fachtag „Männer. Beratung.“ und Jahresempfang des Bundesforums Männer

Wer Männer gut beraten will, muss sich als Berater:in gut mit Männern auskennen. „Männerversteher:in“ sollte zum Qualitätsstandard von Beratung werden. Das setzt voraus, sich Gedanken gemacht zu haben über Männlichkeiten und Männer, ihre unterschiedlichen Lebensweisen und Lebenslagen und über Berührungspunkte zu Themen wie u.a. Armut, Bildung, Rassismus, Ableismus, Sucht, Karriereorientiertheit, Krankheit, Einsamkeit, Vaterschaft. Als Bundesforum Männer verfolgen wir das Ziel, dass sich Männer bedenkenlos Hilfe suchen können. Weil sie in Beratungsstellen ganzheitlich gesehen werden, in ihren Zwängen und kulturellen Mustern, in ihren Klischees, aber auch in ihren Abweichungen davon und in der Brüchigkeit ihrer männlichen Identität. Beratung wirkt dem gängigen MännlichkeitsStereotyp entgegen, in dem Hilfebedürftigkeit nicht vorgesehen ist. Wer Hilfe sucht und annimmt, unterläuft diese Erwartung bereits. Das ist eine positive Tendenz, die wir mit diesem Fachtag verstärken wollen.

Mit dem Fachtag wollen wir Chancen und Herausforderungen der Beratung von Männern ausloten, die Bedeutung einer geschlechterreflektierten & männlichkeitsorientierten Beratungsarbeit herausstellen und einen Perspektivwechsel beim Blick auf Männer und Beratung ermöglichen. Dazu haben wir als Bundesforum Männer u.a. den Leitfaden „Männer gut beraten“ erstellt, den wir auf dem Fachtag vorstellen werden.

Jahresempfang

Unter dem Motto „Mehr Fortschritt wagen! Gleichstellungsorientierte Männerpolitik der Ampelkoalition“ lädt das Bundesforum Männer ab 17:00 Uhr zum Jahresempfang ein. Wir freuen uns, dass der Parlamentarische Staatssekretär im BMFSFJ Sven Lehmann mit einem politischen Impuls zum Thema unser Gast sein wird. Im Anschluss besteht bei Snacks und Getränken die Möglichkeit zu Austausch und Vernetzung.

Das detaillierte Programm des Tages und eine Anmeldemöglichkeit finden sich auf der Website des Bundesforums Männer.

12. Mai 2022, online: „Übergänge im Jugendalter in Corona-Zeiten“ Transfer-Frühstück der AGJ

Mit dem neuen Projekt „Transfer-Talks“ führt die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ ihre bewährten Transfer-Formate fort. Im Rahmen einer Podcast- und Veranstaltungsreihe werden neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Kinder und Jugendliche vorgestellt und diskutiert. Das zweite digitale „Transfer-Frühstück“ findet am 12. Mai 2022 von 9:00 bis 10:30 Uhr statt. Thematischer Schwerpunkt werden die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Übergangssituationen im Jugendalter sein.

Die negativen Auswirkungen der Pandemie kommen insbesondere dort zum Tragen, wo sich Kinder- und Jugendliche an Übergangsstationen befinden. Diese Übergänge können sich auf ganz unterschiedliche Lebens- und Bewältigungsphasen beziehen, meinen aber meist den Übergang von der einen Institution in eine andere. Mit Blick auf Übergänge im Jugendalter sind hierbei zum Beispiel die Zeit zwischen Schulabschluss und Ausbildungsbeginn und die Situation der Careleaver zu nennen. Zur Unterstützung bei der Bewältigung dieser Lebensphasen und zur Stärkung der Selbstkompetenzen der Adressat*innen kommt den Fachkräften in der Kinder- und Jugendhilfe eine besondere Bedeutung zu.

Vor diesem Hintergrund laden wir ein, sich innerhalb einer Frühstückslänge durch zwei Inputs mit neuen Forschungsergebnissen zu einerseits dem Übergang aus der stationären Kinder- und Jugendhilfe in ein eigenständiges Leben und andererseits dem Übergang von Schule zu Beruf vertraut zu machen. Die Moderation übernimmt Katrin Rönicke, Erziehungswissenschaftlerin und Podcasterin.

