16. November 2018, Magdeburg: „Traumatisierung durch Erfahrung staatlicher Ungerechtigkeit im DDR-Kontext” Fachtag der EKFuL

Der Fachtag findet in Kooperation mit der Anlauf- und Beratungsstelle „DDR-Heimkinderfonds“, der Medizinische Fakultät der Universität Magdeburg, der Diakonie Mitteldeutschland und der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft e.V. statt.

Politische Verfolgung in der DDR hinterlässt bei Betroffenen nicht nur lang andauernde psychische Spuren, sondern auch eine nachhaltige Verstörung in ihrem Verhältnis zu Gesellschaft, Institutionen und sozialen Beziehungen. Misstrauen, Verbitterung und soziale Isolation gehören zu den häufigen Langzeitproblemen dieser Menschen. Ihre Beratung und Therapie hat dabei automatisch immer auch einen gesellschaftlichen Bezug. Das Ziel der Fachtagung ist es, Berater_innen und Therapeut_innen für die Besonderheiten dieses gesellschaftlichen Bezuges im Rahmen von Beratung und Therapie zu sensibilisieren. Lange Zeit galt politische Traumatisierung im Wesentlichen als Schicksal weniger politisch Inhaftierter und Verfolgter durch das Ministerium für Staatssicherheit (Stasi). In neuerer Zeit hat sich das Verständnis von politischer Verfolgung von diesem engen Fokus erweitert und deutlich breitere Betroffenengruppen erkannt, die ebenfalls Traumatisierungen durch Maßnahmen der SED-Politik erlitten haben.

Diesem geänderten Verständnis wird aktuell mit laufenden Entschädigungsfonds für Betroffene von DDR-Heimerziehung, von sexuellem Missbrauch in der DDR sowie von DDR-Staatsdoping auch politisch Rechnung getragen.Das Schicksal dieser Betroffenengruppen soll in Vorträgen vorgestellt werden. In den anschließenden Workshops werden die Besonderheiten der Beratungspraxis hierbei bearbeitet, wobei die Teilnehmenden die Gelegenheit bekommen, eine sensibilisierte Haltung zu entwickeln und praktische Ansätze mitzunehmen. Der Fachtag richtet sich an Psycholog_innen, Psychotherapeut_innen, Berater_innen, Ärzt_innen und Seelsorger_innen sowie an interessiertes Fachpublikum.

Download Programm 

Online-Anmeldung

Veranstaltungsort:
Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt
Haus C
Turmschanzenstraße 25
39114 Magdeburg
www.ms.sachsen-anhalt.de

Veranstalter:
Evangelische Konferenz für Familien- und Lebensberatung e.V. Fachverband für Psychologische Beratung und Supervision (EKFuL)
Lehrter Str. 68
10557 Berlin
Tel. +49 (0) 30 – 52 13 559 -39
Fax +49 (0) 30 – 52 13 559 -11
https://www.ekful.de/home/

28.-29. September 2018, Bochum: „Soziale Ungleichheit und Teilhabe: Familien fördern – Kinder stärken – Politik herausfordern“ Bundesfachtagung des Pestalozzi-Fröbel-Verbands e.V.

Soziale Benachteiligung hat viele Gesichter und soziale Ungleichheit ist eine Schande in einer reichen Gesellschaft. Deshalb müssen alle Anstrengungen unternommen werden, diese zu beseitigen, gerechte Verhältnisse herzustellen und die Betroffenen in allen Lebenslagen zu unterstützen.

Gerade sozialpädagogische Fachkräfte erfahren täglich in ihrer Arbeit, dass Unterstützung und Hilfe nur dann wirkungsvoll und nachhaltig ist, wenn sie der jeweils individuellen Situation entspricht.