Das Projekt „Transfer-Talks“ wird im Rahmen von AUF!leben – Zukunft ist jetzt.  gefördert. AUF!leben – Zukunft ist jetzt. ist ein Programm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Das Programm ist Teil des Aktionsprogramms Aufholen nach Corona der Bundesregierung.

Ausführliche Informationen zur Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten im Rahmen der Anmeldung zu dieser Veranstaltung finden Sie unter: Datenschutzhinweise

Anmeldung zum AGJ-Transfer-Frühstück

06. Mai 2022, Frankfurt: „Meine/Eine/Keine Sprache weitergeben?“ Fachtag des Verbands binationaler Familien und Partnerschaften

Das mehrsprachige Aufwachsen gelingt bei manchen Sprachen besser als bei anderen. Es ist wichtig, dass Fachkräfte mehrsprachige Ressourcen erkennen, wertschätzen und in den Kita-Alltag einbinden. Die Tagung bietet einen fachlichen Einblick in das Themenfeld frühe Mehrsprachigkeit. Sie bietet Raum für Reflexion und Erfahrungsaustausch. Beispiele aus der Praxis, mit einem Blick nach Frankreich, liefern Ansatzpunkte für den Kita-Alltag.

Referentinnen:
Nicola Küpelikılınç

Dr. Marie Leroy

Dr. Valérie Fialais

Natascha Fröhlich

Mehr Informationen gibt es auf dem Veranstaltungsflyer

05./06. Mai 2022, online: „Neue Chancen für Kinder in Deutschland“ Digitales Kick-Off des BMFSFJ

Der Nationale Aktionsplan „Neue Chancen für Kinder in Deutschland“ soll von Armut und sozialer Ausgrenzung bedrohten Kindern und Jugendlichen den Zugang und die Teilhabe in den Bereichen Erziehung und Betreuung, Bildung, Gesundheit, Ernährung und Wohnraum garantieren. Damit setzt Deutschland die Ratsempfehlung zur Einführung einer Europäischen Garantie für Kinder um, die im Juni 2021 einstimmig von den Mitgliedstaaten angenommen wurde.

Neben der Vorstellung des Projekts durch Frau Ministerin Lisa Paus und Herrn EU-Kommissar Nicolas Schmit soll die Online-Veranstaltung der Analyse der Ausgangslage in Deutschland sowie dem gemeinsamen Austausch zu den Zielen und zur Umsetzung des Nationalen Aktionsplans einen Rahmen bieten. Auch die Kinder und Jugendlichen selbst mit ihren Gedanken und Standpunkten werden zu Wort kommen.

In acht Fachforen zu den unterschiedlichen Themen des Nationalen Aktionsplans besteht am zweiten Veranstaltungstag die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen und gemeinsam Handlungsempfehlungen für den Aktionsplan zu erarbeiten.

Die Veranstaltung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend richtet sich an Akteurinnen und Akteure im Bereich Kinder- und Familienpolitik aus Politik, Wissenschaft, Fachpraxis und Zivilgesellschaft.

Mehr Informationen und Anmeldemöglichkeiten

04. Mai 2022, online: „Kitas und Familienzentren als Kooperationspartner Früher Hilfen“ Lunchbag Session des Deutschen Jugendinstituts

Der Ausbau der Kindertagesbetreuung für Kinder unter drei Jahren schreitet immer weiter voran und Angebote der Familienbildung sowie Bildungs- und Erziehungspartnerschaften (BEP) gewinnen an Bedeutung. Frühe Hilfen machen Unterstützungsangebote für werdende Eltern und Familien mit Kindern unter drei Jahren und adressieren insbesondere Familien in belastenden Lebenslagen. Da Kitas und Familienzentren einen niederschwelligen Zugang zu solchen Angeboten bereithalten, bieten sie sich besonders gut als Kooperationspartner Früher Hilfen an. Der Vortrag präsentiert Ergebnisse aus zwei qualitativen Forschungsprojekten, die die Zusammenarbeit von Frühen Hilfen und Familienzentren bzw. Frühen Hilfen und Kitas beleuchten.

Vortrag:
Meike Schüle-Tschersich, Diplomsoziologin, ist seit 2013 wissenschaftliche Referentin am Deutschen Jugendinstitut e.V. (DJI) in unterschiedlichen Projektbezügen. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf qualitativen Forschungsprojekten, die Schnittstellen und Formen der Zusammenarbeit verschiedener Unterstützungssysteme beleuchten (Frühe Hilfen und Regelstrukturen des SGB VIII).

Mehr Informationen und Anmeldemöglichkeit auf der Website des DJI

28. Oktober 2021, online: „Digitalisierung geschlechtergerecht gestalten – Was sagt uns der Dritte Gleichstellungsbericht dazu?“ Spitzengespräch des AWO Bundesverbandes

Digitalisierung wirkt sich auf bestehende Geschlechterverhältnisse aus und umgekehrt. Selbstbedienungskassen im Supermarkt, Pflegeroboter, der Anteil von Frauen an Gründungen digitaler Start-Up-Unternehmen oder geschlechtsbezogene digitale Gewalt sind nur einige Beispiele für die umfassenden Veränderungen, die der digitale Transformationsprozess in allen gesellschaftlichen Bereichen erzeugt. Mit dem Gutachten für den Dritten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung liegt erstmals eine ausführliche und differenzierte Verknüpfung von Gleichstellung und Digitalisierung als zentrale politische Handlungsfelder und Stellschrauben für gesellschaftlichen Wandel vor.

Welche gesellschaftlichen Auswirkungen haben die umfassenden technischen Innovationen, insbesondere mit Blick auf strukturell benachteiligte Gruppen? Wie wollen wir im Zuge der digitalen Transformation der Gesellschaft heute und zukünftig leben, arbeiten und miteinander umgehen? Wie kann Digitalisierung geschlechtergerecht gestaltet werden? Welche konkreten gendersensiblen Maßnahmen kann die AWO in diesem Transformationsprozess unternehmen? Das sind Fragen, die uns auch in der AWO stark beschäftigen und zwar als Arbeitgeberin, Mitgliederverband und wichtige sozialpolitische Akteurin.

Prof. Dr. Aysel Yollu-Tok, Vorsitzende der Sachverständigenkommission des Dritten Gleichstellungsberichts, wird uns die zentralen Ergebnisse des Berichts vorstellen. Anknüpfungspunkte an die Themen und Handlungsfelder der AWO werden anschließend im digitalen Spitzengespräch mit Prof. Dr. Aysel Yollu-Tok und Prof. Dr. Jens M. Schubert, Vorstandsvorsitzender des AWO Bundesverbandes e.V., aufgezeigt.

Mehr Informationen auf der Webseite der AWO

27. Oktober 2021, online: „Familie und Corona“ Lunchbag-Session des Deutschen Jugendinstituts

Corona hat das Zusammenleben in Familien auf den Prüfstand gestellt. In dem Vortrag werden dazu zwei Studien vorgestellt: Einerseits des auf den Daten des AID:A Corona-Add-Ons beruhenden Auswertungsprojektes „Corona und familiales, individuelles und partnerschaftliches Well-Being, das vor allem die Dimensionen Familienklima, Partnerschaftszufriedenheit, Eltern-Kind-Beziehung, finanzielle Sicherheit und Gesundheit in den Blick nimmt. Die zweite Studie „Mütter und Väter während der Corona-Pandemie“ beruht auf den Daten einer qualitativen Interviewstudie und beleuchtet – teils auch unter Bezugnahme auf die AID:A-Daten – das Doing Family und die Vereinbarkeitskonflikte von Müttern und Vätern auf der Mikroperspektive .

Vortragende:

Dr. Regina Ahrens ist Vertretungsprofessorin ür BWL mit Schwerpunkt Personal und Marketing an der Hochschule Hamm-Lippstadt in Hamm.

Dr. Simone Schüller ist wissenschaftliche Referentin in der Fachgruppe F1 „Lebenslagen und Lebensführung von Familien“ der Abteilung Familie und Familienpolitik am Deutschen Jugendinstitut e.V.

Hannah Steinberg ist Grundsatzreferentin der Fachgruppe F1 „Lebenslagen und Lebensführung von Familien“ der Abteilung Familie und Familienpolitik am Deutschen Jugendinstitut e.V.

Thomas Eichhorn ist wissenschaftlicher Referent der Fachgruppe F1 im Projekt „AID:A, Kompetenzteam Familie“ der Abteilung Familie und Familienpolitik am Deutschen Jugendinstitut e.V.