In der Vergangenheit hat sich die Politik zwar immer wieder bemüht, das Missverhältnis in unserer Gesellschaft zu korrigieren.  Der neue Armutsbericht zeigt jedoch, dass dies bisher noch nicht wirkungsvoll genug war. Politik braucht für eine gezielte Steuerung sowohl verlässliche Daten und vertiefende Studien der Wissenschaft als auch konkrete Rückmeldungen aus der sozialpädagogischen Praxis.

Aus der Sicht des pfv kann deshalb eine Verbesserung der Situation nur dann wirkungsvoll gelingen, wenn Politik, Wissenschaft und Praxis eng zusammenarbeiten und die Veränderung der Verhältnisse als gemeinsame Arbeit begreifen.

Die Bundesfachtagung des pfv in Bochum wird eine Plattform bieten, sich mit verschiedenen Projekten, Programmen und Praxisansätzen sowie mit dem oben genannten Dreiecksverhältnis auseinanderzusetzen.

Namhafte Referent*innen aus Wissenschaft, Politik und Praxis werden dazu ihre Expertise einbringen.

Veranstaltungsflyer mit Tagungsprogramm 

Anmeldung

Informationen zu den Einrichtungsbesuchen

Veranstaltungsort:
Evangelische Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe (EvH-Bochum)
Immanuel-Kant-Straße 18-20
44803 Bochum

Veranstalter:
Pestalozzi-Fröbel-Verband e. V.
pfv-Bundesgeschäftsstelle
Barbarossastr. 64
D-10781 BERLIN
Fon +49 (0)30 23 63 90 00
FAX +49 (0)30 23 63 90 02
email: pfv@pfv.info
www.pfv.info

Kassel, 19. September 2018: “Eine Sprache sprechen. Kommunikationsmöglichkeiten in der Beratung mit fremdsprachigen Menschen” Fachtag der EKFuL und der Diakonie Deutschland

„Warum die Welt in anderen Sprachen anders aussieht“
Die steigende Anzahl von geflüchteten Menschen und die damit verbundenen Herausforderungen sind ein allgegenwärtiges Thema in Gesellschaft und Politik. Im Hinblick auf die Unterstützung und Integration von geflüchteten Menschen leistet Bera-tung einen relevanten Beitrag.
Beratung soll für alle Menschen gleichermaßen zu-gänglich und barrierefrei nutzbar sein, damit auch für jene, die die deutsche Sprache nicht, noch nicht oder nicht ausreichend differenziert sprechen.
Das Medium Sprache ist das zentrale Element der psychologischen und psychosozialen Beratung. In der Zusammenarbeit mit Menschen anderer Her-kunft sind aufgrund der Sprachbarriere, der kultu-rellen und ethnischen Unterschiede spezifische Kompetenzen der Berater_innen gefordert.
Auf dem Fachtag werden deshalb verschiedene Lösungsansätze im Umgang mit Sprachbarrieren in der Beratung vorgestellt, diskutiert und anhand praktischer Übungen erlebbar. Die Zusammen-arbeit mit Dolmetschenden und Sprach- und Integ-rationsmittler_innen erfährt dabei besondere Auf-merksamkeit. Ziel der Fachtagung ist ein professio-neller und sicherer Umgang mit sprachlichen, kul-turellen und sozialen Barrieren in der psychologi-schen und psychosozialen Beratung.
Der Fachtag richtet sich an Berater_innen, an Dolmetschende, an Leitungskräfte psychologischer/ psychosozialer Beratungsstellen und an Psycho-therapeut_innen. Auch Mitarbeiter_innen aus den Nachbardisziplinen sowie interessiertes Fachpubli-kum sind herzlich eingeladen.

Einladung

Anmeldung

Veranstaltungsort
Haus der Kirche
Wilhelmshöher Allee 33
34131 Kassel
Tel. (0561) 937 815 80

Veranstalterin
EKFuL
Bundesgeschäftsstelle
Lehrter Str. 68
10557 Berlin
Fax: (030) 52 13 559
www.ekful.de/veranstaltungen