Dr. Claudia Zerle-Elsäßer ist Leiterin der Fachgruppe F1 „Lebenslagen und Lebensführung von Familien“ am Deutschen Jugendinstitut e.V.

Dr. Anna Buschmeyer leitet die Stabsstelle Gender am Deutschen Jugendinstitut e.V.

Mehr Informationen und Anmeldemodalitäten auf der Webseite des DJI

 

27. Oktober 2021, online: „Kinder. Rechte. Garantiert? Die EU-Kinderrechtestrategie und die EU-Kindergarantie“ Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe

Die Europäische Kommission hat am 24. März 2021 die erste umfassende Kinderrechtestrategie der Europäischen Union (EU) beschlossen. In diesem Rahmen ist auch die Einführung einer Europäischen Garantie für Kinder empfohlen worden, die am 14. Juni 2021 durch den Rat der EU verabschiedet wurde. Was bedeuten diese Initiativen für die 90 Millionen in der EU lebenden Kinder? Welche Impulse sind für Kinderrechte in Deutschland zu erwarten? Diese und weitere Fragen sollen in der Onlineveranstaltung am 27. Oktober beantwortet werden, zu der die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ und das Netzwerk Kinderrechte ihre Mitgliedsorganisationen herzlich einladen. Die Veranstaltung wird per Zoom stattfinden, die Zugangsdaten werden kurz vor der Veranstaltung versandt.

Bitte melden Sie sich bis zum 22. Oktober 2021 per E-Mail an: anmeldung@netzwerk-kinderrechte.de 

Mehr Informationen auf der Website der AGJ

08.-09. Oktober 2021, Berlin & online: „Spielräume für Kinder. Die Rechte des Kindes auf Beteiligung, Bildung und Spiel“ Jahrestagung der Deutschen Liga für das Kind

Im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie wurden die Rechte von Kindern stark eingeschränkt. Bei vielen politischen Entscheidungen ist das Kindeswohl nicht in die Abwägung einbezogen worden. Nur selten wurden Kinder nach ihrer Meinung gefragt und angehört, ihre Sichtweisen wurden kaum berücksichtigt. Was bedeutet dies für Kinder? Welche Lehren sind daraus für zukünftige Krisen zu ziehen? Wie können Kinder angemessene Beachtung und mehr Spielräume bekommen, im wörtlichen wie im übertragenen Sinne?

Auf der Tagung wird erörtert, wie die in der UN-Kinderrechtskonvention niedergelegten Rechte auf Beteiligung, Bildung und Spiel auch unter schwierigen Bedingungen verwirklicht werden können. Es soll diskutiert werden, welche Rolle den beteiligten Fachkräften zukommt und was Politik und Verwaltung tun können. Die interdisziplinäre Tagung richtet sich an alle mit Kindern und Familien tätigen Fachkräfte, an Verantwortliche in Politik und Verwaltung sowie an Studierende, Auszubildende und alle am Thema Interessierte.

Referentinnen und Referenten der Tagung:

  • Prof’in Dr. Frauke Hildebrandt (Fachhochschule Potsdam): Das Recht auf Beteiligung im Krippen-Alltag
  • Prof. Dr. Bernhard Hauser (Pädagogische Hochschule St. Gallen): Die Bedeutung des Spiels für die kindliche Entwicklung
  • Dr. Susanne Hofmann (Die Baupiloten BDA, Berlin)
  • Prof. Dr. Fabian Hofmann (Fliedner Fachhochschule Düsseldorf): Kultur – Bildung – Teilhabe. Kunst & Pädagogik in der frühen Kindheit
  • Prof’in Dr. Stefanie Schmahl (Julius-Maximilians-Universität Würzburg): Recht auf Bildung und Recht auf Spiel: Das Verhältnis zwischen Kindeswohl und Kindespartizipation aus der Sicht der UN-Kinderrechtskonvention
  • Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani (Universität Osnabrück): Das Recht des Kindes auf Chancengleichheit in der Bildung. Wo stehen wir in Deutschland und welche Auswirkungen haben die paradoxen Effekte unseres Bildungssystems auf Bildungsverläufe von Kindern?

Teilnahmegebühren:

  • Normal-Preis: Präsenz-Teilnahme 100,-€, Online-Teilnahme 60,-€
  • Ermäßigter Preis (Mitglieder und Studierende/ Auszubildende): Präsenz-Teilnahme 60,-€, Online-Teilnahme 40,-€

Die Anzahl der Teilnehmenden in Präsenz ist abhängig vom aktuellen Pandemie-Geschehen.

Weitere Informationen zum Programm der Jahrestagung 2021 finden Sie hier.

07. April 2022, online: „Digitalisierung in der Kinder- und Jugendhilfe während und nach Corona“ Transfer-Frühstück der AGJ

Mit dem neuen Projekt „Transfer-Talks“ führt die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ ihre bewährten Transfer-Formate fort. Im Rahmen einer Podcast- und Veranstaltungsreihe werden neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Kinder und Jugendliche vorgestellt und diskutiert. Das erste digitale „Transfer-Frühstück“ findet am 07. April 2022 von 9:00 bis 10:30 Uhr statt. Thematischer Schwerpunkt werden die Möglichkeiten und Grenzen von Digitalisierung in der Kinder- und Jugendhilfe während und nach der Corona-Pandemie sein.

Die mit der Corona-Pandemie einhergehende Turbo-Digitalisierung der Gesellschaft hat zu neuen Handlungsansätzen, aber auch neuen Herausforderungen geführt. Zu Beginn der Corona-Pandemie 2020 haben viele Akteur*innen der Kinder- und Jugendhilfe schnell und mit großer Professionalität auf die anstehenden Herausforderungen reagiert, ihr Angebot erweitert und digital zur Verfügung gestellt. So konnten unterschiedliche Wege der digitalen Kommunikation mit den Adressat*innen gefunden werden. Neben aufkommenden Fragen nach geeigneter Nutzung von Hard- und Software im Zuge einer derartig umgestellten Leistungserbringung wurde aber auch deutlich, dass Beziehungsarbeit hier oftmals an ihre methodischen Grenzen stößt.

Vor diesem Hintergrund laden wir ein, sich innerhalb einer Frühstückslänge mit neuesten Forschungsergebnissen vertraut zu machen. Es erwarten Sie zwei Inputs von Dr. Andreas Mairhofer vom Deutschen Jugendinstitut und von Carina Schilling und André Weßel zum Projekt „DigiPäd 24/7“. Die Moderation übernimmt Katrin Rönicke, Erziehungswissenschaftlerin und Podcasterin.

Das Projekt „Transfer-Talks“ wird im Rahmen von AUF!leben – Zukunft ist jetzt.  gefördert. AUF!leben – Zukunft ist jetzt. ist ein Programm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Das Programm ist Teil des Aktionsprogramms Aufholen nach Corona der Bundesregierung.

Anmeldung zum AGJ-Transfer-Frühstück

01. Oktober 2021, online: „Lehren aus der Corona-Krise: Bessere Politik für Alleinerziehende!“ Fachtagung des VAMV

Die Corona-Pandemie hat die Sollbruchstellen in unserer Gesellschaft schärfer hervortreten lassen: Alleinerziehende müssen allein Existenzsicherung, Kindererziehung und Hausarbeit schultern und damit eine Mehrfachbelastung, die sich in Paarfamilien zwei Eltern teilen können. Schon vor der Krise hatten sie das höchste Armutsrisiko aller Familienformen. Ein Grund dafür ist, dass sie vorwiegend Mütter sind, denen es nach einer Trennung häufig nicht möglich ist, aus der familienbedingten Teilzeit wieder voll ins Arbeitsleben zurückzukehren. Die Existenzsorgen vieler Alleinerziehender und die alltäglichen Herausforderungen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat die Corona-Krise weiter potenziert. Der Staat hat zwar mit zahlreichen Maßnahmen die Bürger*innen und auch explizit Familien unterstützt. Jedoch scheint die Grundeinstellung der Hilfsmaschinerie erneut nicht auf die Gleichstellung der Geschlechter geeicht zu sein und Alleinerziehende fallen durchs Raster: Angesichts von Schul– und Kitaschließungen fanden sich Berufstätige plötzlich ohne Kinderbetreuung wieder, Alleinerziehende wurden in der Notbetreuung zunächst vergessen. Der Kinderbonus kam nur in halber Höhe bei Alleinerziehenden an, trotz voller Mehrbelastung.

Mit seiner Fachtagung möchte der VAMV ausgehend von konkreten Corona-Schlaglichtern zur Auseinandersetzung über die darunterliegenden grundsätzlichen Probleme beitragen: Wie sieht eine gute Politik für Alleinerziehende und damit für die Vielfalt von Familien aus? Insgesamt braucht es Politiken, die Mütter und Väter in allen Familienformen gleichermaßen erreichen und Kindern ein Aufwachsen jenseits von Armut ermöglichen. Wie sehen diese konkret aus? Welche Rahmenbedingungen muss Politik setzen, um die Gleichstellung der Geschlechter im gesamten Lebensverlauf zu unterstützen, damit Alleinerziehende selbst für ihre Existenz sorgen können?

Mehr Informationen auf der Website des VAMV

24.-25. September 2021, digital: „Kita im System der Kinder- und Jugendhilfe – eine kritische Standortbestimmung“ Bundesfachkongress des Pestalozzi-Fröbel-Verbands

2020 waren 100 Jahre Reichsschulkonferenz zu konstatieren. Dies bedeutet für Deutschland 100 Jahre Kindertageseinrichtung im Rechtssystem der Kinder- und Jugendhilfe. Das nehmen wir als Anlass für eine kritische Standortbestimmung. Bei diesem Bundesfachkongress möchten wir neben der Retrospektive zu den letzten 100 Jahren und der Stärkung eines historischen Bewusstseins gemeinsam mit den Teilnehmer*innen eine aktuelle und zukünftige Selbstverortung des Kita-Systems in den Blick nehmen. Hierbei geht es uns beispielsweise um die Bestimmung von tragenden Strukturprinzipien und Werthaltungen des heutigen Kita-Systems. Die damit einhergehende Wertschätzung einer Verankerung im SGB VIII soll zugleich eine Auseinandersetzung mit verschiedenen Fragen ermöglichen:

Was bedeutet es für das System der Kindertagesbetreuung, in der Kinder- und Jugendhilfe verortet zu sein? Und was bedeutet es für die Kinder- und Jugendhilfe, dass die Kindertagesbetreuung – als enorm wachsender Bereich – Teil der Kinder- und Jugendhilfe ist? Welches Selbstverständnis ergibt sich aus der Verankerung im SGB VIII und wird dieses von allen Protagonist*innen geteilt?  Welche Antworten gibt das SGB VIII für das System der Kindertagesbetreuung heute und für die Zukunft?

Der Bundesfachkongress bietet mit Unterstützung von Fachexpert*innen Zugänge aus historischer, gesellschaftlicher, rechtlich-struktureller sowie fachlicher Perspektive und spiegelt die Vielfalt der Protagonist*innen des Systems wider. Hiermit schaffen wir ein Bewusstsein für die Auseinandersetzung mit der Frage: Welche historischen, gesellschaftlichen, rechtlichen und fachlichen Entwicklungslinien haben die Kindertageseinrichtungen beeinflusst und wo stehen sie heute? Am zweiten Tag möchten wir auf dieser Grundlage die nachgezeichneten Perspektiven in Richtung Zukunft denken. Die Retrospektive und Standortbestimmung des Kita-Systems bilden hierbei den Ausgangspunkt für den Diskurs über aktuelle und zukünftige gesellschaftspolitische Herausforderungen.

Der Bundesfachkongress zum Thema Kita im System der Kinder- und Jugendhilfe – eine kritische Standortbestimmung wird gemeinsam verantwortet vom Pestalozzi-Fröbel-Verband e.V., dem Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge e. V. (DV) und dem Institut für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit | Rheinland-Pfalz (IBEB). In Kooperation mit dem Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz wird er am 24./25.09.2021 als digitale Veranstaltung stattfinden.

Mehr Informationen auf der Webseite des pfv

16.-17. September 2021, online: „Demokratiebildung in der Grundschule – Hort und Ganztag als unterschätzte Räume“ Fachtagung des DEKI

Im 16. Kinder- und Jugendbericht werden der Hort und Ganztag im Hinblick auf Demokratiebildung als „unterschätzte Räume“ bezeichnet. Jenseits unterrichtlicher Angebote, so der Bericht, werden politische Bildungsprozesse im Hort und Ganztag sowohl in der Fachdiskussion als auch in der Forschung kaum thematisiert. Es fehle an einschlägigen Fachdebatten und politischer Aufmerksamkeit. Insbesondere im Hinblick auf den geplanten und aktuell viel diskutierten Rechtsanspruch auf Ganz- tagsbetreuung seien Praxis, Forschung und Politik gefordert, sich diesem Bereich zuzuwenden. Diese Forderung ist auch auf die rechtlichen und programmatischen Rahmengebungen der Bundesländer auszudehnen, wie eine kürzlich im Auftrag des Deutschen Kinderhilfswerkes durchgeführte Analyse ergeben hat: Im Hinblick auf Demokratiebildung in Hort und Ganztag zeigt sich ein „Flickenteppich“ mit vielen Leerstellen. Mit unserer diesjährigen Online-Fachtagung möchten wir hier ansetzen und gemeinsam mit Ihnen das Potenzial von Demokratiebildung im Hort- und Ganztagsbereich ausloten, mit Einblicken in Theorie und Praxis.

Bitte melden Sie sich bis zum 31. August 2021 zur digitalen Fachtagung an. 

Als Kompetenznetzwerk Demokratiebildung im Kindesalter verstehen wir die Verankerung von kinderrechtebasierter Demokratiebildung als zentralen Qualitätsanspruch an Bildungseinrichtungen.

Unabdingbar ist dabei die Umsetzung von Kinderrechten, Partizipation, Inklusion und Schutz vor Diskriminierung. Diese vier zentralen Begriffe hängen für uns untrennbar zusammen. Auf den Schutz vor Diskriminierung möchten wir im Rahmen der diesjährigen Fachtagung einen besonderen Fokus richten. Er stellt eine wichtige Voraussetzung für gerechte Bildungschancen, die Einhaltung der Kinderrechte und eine ernstgemeinte Inklusion mit der Beteiligung aller Kinder dar. Diskriminierung passiert jeden Tag im Kleinen und Großen. Deshalb ist es so wichtig, sich damit auseinanderzusetzen und die eigenen Handlungsspielräume zu ergründen – auf individueller und struktureller Ebene.

Ausgehend von den Ergebnissen der aktuellen Analyse zur Verankerung von Demokratiebildung in der Primarstufe werden wir im Rahmen der Fachtagung gemeinsam mit Expert*innen und Praktiker*innen ins Gespräch darüber kommen, was dies ganz konkret für den Bildungsbereich Grundschule, Hort und Ganztag bedeutet. Wir möchten hierbei unter anderem folgenden Fragen auf den Grund gehen:

  • Welche Konzepte, Methoden und Materialien gibt es für die pädagogische Praxis?
  • Wo finden Fachkräfte und Trägervertreter*innen Information, Beratung, Fortbildungs- und Vernetzungsmöglichkeiten?
  • Wie ist es um das Thema Demokratiebildung in der Ausbildung pädagogischer Fachkräfte bestellt?
  • Wie kann Demokratiebildung in der Praxis konkret aussehen? Was braucht es dafür? Welche Schwierigkeiten gibt es? Wie kann man mit institutionellen Hürden umgehen?

Mehr Informationen online

21. Februar 2022, online: „Schönheit im digitalen Raum“ Jahresauftakttagung des JFF – Institut für Medienpädagogik

Die Jahresauftakttagung am 21. Februar 2022 zum Thema „Schönheit im digitalen Raum“ nimmt in den Blick, wie Kinder und Jugendliche mit Schönheit und Schönheitsidealen im digitalen Raum umgehen.

Der digitale Raum ist für Kinder und Jugendliche eine Inspirations- und Orientierungsquelle für Schönheitsdarstellungen und Lebensformen. Online sehen wir tagtäglich eine Vielzahl an Bildern. Neben perfekt inszenierten Bildern, die den Nutzenden ein einseitiges und unrealistisches Ideal von Schönheit aufzeigen, gibt es jedoch auch vielfältigere Inhalte und diverse Darstellungen von Schönheit. Dies zeigt bspw. die Bodypositivity-Bewegung. Diese Vielfalt kann jungen Menschen Inspiration und Orientierung bei der Auseinandersetzung mit der eigenen Identität geben. Doch was bedeutet es eigentlich schön zu sein? Und wie können Schönheit und Diversität im digitalen Raum mit Kindern und Jugendlichen zum Thema gemacht werden?

Die siebte Jahresauftakttagung zum Thema „Schönheit im digitalen Raum“ nimmt in den Blick, wie Schönheit im digitalen Raum dargestellt wird. Zudem steht im Zentrum, wie Kinder und Jugendliche diese Darstellung wahrnehmen und wie sie mit ihr umgehen – gibt sie ihnen Orientierung oder führt sie zu Verunsicherung? Die Jahresauftakttagung findet am 21. Februar 2022 als Online-Format statt: Alle Vorträge werden live gestreamt. Die Fragen des Online-Publikums werden unmittelbar von der Moderation eingebunden. Am Nachmittag werden die Teilnehmenden in Online-Workshops aktiv. Dabei bearbeiten und diskutieren sie praxisrelevante Themen und Methoden.

Die Anmeldung läuft bis einschließlich 07. Februar 2022. Alle Hinweise zur Anmeldung gibt es unter: https://auftakttagung.jff.de/anmeldung-2022/

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des JFF.

26. Januar 2022, online: „Fairness der Arbeitsteilung und Beziehungszufriedenheit nach der Geburt eines Kindes“ Lunchbag Session des DJI

Die Geburt eines Kindes geht bei vielen Paaren in Deutschland mit einer oft langfristigen Spezialisierung der Arbeitsteilung entlang traditioneller Geschlechterrollen einher, obwohl die Mehrheit der Paare heutzutage eine egalitäre Arbeitsteilung präferiert. In dieser Studie untersuchen Dr. Nicole Hiekel (Deutsches Jugendinstitut) und Dr. Katya Ivanova (Tilburg University) die wahrgenommene Fairness in der Arbeitsteilung von Männern und Frauen in ihrem Zusammen-hang mit Veränderungen in der Beziehungszufriedenheit nach der Geburt eines Kindes. Ein besonderes Augenmerk legen die Familien-soziologinnen hierbei auf heterogene Effekte individueller Geschlechterrolleneinstellungen auf diesen Zusammenhang.

Vortrag:
Dr. Nicole Hiekel ist Familiensoziologin und Sozialdemografin und untersucht demografische Prozesse und soziale Mechanismen, die dazu beitragen, die zunehmende Komplexität von Familien-strukturen und –prozessen in gegenwärtigen Gesellschaften zu verstehen. Sie promovierte 2014 an der Freien Universität Amsterdam mit ihrer Dissertation zur Vielfalt nichtehelicher Lebensgemeinschaften. Sie forschte und lehrte am Niederländischen Interdisziplinären Demografischen Institut und der Universität zu Köln bevor sie im September 2021 an das Deutsche Jugendinstitut kam, wo sie ab 2022 das Kompetenzteam Sozialberichterstattung leiten wird.

Moderation: Dr. Christina Boll, DJI

Weitere Informationen auf der Website des DJI

25. Januar 2022, online: „Alles easy im Job – außer für Frauen?“ Diskussionveranstaltung der Bertelsmann Stiftung

Unsere aktuelle Studie „Homeoffice in Deutschland – eine Neiddebatte?“ (siehe unten) bringt ans Tageslicht, dass vor allem Frauen zu den Verliererinnen der Krise gehören. In einer gemeinsamen Veranstaltung mit FidAR (Frauen in die Aufsichtsräte e. V.) möchten wir die Schieflage in Wirtschaft und Gesellschaft erörtern, die viele Frauen betrifft.

In Krisenzeiten ist es noch einmal schwieriger, das Bild der funktionierenden Karrierefrau aufrecht zu erhalten, die jederzeit für den Arbeitgeber zur Verfügung steht, während sie gleichzeitig die Hauptlast der Familienarbeit trägt. Handlungsbedarf besteht an mehreren Stellen!

In der gemeinsamen Veranstaltung mit FidAR (Frauen in die Aufsichtsräte e. V.) möchten wir die Schieflage in Wirtschaft und Gesellschaft erörtern, die viele Frauen betrifft. Handlungsbedarf besteht an mehreren Stellen! Wie sollte Führung sich verhalten? Was kann helfen? Alles easy im Job?

Weitere Informationen, das Programm und eine Kurzvorstellung der Diskussionsteilnehmer*innen finden Sie auf der Website von CreatingCorporateCultures der Bertelsmann Stiftung.